„Eifel Hero Triathlon“: KSKler erhielten Tipps von Profisportlern

Am 29. Juni gehen auch 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Euskirchen beim Triathlon in Blankenheim mit an den Start – Beim „Swimday“ am Freilinger See kann man schon mal die Wasserstrecke testen

KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer (Mitte) begrüßte im Hauptsitz der KSK Euskirchen die Triathleten David Breuer (v.l.), Cora Hetkamp, Ralf Hetkamp und Jörg Brang. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer (Mitte) begrüßte im Hauptsitz der KSK Euskirchen die Triathleten David Breuer (v.l.), Cora Hetkamp, Ralf Hetkamp und Jörg Brang. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Der „Eifel Hero Triathlon“ wirft seine Schatten voraus. Zumindest für 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), die sich zurzeit fit machen, um beim Schwimmen, Radfahren und Laufen in Blankenheim rund um den Freilinger See nicht vorzeitig aus der Puste zu geraten. Für sie wurde es jetzt schon ernst, allerdings nur theoretisch. Denn am Mittwochabend kamen vier Triathlon-Experten in den Hauptsitz der KSK Euskirchen an der Von-Siemens-Straße, um den Hero-Anwärtern einige Tipps zu geben, die bei einem Triathlon beherzigt werden sollten. Die Ratschläge haben sich die KSK-Sportler redlich verdient, denn das älteste Kreditinstitut der Region fungiert beim „Eifel Hero Triathlon“ als Gold-Sponsor.

Die Erstausgabe des Eifeler Triathlon mit Volks- und Kurzdistanz findet am Samstag, 29. Juni, statt. Einen Tag später, am 30. Juni, startet dann der 1. Eifel Hero Swim and Run für Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche im Alter von 8 bis 15 Jahren. Bis dahin ist also nicht mehr allzu viel Zeit.

Sprach den Wettkampfteilnehmern Mut zu: KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sprach den Wettkampfteilnehmern Mut zu: KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Begrüßt wurden die Sportler, Ralf und Cora Hetkamp, David Breuer und Jörg Brang, von KSK-Vorstandsmitglied Hartmut Cremer, der selbst kein unbeschriebenes sportliches Blatt ist, sondern bereits zwei Mal einen Marathon absolviert hat.

Zunächst hatte in der von Ralf Hetkamp moderierten Infoveranstaltung seine Frau Cora das Wort, die ihren ersten Triathlon 1994 gelaufen ist und bereits zehn Langdistanz- und Ironman-Rennen hinter sich hat. Unter anderem war sie bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Hawaii mit dabei. Bei ihr drehte sich an diesem Abend alles um die Frage, ob man beim Schwimmen besser im Neoprenanzug oder in Textilbekleidung an den Start gehen sollte.

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Cora Hetkamp informierte über Vor- und Nachteile von Neoprenanzügen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Cora Hetkamp informierte über Vor- und Nachteile von Neoprenanzügen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Neoprenanzüge dienen vor allem als Kälteschutz“, berichtete sie. Neopren sei daher nicht unbedingt erforderlich, wenn das Wetter entsprechend warm sei. Zu beachten sei jedoch, dass es bei der Materialdicke eine Obergrenze von fünf Millimetern gebe. Weiterhin sollte man an eine Schwimmbrille denken sowie an eine Badekappe. „Ich empfehle sogar eine Ersatz-Badekappe, da diese schnell reißen können“, so die Expertin. Als Bekleidung reiche normale Schwimmbekleidung aus, über die man notfalls den Neoprenanzug ziehen könne. Auf Baumwolle empfahl Hetkamp ganz zu verzichten und sich stattdessen lieber Sportkleidung aus Mikrofasern zu gönnen, die schneller trockne. Die Kleidung sollte auch nicht zu weit, sondern lieber etwas enger sein. „Wenn 300 Teilnehmer gleichzeitig an den Start gehen, sieht es so oder so aus wie eine Würstchenparade“, meinte die Sportlerin. Falsche Scham sei da unangebracht.

Cora Hetkamp räumte schließlich noch mit einem Vorurteil auf: „Man muss keinesfalls bei der Schwimmdistanz zwingend kraulen, sondern darf selbstverständlich auch Brustschwimmen“, berichtete sie. Der Brustschwimmer behalte sogar meist den besseren Überblick auf dem offenen Gewässer als der Kraulende.

