Kostenlos E-Mobile laden am Kreishaus

Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, und Markus Böhm, Geschäftsführer ene-Unternehmensgruppe, weihten mit Grünstrom betriebene „E-Tankstelle“ offiziell ein

Markus Böhm (v.l.) und Landrat Günter Rosenke weihten die neue E-Ladestation direkt am Kreishaus ein. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Böhm (v.l.) und Landrat Günter Rosenke weihten die neue E-Ladestation direkt am Kreishaus ein. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Der Landrat des Kreises Euskirchen macht weiter Ernst mit seiner Klimaoffensive: Am vergangenen Mittwoch nahm Günter Rosenke zusammen mit Markus Böhm, Geschäftsführer des regionalen Energiedienstleisters ene-Unternehmensgruppe, eine Ladestation für Elektrofahrzeuge direkt am Kreishaus Euskirchen in Betrieb. Es ist die mittlerweile sechste „E-Tankstelle“ der „ene“ in der Region.

Landrat Rosenke: „Wir wollen weiter Vorbild in Sachen Klimaschutz sein und die Bürger und Bürgerinnen dazu animieren, sich nach ihren Möglichkeiten für eine CO2-Reduzierung einzusetzen.“ Da die Anzahl der elektrisch betriebenen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen den Erwartungen bislang weit hinterherhinke, sei es umso wichtiger, durch passende Infrastruktur und positive Beispiele das Thema E-Mobility voranzutreiben. Rosenke: „So nutzen wir bereits zwei E-Diensträder, die uns von der »ene« zur Verfügung gestellt wurden, und wollen unsere Dienstwagenflotte nach und nach mit Elektroautos umrüsten.“

Dazu habe der Kreis Fördergelder in Höhe von 73.000 Euro akquirieren können, mit denen zusätzlich mit Eigenmitteln in gleicher Höhe neben E-Mobilien auch weitere zwei E-Bikes angeschafft werden sollen. Die Ladestation am Kreishaus können von Kreishauskunden sogar bis auf weiteres kostenlos genutzt werden, so der überzeugte E-Bike-Fahrer Günter Rosenke.

Gespeist werden die Ladestationen der „ene“ mit Grünstrom, der zum Teil sogar über die Deponiegasanlage der Kreismülldeponie gewonnen wird. Nur dann machten E-Mobile Sinn, so Markus Böhm: „Denn sonst verlagert man den Kohlendioxyd-Ausstoß nur vom Auspuff zum nächsten konventionellen Kraftwerk.“

Neben zwei Schnelllademöglichkeiten mit bis zu 22 kW kann man auch Elektroräder an der neuen Ladestation direkt vor der Tiefgarage des Kreishauses „betanken“. Zum Zugang ist lediglich eine Tankkarte der „ene“ nötig, übergangsweise soll der Ladevorgang sogar per SMS funktionieren. Trotz neuster Prämienanreize lasse der E-Mobil-Boom allerdings weiter auf sich warten, so Landrat Rosenke: „Im Kreis Euskirchen gibt es bislang 143 zugelassene Elektromobile und 490 Hybrid-Fahrzeuge, bundesweit sind es etwa 50.000.“

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Markus Böhm ist sich aber sicher: „Strom ist der Treibstoff von morgen. Mit wachsenden Kapazitäten und damit Reichweiten der Fahrzeuge werden wir noch Quantensprünge erleben.“ Wichtig sei aber auch eben ein sinnvolles Netz der Ladestationen nach einem fundierten Konzept, so Böhm weiter: „Deshalb wollen wir in allen Kommunen an strategisch wichtigen Stellen eine Ladestation installieren.“ Bislang ist das in Kall, Heimbach, Kommern, Schleiden, Hellenthal und Euskirchen der Fall, weitere E-Tankstellen befinden sich in Planung oder sogar Umsetzung wie in Nettersheim. Dazu hat die „ene“ E-Bike-Ladestationen in Bad Münstereifel und Kronenburg errichtet.

Die „ene“ hatte sich mit Elektroautos bereits an Car-Sharing-Projekten im ländlichen Raum, den sogenannten „Dorf-Autos“, beteiligt. Böhm: „Auch für Kommunen gibt es interessante Fördermöglichkeiten: So kann man beispielsweise die Differenz zwischen der Anschaffung eines konventionellen und eines E-Mobils gefördert bekommen.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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