50 Jahre Rotary-Club Euskirchen – “Ja“ zur selben Idee

Rückblick auf viele außergewöhnliche Leistungen der ehrenamtlich tätigen Mitglieder und Vision für die Zukunft – Ode „An die Freude“ als gemeinsam gesungenes musikalisches Statement für ein friedvolles und glückliches Miteinander aller Menschen

Mit Dr. Erich Spitz (2.v.r.) und Dr. Karl-Heinz Decker (2.v.l.) feierten gleich zwei Gründungsmitglieder das Jubiläum und freuten sich über ihre Ehrung durch Präsident Dr. Stefan Gau (l.) und Governor Norbert Froitzheim (r.). Foto: Rotary Club Euskirchen
Mit Dr. Erich Spitz (2.v.r.) und Dr. Karl-Heinz Decker (2.v.l.) feierten gleich zwei Gründungsmitglieder das Jubiläum und freuten sich über ihre Ehrung durch Präsident Dr. Stefan Gau (l.) und Governor Norbert Froitzheim (r.). Foto: Rotary Club Euskirchen

Euskirchen – „Tage wie diese“, erklang es plötzlich, unerwartet und wiederholt, jedoch aus unterschiedlichen Richtungen für die zum 50jährigen Bestehen des Rotary Clubs Euskirchen geladenen Gäste. Schnell war klar, hier formierte sich in Flashmob-Manier ein kleiner, aber feiner Chor, der den bekannten Song der Band „Die Toten Hosen“ fünfstimmig intonierte. Dawn-Marie Flynn-Sirrenberg, selbst Mitglied im Rotary Club Euskirchen und professionelle Sängerin, hatte mit einigen Mitgliedern eine Chorversion des Klassikers einstudiert und legte so den Grundstein für die Feier. Nur die Sängerinnen und Sänger waren eingeweiht und die begeisterte Reaktion der Gäste zeigte, dass diese Überraschung mehr als gelungen war.

Mit Unterstützung einiger weiterer Vokalisten sowie Pianist Frank Siegemund, der mit seinem familiären Ensemble „2-of-as“ den Abend musikalisch bereicherte, wurde so der Auftakt zur Feier der 50. Wiederkehr der Clubgründung des Rotary Clubs Euskirchen gegeben, der alle Anwesenden ad hoc in Hochstimmung versetzte. Auch der aktuelle Präsident des Clubs, Dr. Stefan Gau, freute sich über die heitere musikalische Einstimmung und begrüßte gut gelaunt die über 110 geladenen Gäste.

Begeisterte direkt zu Beginn der Feier und brachte alle von null auf 100 – der Flashmob-Chor der Rotarier mit „Tage wie diese“ unter der Leitung von Dawn- Marie Flynn-Sirrenberg. Foto: Rotary-Club Euskirchen
Begeisterte direkt zu Beginn der Feier und brachte alle von null auf 100 – der Flashmob-Chor der Rotarier mit „Tage wie diese“ unter der Leitung von Dawn- Marie Flynn-Sirrenberg. Foto: Rotary Club Euskirchen

In ihrer Festrede bewies Rotary-Mitglied Viola Alvarez humorvoll einen klaren, durchaus selbstkritischen Blick auf die Regularien und das Miteinander des Clublebens. „Jede Gemeinschaft muss sich zwischen den Werten der Gemeinschaft und den Werten des Individuums kalibrieren. Das ist nicht immer leicht“, so die Mutter zweier Teenager. Trotz vieler unterschiedlicher Charaktere „werden wir nicht selten mit einer schönen Überraschung belohnt. Weil wir alle einmal »ja« zur selben Idee gesagt haben. Zu der Idee, Teil der Gemeinschaft zu sein, die Gemeinschaft ist – aber auch Dinge für andere tut“, stellte Viola Alvarez fest und warb für kreative Inklusion mit der Frage, wie jüngere Menschen auf die Werte der rotarischen Gemeinschaft aufmerksam und zu Mitentwicklern großartiger Ideen motiviert werden könnten. So plädierte sie für eine „Taskforce Rotary Euskirchen 2073“, die insbesondere auch junge Frauen fände, die in den Rotary Club Euskirchen eintreten und diesen mitgestalten wollten, die sagen: „Ja, ich mache das. Ich weiß, es kostet Zeit, Geld und Nerven, aber ich mache das. Wegen einer Idee, die größer ist als der Einzelne, weiter und länger wirkt als der Einzelne, die durch Gemeinschaft als eine Wirklichkeit wirkt, an der der Einzelne Teil und Verantwortung und Verdienst hat.“

In einer von Rotarierin Kalika Wagner-Gillen zusammengetragenen Slideshow erhielten die Gäste dann auch einen Eindruck der Aktivitäten des Rotary Clubs in den letzten 50 Jahren. Einen besonderen Stellenwert hatten die Projekte, die der Club im Rahmen der Flutkatastrophe im Jahr 2021 initiiert hat. Insgesamt konnten über drei Millionen Euro Spenden gesammelt und betroffene Menschen auf vielfältige Weise unterstützt werden.

Freundinnen und Freunde des Partnerclubs aus Enkhuizen (Niederlande, hier: Andries Zwaan) brachten neben einer Spende für das Charity-Adventskalenderprojekt zur großen Freude der Gäste auch viel gute Stimmung und, ganz landestypisch, Tulpenzwiebeln für alle mit. Foto: Rotary Club Euskirchen
Freundinnen und Freunde des Partnerclubs aus Enkhuizen (Niederlande, hier: Andries Zwaan) brachten neben einer Spende für das Charity-Adventskalenderprojekt zur großen Freude der Gäste auch viel gute Stimmung und, ganz landestypisch, Tulpenzwiebeln für alle mit. Foto: Rotary Club Euskirchen

Eingeladen und gerne gekommen waren Vertreter des benachbarten Rotary Clubs Euskirchen-Burgfey sowie der europäischen Partnerclubs. Die niederländischen Freunde aus Enkhuizen, zu denen eine enge Verbindung besteht, überraschten Präsident Dr. Stefan Gau mit einem munteren musikalischen Beitrag und einer großzügigen Spende für das diesjährige Charity-Adventskalenderprojekt, dessen Erlös gemeinnützigen Vereinen aus der Region, die sich insbesondere um benachteiligte Menschen kümmern, zugutekommt. Einem Herzenswunsch von Präsident Dr. Stefan Gau und seiner Gattin Claudia folgten alle sehr gerne: Mit der Ode „An die Freude“, von Friedrich Schiller im Sommer 1785 als Gedicht entstanden und unter anderem von Ludwig van Beethoven vertont und später zur Europahymne ernannt, formierte sich spontan ein wunderbarer Chor aller Anwesenden mit dem Statement für ein friedliches und glückliches Miteinander aller Menschen.

Frank Siegemund, der beruflich die schwarz-weißen Tasten in der Big Band der Bundeswehr bespielt, bereicherte den Abend musikalisch. Der Musiker spielt auch Trompete und Akkordeon. Gemeinsam mit Tochter Maike, die studierte Saxophonistin ist und seiner Gattin, Annika Fee, eine ausgebildete Sängerin, bildeten sie als „2-of-as plus Sax“ die Garanten für gute Stimmung bis weit nach Mitternacht. (Rita Witt/epa)

 

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