Bad Münstereifel setzt weiter auf LED-Technik

Nach einer neuerlichen Umrüstung von 369 Leuchten spart die Stadt zukünftig rund 18 000 Euro im Jahr – Bürgermeisterin Preiser-Marian: „Dank der ene-Unternehmensgruppe und der innogy kommen wir damit auch unseren Klimaschutzzielen näher.“

Stellten die neue LED-Umrüstungswelle im Stadtgebiet der Öffentlichkeit vor: Hans-Georg Schäfer (v.l.), Joachim Klein (beide Stadtwerke), Walfried Heinen, Kommunalbetreuer „innogy“, Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Markus Böhm, Geschäftsführer ene-Unternehmensgruppe, und Christoph Rang, Projektleiter. Heinen und Böhm zeigen die neuen Leuchten, Rang eine alte Leuchte. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Stellten die neue LED-Umrüstungswelle im Stadtgebiet der Öffentlichkeit vor: Hans-Georg Schäfer (v.l.), Joachim Klein (beide Stadtwerke), Walfried Heinen, Kommunalbetreuer „innogy“, Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian, Markus Böhm, Geschäftsführer ene-Unternehmensgruppe, und Christoph Rang, Projektleiter. Heinen und Böhm zeigen die neuen Leuchten, Rang eine alte Leuchte. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – Ein Drittel der Straßenbeleuchtung im Bad Münstereifeler Stadtgebiet ist schon heute mit energieeffizienter LED-Technik ausgerüstet. Bürgermeisterin Sabine Preiser-Marian betonte jetzt bei einem Pressegespräch im Rathaus, dass sie diese Umstellung sehr befürworte: „Eine LED-Umrüstung bedeutet für uns zum einen eine nachhaltige Reduzierung unserer Energiekosten, zum anderen aber leisten wir etwas für den Klimaschutz und kommen damit unseren Klimaschutzzielen näher.“ Bei der jüngsten Umrüstung wurden jetzt noch einmal 369 Leuchtstellen im Stadtgebiet mit energieeffizienteren Leuchten ausgestattet, darunter 334 in LED-Technik.

„Ich bin sehr froh darüber, dass uns bei der Umrüstung die ene-Unternehmensgruppe und innogy SE unterstützt haben“, so die Bürgermeisterin. Im Auftrag der „innogy“ (ehemals RWE Deutschland) rüsteten Techniker der „ene“ unter der Leitung von „ene“-Projektmanager Christoph Rang die Leuchten um. Für die Umrüstung der 334 Leuchten  in LED-Technik hat die Stadt sich mit einem einmaligen Kostenbeitrag in Höhe von 10.900 Euro beteiligt. Gut angelegtes Geld, denn jährlich kann die Stadt zukünftig mit Einsparungen bei den Energiekosten von rund 18.000 Euro rechnen.

„Der Austausch betraf vor allem die Quecksilberdampflampen, die seit Mitte 2015 im Handel nicht mehr erhältlich sind“, so Hans-Georg Schäfer von den Stadtwerken Bad Münstereifel. Da bei einer Sanierung grundsätzlich die Öko-Design-Richtlinie greife, die eine verbesserte Energieeffizienz und allgemeine Umweltverträglichkeit von Elektrogeräten vorschreibe, sei die LED-Technik konkurrenzlos gewesen. „Bereits 2003 haben wir uns entschlossen, die Quecksilberdampflampen nach und nach gegen Gelblicht (Natriumdampflampen) auszutauschen, doch dann wurden wir von der technischen Entwicklung auf dem LED-Sektor überholt“, so Schäfer. Mit den neuen LED-Leuchten könne die Stadt in Zukunft 62 Prozent des Energieverbrauchs einsparen, also 86.000 Kilowattstunden, und damit eine Reduzierung des klimaschädlichen Kohlendioxids von rund 52 Tonnen erreichen.

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„Die Entwicklung der LED-Technologie ging extrem schnell vonstatten“, so Markus Böhm, Geschäftsführer der ene-Unternehmensgruppe. In nur wenigen Jahren sei diese Technik immer ausgereifter geworden. „Als Stadt kann man natürlich nicht alle fünf Jahre die Pferde wechseln“, betonte Böhm. Die wirtschaftliche Amortisationsrate müsse schon klar erkennbar und attraktiv sein. Die „ene“ habe bezüglich der LED-Technik bereits eine lange Lernkurve hinter sich. „Mit dieser Technik können wir heute Energieeinsparungen von 60 bis 80 Prozent garantieren, nicht zuletzt weil LED-Technik auch steuerbar ist, d.h.: man kann sie in verkehrsarmen Zeiten stufenlos runterfahren, ohne dass das einheitliche Beleuchtungsbild eines Straßenzugs zerstört wird, wie beispielsweise, wenn man jede zweite Leuchte abschaltet.“

„Für eine Umrüstung ist vor allem eine gute Planung erforderlich“, berichtete Walfried Heinen, Kommunalbetreuer von „innogy“. Bei den LED-Herstellern müsse man mittlerweile mit langen Lieferzeiten rechnen. Das Sanierungsprojekt wurde im Zeitraum April bis September dieses Jahres umgesetzt, so Heinen.  Von der Bevölkerung gab es bislang keine Kritik an den LED-Leuchten. Sabine Preiser-Marian sieht den Grund vor allem darin, dass LED-Technik eine gefühlte höhere Helligkeit ausstrahle als Gelblicht.

Eifeler Presse Agentur/epa

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