23 Aussteller und 17 Referenten informierten zum Thema Fürsorge in der Eifel

Organisatorinnen sind zufrieden mit dem Zuspruch – Bürgermeister Ingo Pfennings: „Die Veranstaltung hat eine Lücke besetzt“ – KSK Euskirchen und VR-Bank Eifelland unterstützten den „FürSorge Tag Eifel“

Freuten sich über einen gelungenen „FürSorge Tag Eifel“: GfW-Geschäftsführerin Bianka Renn (v.l.), Bürgermeister Ingo Pfennings und DLG-Vorstandsmitglied Petra Schumacher-Hendus. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Freuten sich über einen gelungenen „FürSorge Tag Eifel“: GfW-Geschäftsführerin Bianka Renn (v.l.), Bürgermeister Ingo Pfennings und DLG-Vorstandsmitglied Petra Schumacher-Hendus. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Gemünd – Entspannt und bester Laune präsentierten sich schon gegen Mittag Petra Schumacher-Hendus, Vorstandsmitglied der Dienstleistungsgenossenschaft Eifel (DLG), und Bianka Renn, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Wirtschaft, Tourismus und Veranstaltungen Schleiden (GfW). Ihr gemeinsames Konzept für den ersten „FürSorge Tag Eifel“ schien aufgegangen. „Wir konnten 23 Aussteller für die Veranstaltung gewinnen und bieten 17 Vorträge, die bislang alle sehr gut besucht worden sind“, freute sich Bianka Renn. „Auch die Aussteller sind zufrieden“, sagte Petra Schumacher-Hendus. Fürsorge betreffe letztlich alle, schnell könnten beispielsweise der Vater oder die Mutter pflegebedürftig werden. Dann sei es gut, wenn man sich mit dem Thema im Vorfeld schon einmal beschäftigt habe.

Renn und Schumacher-Hendus sahen das Kurhaus als „ideale Location“ für die Fürsorge-Messe und bedankten sich besonders bei der Kreissparkasse Euskirchen (KSK) und der VR-Bank Eifelland, die die Veranstaltung nicht nur finanziell unterstützt hatten, sondern auch mit eigenen Infoständen vor Ort vertreten waren. Darüber hinaus stellte die KSK Mirco Behr von der Union Krankenversicherung als Referenten zur Verfügung, der über das Thema „Pflege und Vorsorge“ informierte.

Wohl keine Eintagsfliege

Die Kreissparkasse Euskirchen war neben KSK-Vorstand Daniel Ruland (2.v.l.) mit einem Großaufgebot an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kolleginnen und Kollegen der S-Finanz angereist und informierte am Stand und per Vortrag facettenreich über das Thema Vorsorge. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Kreissparkasse Euskirchen war neben KSK-Vorstand Daniel Ruland (2.v.l.) mit einem Großaufgebot an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Kolleginnen und Kollegen der S-Finanz angereist und informierte am Stand und per Vortrag facettenreich über das Thema Vorsorge. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bürgermeister Ingo Pfennings zeigte sich ebenfalls zufrieden mit dem „FürSorge Tag“ und dem Kurhaus als Veranstaltungsort. „Wir haben hier offensichtlich eine Lücke besetzt und können hier Angebote platzieren, für die es ein großes Interesse gibt“, sagte er. Die Frage, ob es einen weiteren „FürSorge Tag Eifel“ geben werde, habe man bewusst offengehalten, so Pfennings. Aufgrund des großen Interesses scheine die Veranstaltung aber wohl keine Eintagsfliege zu bleiben.

Während der Veranstaltung wurden zentrale Lebensfragen aufgegriffen, wie etwa Gesundheit und Prävention, Mentale Gesundheit und Einsamkeit, Vorsorge, Recht und Finanzen, Pflege und Unterstützung im Alter, Sicherheit und digitale Kompetenz, gesunde Arbeitswelt, Ehrenamt und Teilhabe sowie Abschied und Bestattungsvorsorge.

