Auszeichnung UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ für „Schöpfungspfad“

Themenweg im Nationalpark Eifel ist ein Kooperationsprojekt des Ökumenischen Netzwerks „Kirche im Nationalpark Eifel“ (Geschäftsführung Bistum Aachen) und der Nationalparkverwaltung Eifel

Im Auftrag der Vereinten Nationen überreicht Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Mitte) vom Bundesamt für Naturschutz die Auszeichnung an Dr. Manfred Körber (links), den Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Aachen, und Michael Lammertz (rechts), den stellvertretender Leiter des Nationalparkforstamts Eifel. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)
Im Auftrag der Vereinten Nationen überreicht Prof. Dr. Karl-Heinz Erdmann (Mitte) vom Bundesamt für Naturschutz die Auszeichnung an Dr. Manfred Körber (links), den Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Aachen, und Michael Lammertz (rechts), den stellvertretender Leiter des Nationalparkforstamts Eifel. (Foto: Nationalparkverwaltung Eifel/M. Weisgerber)

Schleiden-Gemünd – Der Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel ist jetzt zum „Ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt“ gekürt worden. Diese Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für den Erhalt der biologischen Vielfalt einsetzen. Die offizielle Urkunde übergab Professor Dr. Karl-Heinz Erdmann vom Bundesamt für Naturschutz an Dr. Manfred Körber, Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat, und Michael Lammertz, stellvertretender Leiter des Nationalparkforstamts Eifel / Wald und Holz NRW.

„Der Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel ist eine wahre Erfolgsgeschichte. Die Jury der UN-Dekade Biologische Vielfalt hat besonders beeindruckt, dass durch Zählungen bestätigt, pro Jahr rund 6.700 Personen den Schöpfungspfad nutzen. Auf das Erreichte dürfen die beteiligten Personen von ganzem Herzen sehr stolz sein!“, sagte Erdmann. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für biologische Vielfalt erklärt.

Der Schöpfungspfad ist seit 2009 ein Kooperationsprojekt des Ökumenischen Netzwerks „Kirche im Nationalpark Eifel“ (Geschäftsführung Bistum Aachen) und der Nationalparkverwaltung Eifel. Der rund zweieinhalb Kilometer lange Pfad steht unter dem Motto „Dem Leben auf der Spur“. Er lädt ein, einen spirituellen Zugang zur einmaligen Landschaft des Nationalparks zu erleben. Auf drehbaren Tafeln führen biblische, religiöse oder literarische Texte hin zum bewussten Wahrnehmen und Meditieren. Diese verschiedenen Stationen greifen die Gegebenheiten der vielfältigen Natur am Wegesrand auf. Zu entdecken sind unterschiedliche Waldtypen, knorrige Eichen, ein Bachtal, kleinere Felsen und die Weite des offenen Graslandes auf der Dreiborner Hochfläche.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Für das nächste Hochwasser gut gerüstet

Eine Besonderheit ist die Station „Weg zur Mitte“: Sie thematisiert den Lebensweg des Menschen und ist als begehbares Labyrinth gestaltet. „Der Schöpfungspfad sensibilisiert die Sinne. Man merkt: Es lohnt sich, die Vielfalt der Natur kennen und schätzen zu lernen. Gläubige vieler Religionen begreifen die Natur als Gottes Schöpfung. Ihre Bewahrung ist ein Auftrag für uns Menschen“, so Manfred Körber. Der Arbeitskreis Spiritualität des Netzwerks bietet zudem mit viel ehrenamtlichem Engagement kostenlos regelmäßig offene, spirituell begleitete Wanderungen an. Darüber hinaus veranstaltet auch die „Seelsorge in Nationalpark Eifel und Vogelsang“ Führungen.

Als Teil des Wegenetzes des Nationalparks Eifel ist der Themenpfad jederzeit offen und begehbar. Er ist in Simmerath-Erkensruhr/Hirschrott gelegen und führt hinauf auf die Dreiborner Hochfläche. Südlich des ehemaligen Weilers Leykaul endet der Schöpfungspfad.

„Bei genauerer Betrachtung verfolgen wir exakt dasselbe Ziel“, betont Michael Lammertz das gemeinsame Anliegen. „Wir sprechen von Prozessschutz oder Erhalt der Biodiversität, während es kirchlicherseits Bewahrung der Schöpfung heißt“.

Weitere Informationen zum Schöpfungspfad: www.kirche-im-nationalpark.de

(epa)

Kommentar verfassen