Leitung der Sozialen Dienste wird jetzt von zwei Personen geschultert

Christoph Danes und seine Kollegin Jennifer Schütt-Winter betreuen fortan die Standorte der Nordeifelwerkstätten

Christoph Danes und Jennifer Schütt-Winter leiten fortan die Sozialen Dienste der Nordeifelwerkstätten. Foto: NEW
Christoph Danes und Jennifer Schütt-Winter leiten fortan die Sozialen Dienste der Nordeifelwerkstätten. Foto: NEW

Euskirchen/Kall – „Wir haben den gestiegenen Anforderungen Rechnung getragen und die Leitung der Sozialen Dienste auf zwei Personen verteilt“, berichtete jetzt Markus Wilden, Leiter der Werkstattstandorte Kuchenheim und Kall, über einen besonderen Bereich der Nordeifelwerkstätten (NEW). Die Sozialen Dienste sind Schnittstelle zwischen den Beschäftigten der NEW, also Menschen mit Behinderungen im körperlichen, geistigen oder psychischen Bereich, die an fünf eigenen Standorten sowie Außenarbeitsplätzen im gesamten Kreis Euskirchen tätig sind, und der Verwaltung der NEW, Kostenträgern, Behörden, potentiellen oder vorhandenen Arbeitgebern, Kooperationspartner für Praktikumsstellen und vieles mehr.

Besonders wichtig sei der NEW, so Wilden, dass die Belange der Beschäftigten berücksichtigt werden: „Wir finden gemeinsam heraus, welche Interessen und Fähigkeiten der oder die Einzelne mitbringt und suchen dann die geeignete Beschäftigung.“ Dabei können die NEW auf eine Vielzahl von Möglichkeiten zurückgreifen. „Für den einen ist Kundenkontakt wichtig, der kann dann vielleicht in einem unserer Lebensmittelmärkte, den Kantinen oder unserer Wäscherei unterkommen. Ein anderer braucht eine ruhige Beschäftigung und das am besten unter freiem Himmel – der kann dann in den Garten- und Landschaftsbau.“

Ob Druckerei, Technik, Verpackung oder Logistikunternehmen: In allen Bereichen werden neben den handwerklichen Fertigkeiten auch die psycho-sozialen Bereiche gefördert. Dazu dienen etwa Workshops, Freizeiten, künstlerisches Gestalten oder Musizieren, Schreibwerkstatt, Kampfsport oder Tanz.

Christoph Danes: „Wir stellen den Menschen ins Zentrum, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.“ Seit seinem Umzug in die Eifel vor einem halben Jahr hatte er schon ein Auge auf die NEW geworfen, war aber vorerst seinem bisherigen Arbeitgeber am Niederrhein treu geblieben. Dort arbeitete er in Wohngruppen mit Menschen mit geistigen Behinderungen zusammen. Als Wilden ihm die Abteilungsleiterstelle der Sozialen Dienste Kuchenheim anbot, schlug Danes zu. Der 47-jährige Familienvater zweier Kinder, der in seiner Freizeit gern mit seiner Frau klettern geht: „Das ist ein spannendes Feld, in dem man viel bewegen kann.“

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Seine Kollegin Jennifer Schütt-Winter, die hauptsächlich am NEW-Standort Kall eingesetzt ist, kann das nur bestätigen: „Es ist toll, die Beschäftigten zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich entwickeln und zu sehen, wie sie in der Berufswelt Fuß fassen.“ Bereits seit Mai 2013 ist die 35-Jährige bei den Nordeifelwerkstätten und sagt: „Das ist einfach ein toller Job, es bringt Spaß, mit Menschen zu arbeiten.“

„Eine der Voraussetzungen für die Leitung der Sozialen Dienste war die Fähigkeit, auch mal querzudenken“, sagt Markus Wilden. „Das ist bei uns nämlich nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht.“ Diese Fähigkeit legten sowohl Christoph Danes als auch Jennifer Schütt-Winter an den Tag, so dass man sich sicher sei, die richtigen Leute an die richtige Stelle gesetzt zu haben.

Eifeler Presse Agentur/epa

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