ITB: Eifel Touristiker ziehen positive Bilanz

Von Reiner Züll Deutliche Zuwächse bei den Übernachtungen haben vor allem die Kommunen Blankenheim, Euskirchen, Hellenthal und Schleiden verbucht

NET-Geschäftsführerin Iris Poth (links) stellte auf der ITB in Berlin neue Projekte aus dem Kreis Euskirchen vor. Bild: Reiner Züll
NET-Geschäftsführerin Iris Poth (links) stellte auf der ITB in Berlin neue Projekte aus dem Kreis Euskirchen vor. Bild: Reiner Züll

Eifel/Berlin – Eine Veranstaltung der Rekorde war in diesem Jahr die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin, die am Sonntagabend zu Ende ging. 115.000 Fachbesucher von Mittwoch bis Freitag, und 60.000 Privatbesucher am Samstag und Sonntag, besuchten die weltgrößte Reisemesse, auf der Geschäftsverträge mit einem Volumen von 6,7 Milliarden Euro abgeschlossen wurden.

Auch die Touristiker aus Eifel und Ardennen waren mit dem Verlauf der Messe und der Entwicklung des Tourismus zufrieden und zogen eine positive Bilanz. Fritz Rötting, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, vermeldete in Berlin für den Kammerbezirk Rekordergebnisse des Reisejahres 2014. In den touristischen Betrieben zwischen Erkelenz und Euskirchen mit einer Gesamt-Kapazität von mehr als 21.600 Gästebetten seien rund 1,3 Millionen Besucher (+ 8,4 Prozent) und mehr als 3,2 Millionen Übernachtungen (plus zwölf Prozent) gezählt worden. 311.000 Gäste aus dem Ausland (+ 3,2 Prozent) hätten mehr als 832.000 Übernachtungen (+ 16,9 Prozent) gebucht.

IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting in Berlin. Foto: Reiner Züll
IHK-Geschäftsführer Fritz Rötting in Berlin. Bild: Reiner Züll

Im Kreis Euskirchen, so Fritz Rötting, sei die Zahl der ausländischen Besucher um 6,4 Prozent zurückgegangen, dennoch habe die Zahl der Besucher insgesamt mit rund 290.000 ein Anstieg von 5,3 Prozent bedeutet. Rötting: „Die systematische Arbeit der Nordeifel Touristik im Kreis Euskirchen scheint Früchte zu tragen“. Die 155 dort ansässigen Beherbergungsbetriebe hätten ihr Kontingent von 6.774 Gästebetten um 9,8 Prozent gesteigert.

Dies habe auch eine positive Entwicklung der Übernachtungszahlen zur Folge gehabt. Mehr als 888.000 Buchungen hätten ein Plus von 5,5 Prozent bedeutet. Die Zahl der Übernachtungen ausländischer Besucher schrumpfte jedoch um 12,3 Prozent auf rund 152.400.
Deutliche Zuwächse bei den Übernachtungen hätten die Kommunen Blankenheim, Euskirchen, Hellenthal und Schleiden verbucht. Der Eifelraum befinde sich insgesamt auf einem guten Weg, bilanzierte Fritz Rötting: „Die systematische Entwicklung des Angebots, des Nationalparks Eifel und Höhepunkte wie die Landesgartenschau in Zülpich profilieren und stärken die Region als Reiseziel.“

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Iris Poth bekamen in Berlin von de IHK gute Noten für den Eifeltourismus. Links Aachens Städteregionalrat Helmut Etschenberg und  rechts Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH. Bild: Reiner Züll
Iris Poth (hier neben Landrat Günter Rosenke 2.v.l.) bekamen in Berlin von de IHK gute Noten für den Eifeltourismus. Links Aachens Städteregionalrat Helmut Etschenberg und rechts Klaus Schäfer, Geschäftsführer der Eifel Tourismus GmbH. Bild: Reiner Züll

Im Nachbarkreis Düren habe der Ferienpark in Heimbach neue Anreize für viele Gäste geschaffen. Das habe sich in der Statistik des Kreises Düren bemerkbar gemacht. Mehr als 530.000 Buchungen hätten dort ein Plus von 32,9 Prozent bedeutet. Die 201.000 Übernachtungen ausländischer Gäste bedeuteten eine Zunahme von 139,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Im vergangenen Jahr ist mit dem Ferienpark Heimbach ein attraktives Ziel entstanden“, sagt Rötting: „Davon werden auch andere Anbieter touristischer Leistungen profitieren, weil die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 6,7 Tagen bei Inländern und 11,9 Tagen bei ausländischen Gästen extrem hoch ist.“

Wie Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer in Berlin nicht ohne Stolz vermeldete, seien letztes Jahr in Heimbach die Gästezahlen um 25 Prozent auf insgesamt 35.712 gestiegen. 12.768 davon (+76,5 Prozent) seinen ausländische Besucher gewesen.
Die Übernachtungszahlen seien um 101,1 Prozent auf 240.000 gestiegen, wobei die Übernachtungen ausländischer Gäste um 357,5 Prozent in die Höhe geschnellt seien. 170.000 der 240.000 Übernachtungen seien auf den Ferienpark entfallen, der erst im April eröffnet worden sei. In diesem Jahr würden sich diese Zahlen also noch erhöhen. „Wir rechnen dann allein im Ferienpark mit rund 200.000 Übernachtungen“, so Cremer.

Was der Heimbacher Ferienpark für den Kreis Düren sind im Kreis Euskirchen der Nationalpark Eifel, das Besucherzentrum Vogelsang und der Gartenschaupark in Zülpich. Das berichteten die Vorsitzende der Nordeifel Tourismus GmbH (NET), Iris Poth, und der Vorsitzende der Gesellschafter-Versammlung, Landrat Günter Rosenke, auf einer Pressekonferenz in Berlin. Die beiden stellten auf der ITB Veranstaltungshöhepunkte der NET im Kreis Euskirchen sowie das „Gästeticket Eifel“ vor.

Ziele seien die Steigerung der Tages- und Übernachtungsgästegäste, die Optimierung der Angebote und die stärkere Vernetzung der Tourismuspartner. Wie Landrat Rosenke („Tourismus ist harte Arbeit“) verlauten ließ, sei der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Kreis Euskirchen. Jährlich werde durch Tages- und Übernachtungs-Gäste ein Bruttoumsatz von 222 Millionen Euro erzielt. „Vor allem das Gastronomie- und Beherbergungswesen, aber auch der Einzelhandel profitieren davon“, so Rosenke.

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Nach der Eröffnung der Einrichtungen rund um das Besucherzentrum Vogelsang im Herbst dieses Jahres rechnet die NET mit jährlich 300.000 Besuchern. Bis zu 100.000 Besucher pro Jahr soll der Gartenschaupark mit Strandbad und Wasserspielplatz auf dem LaGa-Gelände der Stadt Zülpich bescheren. Der Park wird am 28. März dieses Jahres eröffnet.

Ein Besuchermagnet, so Iris Poth, werde die Thermen- und Badewelt in Euskirchen, deren Eröffnung in diesem Sommer stattfinden solle. 50 neue Arbeitsplätze entstünden in der Badelandschaft, in der jährlich eine halbe Million Besucher erwartet werden.

Als weitere interessante Angebote der NET stellten Iris Poth und Patrick Schmidder in Berlin den im Frühsommer im Betrieb gehenden neuen Aussichtsturm am „Weißen Stein“ und den Sternenpark Vogelsang IP mit der Astronomie-Werkstatt des Astronomen Harald Bardenhagen vor.

www.nordeifel-tourismus.de

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