Familienpaten der Caritas unterstützen junge Familien

Weitere freiwillige Helferinnen und Helfer gesucht

Positive Zeit mit Kindern zu verbringen ist ein wertvolles Gut. Die Caritas sucht zur Unterstützung junger Familien noch Familienpaten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Positive Zeit mit Kindern zu verbringen ist ein wertvolles Gut. Die Caritas sucht zur Unterstützung junger Familien noch Familienpaten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden/Kreis Euskirchen – Aktuell stellt die Caritas fest, dass die Herausforderungen und eine gewisse Isolation junger Familien zunehmen. Mit dem Projekt der ehrenamtlichen Familienpatenschaften bietet der Caritasverband für die Region Eifel ein Hilfeangebot für junge Familien mit kleinen Kindern. Ziel ist, den Familien möglichst früh eine zusätzliche Unterstützung anzubieten. Die Aufgaben der Familienpaten sind vielfältig: Sie übernehmen Einkäufe, helfen bei der Kinder- oder Hausaufgabenbetreuung, sind für Gespräche da, unternehmen Spaziergänge oder gehen einfach eine gemeinsame Tasse Kaffee trinken. Der Caritasverband sucht noch Ehrenamtliche, die den Familien als Patinnen und Paten helfend zur Seite stehen.

„Die Anfragen nach Unterstützung durch eine Familienpatenschaft und der Wunsch nach neuen sozialen Kontakten häufen sich derzeit“ stellt Koordinatorin Marion Engels fest. Wie hilfreich die freiwilligen Helfer sind, erläutert sie an einem Beispiel: „Vor einiger Zeit hat sich eine alleinerziehende Mutter mit Kindern im Alter von einem bis zwölf Jahren gemeldet. Das älteste Kind war fest im Freundeskreis eingebettet und auch die beiden Kleinen hatte sie gut im Blick – aber um ihren 6-jährigen Sohn, der sich immer mehr zurückgezogen hatte, sorgte sie sich sehr.“

Daher habe sie nach einer Begleitung für ihn gesucht. In einem Gespräch stellte sich schnell heraus, dass ihm eine männliche Bezugsperson fehlte. Marion Engels konnte den Kontakt zu einem passenden Paten vermitteln, der die Familie einmal wöchentlich besuchte. Nach einigen Wochen hatte er einen guten Kontakt zu dem Jungen hergestellt. „Beide verbringen mittlerweile viel Zeit draußen im Wald und am Bach, der Familienpate ist ein vertrauter Ansprechpartner geworden und die Zeiten miteinander genießen beide sehr“, so Marion Engels. Wichtig waren für den ehrenamtlichen Helfer auch die unterstützenden Gespräche mit der Koordinatorin, die ihm half, Beschäftigungsmöglichkeiten zu finden und auch die Familienstruktur besser zu verstehen.

Auch Kollegin Bettina Sauer unterstreicht die wertvolle Hilfe durch die Familienpatinnen und -paten anhand eines anschaulichen Beispiels. „Eine ebenfalls alleinerziehende Mutter mit einem Kleinkind von anderthalb Jahren rief mich hilfesuchend an. Sie erwartete ihr zweites Kind, verfügte über kein eigenes familiäres Netzwerk und wusste daher nicht, wie sie beiden Kindern gerecht werden kann.“ Glücklicherweise wurde schnell eine interessierte Familienpatin gefunden. Das zweite Baby ist mittlerweile gesund zur Welt gekommen und die junge Mutter ist dankbar, die Patin an ihrer Seite zu wissen. „Sie holt etwa das ältere Kind von der Kita ab, ist für es da, wenn das Baby die Aufmerksamkeit der Mutter braucht oder verbringt einfach bei einem Kaffee Zeit mit der jungen Familie“, erklärt Bettina Sauer.

Freiwilliges Angebot ohne behördlichen Auftrag

Marion Engels und Bettina Sauer sind nicht nur Ansprechpartnerinnen für interessierte Familien, sondern auch für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer oder solche, die es werden wollen. „Wir besprechen mit Eltern oder Alleinerziehenden sowohl die Wünsche und Chancen als auch die Grenzen einer Familienpatenschaft. Auf Wunsch stellen wir danach den Erstkontakt zwischen Familienpaten und Familie her“, erklärt Marion Engels. Im Anschluss daran können beide Seiten entscheiden, ob sie sich ein weiteres Miteinander vorstellen können oder nicht. Denn das Angebot ist freiwillig und ohne einen behördlichen Auftrag. Die Paten besuchen die Familien etwa ein bis zwei Mal in der Woche. Sie werden für und während ihrer Einsätze geschult und durch regelmäßige Austauschtreffen begleitet. „Die Ehrenamtlichen können sich jederzeit an uns wenden, wenn sie Fragen haben“, betont Bettina Sauer. „Außerdem bieten wir in der Arbeit mit den Familien Gespräche in ihrem häuslichen Umfeld oder in unserer Beratungsstelle an.“

Weitere Familienpaten gesucht

Das Projekt ist für viele junge Familien in der Eifeler Region eine große Hilfe und daher immer öfter gefragt. Kürzlich mussten zwei junge Studentinnen das Ehrenamt bis auf Weiteres unterbrechen, um sich intensiv auf ihr Examen vorzubereiten. Die Caritas sucht deshalb weitere Ehrenamtliche, die Freude am Umgang mit kleinen Kindern und ihren Eltern haben. Besondere Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Wer Interesse an der Mitarbeit hat oder Beratung zum Thema Familienpatenschaften in Anspruch nehmen möchte, wendet sich für den Südkreis Euskirchen gerne an Marion Engels unter der Mobilnummer 01 77-2 07 98 83 oder per E-Mail an m.engels@caritas-eifel.de. Ansprechpartnerin für den Südkreis der Städte Region Aachen ist Bettina Sauer, erreichbar unter der Mobilnummer 0 15 78-1 85 94 21 oder per E-Mail an b.sauer@caritas-eifel.de. Weitere Informationen unter www.caritas-eifel.de unter dem Reiter „Ehrenamt“.

(epa)

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