Eifel-Literatur-Festival: Elke Heidenreich begeistert 800 Besucher in Bitburg

Lachsalven nahmen kein Ende – Beispiellos lebendiger Bühnenpräsenz – Riesige Signierschlange

Elke Heidenreich sorgte in Bitburg für einen amüsanten, aber auch nachdenklichen Abend. Bild: Eifel-Literatur-Festival
Elke Heidenreich sorgte in Bitburg für einen amüsanten, aber auch nachdenklichen Abend. Bild: Eifel-Literatur-Festival

Bitburg – Am Ende gab es „standing ovations“ mit nicht enden wollendem Beifall. Selten hat eine Autorin 800 Festivalbesucher so „gerockt“, mit immer neuem Lachbeben überzogen wie Elke Heidenreich jetzt in der Bitburger Stadthalle. Immer neue Lacher, immer wieder viel Zwischenapplaus – das prägte den kurzweiligen Festivalabend in Bitburg. Mit dem war Elke Heidenreich gleich zum fünften Mal seit 2003 Gast des Festivals. „Ich bin gerne beim Eifel-Literatur-Festival“, bekannte sie gleich zu Anfang des hinreißenden Abends.

800 Festivalbesucher waren in der Bitburger Stadthalle begeistert. Bild: Eifel-Literatur-Festival
800 Festivalbesucher bedankten sich bei der Autorin mit „standing ovations“. Bild: Eifel-Literatur-Festival

Ob „Frau Dr. Moormann und ich“, ob „Ihr glücklichen Augen“ oder „Altern“, ob Kinderbuch, Reisebuch oder Mutmachbuch über das Altern: Immer wieder packte Heidenreich die 800 Besucher mit humorvoll pointierten Textstellen und mit virtuoser Vortragskunst. Ob Sie die Sprechweise der schwierigen Nachbarin Frau Dr. Moormann nachahmte („sieht um den Mund herum aus wie jemand, der immer Zitronen essen muss“). Oder die Berliner Schnauze eines kochsüchtigen Taxifahrers.

„Frau Dr. Moormann“: Das war eine Liebeserklärung an die Teddybären der Kindheit und an „Gustav“, den Mops, der schließlich zur Versöhnung mit der schwierigen Nachbarin Moormann beiträgt.

„Ihr glücklichen Augen“: die kurzen Geschichten zu weiten Reisen führten auszugsweise nach Zürich, Peking, Thessaloniki, nach Florenz, New York und Berlin. Immer die Menschen im Blick und die Kultur, abseits ausgetretener Reisepfade.

Das Buch „Altern“ schließlich, am 13. Mai erschienen und gleich mit der Startauflage von 50.000 am ersten Tag vergriffen: es ließ Heidenreichs Leben im Zeitraffer Revue passieren und machte Mut, alt zu werden und alt zu sein. Vorgetragen von einer 81-jährigen Autorin mit beispiellos lebendiger Bühnenpräsenz. Eine riesige Signierschlange bot abschließend Gelegenheit, der Kölner Autorin ganz nahe zu sein und mit ihr ins Gespräch zu kommen. „Was für ein herrlicher Abend!“ rief eine Besucherin aus, als sie mit einem Packen signierter Heidenreich-Bücher die Heimreise antrat. (eB/epa)

 

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