Wann singt ein Jude?

Multimediales Programm über das Sprechende in der jüdischen Musik im KunstForumEifel

Der Bonner Klezmermusiker Georg Brinkmann will in Gemünd ein Programm über die jüdische Kultur zeigen. Foto: Meike Lindeck
Der Bonner Klezmermusiker Georg Brinkmann will in Gemünd ein Programm über die jüdische Kultur zeigen. Foto: Meike Lindeck

Schleiden-Gemünd – Die Musikalität der Sprache und das Sprechende der Musik in der jüdischen Kultur will der Bonner Klezmermusiker Georg Brinkmann seinem Publikum in dem multimedialen Programm „Wann singt ein Jude?“ näherbringen, und zwar am diesjährigen Holocaust-Gedenktag, Sonntag, 27. Januar ab 18 im KunstForumEifel, Dreiborner Str. 22, Schleiden-Gemünd.

Brinkmann: „Sprache und Musik liegen in der jiddischen Kultur nah, ja untrennbar zusammen. Das Volk des Buches ist auch ein Volk des Klanges, des Gesanges und des Tanzens. Wer so ausdauernd nach den ersten und den letzten Dingen fragt, kommt am nicht Sagbaren nicht vorbei.“

Ob Sprache, ob Klezmermusik, jiddische Lieder und Tanz, ob kantorales Gebet oder jiddischer Witz – durch alle Medien hindurch pulse ein starker Ausdruckswillen, der diese Kultur so rätselhaft und anziehend mache.

In seinem Programm will Brinkmann Autoren wie Itzik Manger, Avrom Sutzkever, Manes Sperber und Friedrich Torberg eine Stimme verleihen und dazu kantoraler Gesang, Klezmerklänge, jiddische Lieder und Nigunim darbieten. Dabei können die Zuhörer auch aktiv die Beredtheit der Musik erfahren.

Bei der etwa 75-minütigen Veranstaltung ist der Eintritt frei, Spenden sind willkommen. Unterstützt wird das KunstForumEifel von der Bürgerstiftung Schleiden. Weitere Informationen im Internet:  www.kunstforumeifel-gemuend.de

(epa)

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