JSG 2: Mehr als nur ein Provisorium

Mit Video Schleidener Stadtrat besichtigte die neu renovierten Räumlichkeiten für die Jahrgänge 5 bis 7 am Schulzentrum Mühlenberg – Zusammenhalt aller Betroffenen ist nach dem Brand größer denn je

Der Erste Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter (rechts), und der Schuleiter des JSG, Georg Jöbkes, informierten die Mitglieder des Stadtrats über die geleisteten Arbeiten am neuen Schulstandort „JSG 2“. Bild: Kerstin Wielspütz
Der Erste Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter (rechts), und der Schuleiter des JSG, Georg Jöbkes, informierten die Mitglieder des Stadtrats über die geleisteten Arbeiten am neuen Schulstandort „JSG 2“. Bild: Kerstin Wielspütz/Stadt Schleiden

Schleiden – Mit spontanem Applaus teilten die Mitglieder des Schleidener Stadtrats ihre Begeisterung für die neuen Räumlichkeiten des Städtischen Johannes-Sturmius-Gymnasiums (JSG) am Schulzentrum Mühlenberg mit, die sie am Dienstagabend inspizieren durften. Nach dem Brand am JSG waren in einer leerstehenden Etage der Astrid-Lindgren-Schule in kürzester Zeit Ausweichmöglichkeiten für bis zu 150 Kinder der Jahrgänge 5 bis 7 geschaffen worden. Der Applaus galt jedoch nicht nur den frisch renovierten Klassenzimmern, in denen der moderne und zukunftsorientierte Unterricht schon wenige Tage nach dem Brand weitergehen konnte, sondern er galt vor allem der Stadtverwaltung, der Schulleitung, den Lehrerinnen und Lehrern und nicht zuletzt den Eltern und Schülern, die in einer spontanen Gemeinschaftsaktion die neuen Räumlichkeiten hergerichtet hatten.

Die Mitglieder des Schleidener Stadtrats waren begeistert: Stadtverwaltung, Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt Eltern und Schüler hatten in einer spontanen Gemeinschaftsaktion die neuen Räumlichkeiten hergerichtet.
Die Mitglieder des Schleidener Stadtrats waren begeistert: Stadtverwaltung, Schulleitung, Lehrerinnen und Lehrer und nicht zuletzt Eltern und Schüler hatten in einer spontanen Gemeinschaftsaktion die neuen Räumlichkeiten hergerichtet. Bild: Kerstin Wielspütz/Stadt Schleiden

Nach dem Brand, der in der Donnerstagnacht vom 15.11. auf den 16.11. stattfand, war es gelungen, bereits am darauffolgenden Mittwoch den Unterricht für die ersten Schülerinnen und Schüler in den neuen Räumlichkeiten wieder aufzunehmen. „Das hat auch nur funktioniert, weil nicht etwa die Projektidee so gut war, sondern weil uns viele Freiwillige dabei unterstützt haben, diese umzusetzen“, sagte der Erste Beigeordnete der Stadt Schleiden, Marcel Wolter. Wolter hatte die Ratsmitglieder in den neuen Schulstandort eingeladen, damit diese sich selbst ein Bild von den geleisteten Arbeiten machen konnten. Es sei weit über den normalen Arbeitsalltag hinaus gearbeitet worden.

Man habe sämtliche Klassen des JSG 2 neu gestrichen und renoviert, so dass es möglich sei, am neuen Standort ohne Probleme eineinhalb Jahre lang einen qualifizierten Unterricht zu erteilen. Die Nutzungsmöglichkeiten des Schulhofs seien sogar noch besser als am alten Standort. „Wir sind sehr stolz darauf, dass alles geklappt hat“, so Wolter.

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Die neuen Klassenräume stießen beiu den Ratsmitgliedern auf Begeisterung. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die neuen Klassenräume stießen beiu den Ratsmitgliedern auf Begeisterung. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

JSG-Schulleiter Georg Jöbkes gewann dem Unterricht an zwei Standorten sogar noch einen gesundheitlichen Vorteil ab. Denn selbstverständlich finde der Fachunterricht auch weiterhin in den unversehrt gebliebenen Fachräumen am Hauptstandort statt, so dass es immer mal wieder am Tag einen kleinen Spaziergang an frischer Luft für Schüler und Lehrpersonal gebe. Die Kinder würden beim Gebäudewechsel von den Lehrern begleitet.

„Wir waren heilfroh, dass wir diese Räumlichkeiten gefunden haben. Wenn es diese Etage nicht gegeben hätte, dann wäre es eng geworden“, so Jöbkes. Besonders freute sich der Schulleiter über die „nette Nachbarschaft“. Denn Schulleitung und Lehrerkollegium sowie die Kinder der Astrid-Lindgren-Schule hatten die neuen Mitbewohner mit offenen Armen empfangen.

Man versuche, die neue Situation letzten Endes auch mit Humor zu nehmen, so Jöbkes. Es gebe jetzt einen Fahrradparkplatz am JSG 1, wo die „Dienstfahrräder“ parkten. Einer der Kollegen fahre allerdings lieber mit seinem Kickboard, ein anderer mit seinem Roller. Was die Stadtverwaltung in wenigen Tagen umgesetzt habe, das sei herausragend gewesen. Vor allem unter Anleitung von Jürgen Henz, dem städtischen Energieberater, sei es gelungen, die Arbeiten perfekt zu koordinieren und rasch umzusetzen.

„Man sieht hier deutlich, dass Schule mehr ist als nur ein Gebäude“, freute sich auch der neue Bürgermeister der Stadt Schleiden, Ingo Pfennings, der ab Montag, 17. Dezember, seinen ersten offiziellen Arbeitstag beginnt, doch bereits jetzt bei allen wichtigen Entscheidungen der Stadt mit dabei ist. Der Zusammenhalt am JSG habe sich nach dem Brand enorm vergrößert. „Alle haben gemeinsam über alle Maßen eine tolle Leistung erbracht“, so Pfennings: „Die Räumlichkeiten hier am Schulzentrum sind kein Provisorium, sondern eine perfekte Alternative für die Überbrückung der Zeit, bis es wieder zurückgeht.“

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Damit auch am neuen Schulstandort mit zeitgemäßen Medien gearbeitet werden kann, wird zurzeit noch eine moderne IT-Infrastruktur aufgebaut und eingerichtet.

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