Mirco Behr von der KSK Euskirchen wies daraufhin, wie wichtig das Thema Eigenverantwortlichkeit in Sachen Gesundheit ist. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Mirco Behr von der KSK Euskirchen wies daraufhin, wie wichtig das Thema Eigenverantwortlichkeit in Sachen Gesundheit ist. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

KSK-Vorstand Daniel Ruland erklärte das Interesse so: „Gesundheit, Pflege und Vorsorge sind für jeden von uns ganz zentrale Themen – unabhängig vom Alter. Man kann gar nicht früh genug anfangen, sich zu diesen Themen Gedanken zu machen. Deshalb sind wir heute für die Besucherinnen und Besucher hier vor Ort und beraten zu individuellen Möglichkeiten.“ Und an all diejenigen adressiert, die am Samstag keine Zeit hatten, die Veranstaltung zu besuchen, sagte Ruland: „Alle, die heute nicht nach Gemünd kommen konnten, sind herzlich zu einem unverbindlichen Beratungsgespräch in unseren BeratungsCentern eingeladen.“

Mirco Behr betonte in seinem Vortrag vor allem, wie wichtig das Thema Eigenverantwortlichkeit in Sachen Gesundheit sei. Dazu zählten vor allem die Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL), die von den Krankenkassen nicht übernommen würden – wie beispielsweise bestimmte Ultraschall- und Blutbilduntersuchung zur Früherkennung von Erkrankungen. Auch das Thema Pflegevorsorge sei nicht zu unterschätzen. „Jeder Dritte über 80 Jahre ist heute pflegebedürftig“, so Behr. Habe die Zahl der Pflegebedürftigen 2010 noch bei 2,4 Millionen Menschen gelegen, so seien es heute bereits 6 Millionen. Der starke Anstieg gehe zum einen auf den demografischen Wandel zurück, zum anderen allerdings auf die Anpassung der Pflegestufen.

Offenes Begegnungsformat

Auf der Messe war auch immer wieder Gelegenheit zum persönlichen Gespräch wie hier zwischen KSK-Vorstand Daniel Ruland und dem Bürgermeister von Schleiden, Ingo Pfennings. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Auf der Messe war auch immer wieder Gelegenheit zum persönlichen Gespräch wie hier zwischen KSK-Vorstand Daniel Ruland und dem Bürgermeister von Schleiden, Ingo Pfennings. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Laut einer Umfrage wollten 65 Prozent der Befragten nicht, dass im Falle einer Pflegebedürftigkeit Kinder oder Familie für die Kosten aufkommen sollten, dennoch verfügten nur wenige Menschen über eine Pflegevorsorge, und nur 5,3 Prozent der Befragten besäßen eine Pflegezuschussversicherung. Hier empfahl der Experte: „Eine private Zusatzpflegeversicherung schützt nicht nur die Familienangehörigen, sondern auch das Vermögen.“ Die KSK Euskirchen helfe gerne dabei, einen eigenen maßgeschneiderten Rundumpflegeschutz zu erstellen und biete dafür verschiedene Produkte.

Weitere Referenten informierten an diesem Tag unter anderem über Erbschaftsrecht, Patientenverfügung, Sport, Yoga, Herzgesundheit und Schlafstörungen.

Besonders die kleinen Glückschweine als Schlüsselanhänger hatten es einigen Messebesuchern angetan. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Besonders die kleinen Glückschweine als Schlüsselanhänger hatten es einigen Messebesuchern angetan. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Der „FürSorge Tag Eifel“ verstand sich nicht als anonymer Informationstag, sondern als ein offenes Begegnungsformat. Besucherinnen und Besucher konnten daher überall individuelle Fragen stellen, Kontakte knüpfen und konkrete Ansprechpartner kennenlernen. Und wie auf Messen üblich, durfte man sich auch mit Flyern und allerhand Merchandise-Produkten eindecken.

Mit dabei waren unter anderem die AOK Rheinland/Hamburg, der Caritasverband für die Region Eifel, Dieter Joisten Bestattungen, die Geno Eifel, das Kreiskrankenhaus Mechernich mit dem Liebfrauenhof Schleiden und dem Vivant Pflegedienst, das Notariat Mach, die R+V Allgemeine Versicherung AG sowie die Stiftung EvA – ergänzt durch weitere Einrichtungen aus Pflege, Sozialwesen, Recht und Wirtschaft.

Eifeler Presse Agentur/epa

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