Profi-Triathlet David Breuer hatte Tipps rund um das Thema Radfahren mitgebracht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Profi-Triathlet David Breuer hatte Tipps rund um das Thema Radfahren mitgebracht. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Dringend empfahl Hetkamp allerdings, am 11. Mai beim 1. Swimday am Freilinger See teilzunehmen. „Dann kann man unter Aufsicht des DLRG die Schwimmstrecke schon mal testen und sich auch bereits einen Neoprenanzug für 50 Euro leihen (plus 150 Euro Pfand), wenn man möchte.“ Der Anzug wird einem dann am Wettkampftag erneut zur Verfügung gestellt. Und ganz wichtig zu wissen: „Beim Neoprenanzug ist der Reißverschluss hinten!“ Der Versuch, den Anzug falsch herum anzuziehen, hat, so Hetkamp, schon manchem Sportler ein frühes Wettkampfende samt Nervenzusammenbruch beschert.

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In Sachen Radfahren hatte David Breuer ebenfalls reichlich Tipps für die Teilnehmer zur Hand. Der Profitriathlet geht seit 2015 bei weltweiten Triathlon-Rennen an den Start und hat 2018 seinen ersten Ironman in Spanien in 8:25 Stunden absolviert. Breuer berichtete, dass man nicht unbedingt ein Zeitfahrrad benötige, um beim Triathlon an den Start zu gehen. „Ein Trekking- oder Rennrad sind auch erlaubt“, sagte er. Wichtig seien darüber hinaus ein Helm, Radschuhe, Verpflegung und das Startnummernband. Optional könne man auch noch eine Sonnenbrille mitnehmen.

„Um sich optimal vorzubereiten, empfehle ich, vorab einen Materialcheck durchzuführen. Ausreichend Radbeherrschung ist ebenfalls nötig sowie eine gute Streckenkenntnis und regelmäßiges Training“, so Breuer. Beim Wettkampf seien vor allem Konzentration, Pacing und Spaß gefragt. Weiterhin hatte der Profisportler einige Insider-Tricks parat, damit man im Gewühl der Wechselzone sein Rad nicht zu lange suchen müsse. Das Thema „Umziehen“ sei bei einem Triathlon quasi die vierte Disziplin und sollte ebenfalls eingeübt werden, um sich beispielsweise in seinem Neoprenanzug nicht hoffnungslos zu verknoten.

Jörg Brang informierte über die richtige Lauftechnik und mahnte, das Ausgleichstraining nicht zu vernachlässigen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Jörg Brang informierte über die richtige Lauftechnik und mahnte, das Ausgleichstraining nicht zu vernachlässigen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Rund ums Thema Laufen informierte sodann Jörg Brang, der seinen ersten Triathlon 1987 absolvierte und seither an weiteren fünf Langdistanz- und Ironman-Rennen teilnahm. Beim Thema „Laufschuh“ sei nicht so sehr der Name des Schuhs entscheidend, sondern die Passform. „Noch wichtiger als die Schuhe ist die richtige Lauftechnik“, so Brang. Wer zu viel und zu hart trainiere und seine Regenerationsphasen nicht einhalte, tue sich keinen Gefallen. Neben dem Lauftraining müsse unbedingt an der Stabilität des Rumpfes gearbeitet werden. Diese werde nicht durch das Laufen erreicht, sondern nur durch regelmäßiges Stabilitätstraining der Muskulatur.

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Auch in Sachen Ernährung hatten die Sportler noch einige Tipps auf Lager: „Die Wettkampfnahrung sollte hoch konzentriert und leicht verdaulich sein“, so Cora Hetkamp. Vollkorn sei schlecht verdaulich, ein Weißbrot mit Honig daher weitaus besser. Auch sollte man beim Trinken vorsichtig sein. Zu viel Wasser könne auch schaden und den Körper überhydrieren. Hier empfahlen die Sportler isotonische Getränke.

Die Volksdistanz besteht aus 500 Meter Schwimmen, 25 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Bei der Kurzdistanz muss man einen Kilometer weit schwimmen, 45 Kilometer radeln und zehn Kilometer auf Schusters Rappen zurücklegen. Weitere Infos unter:

www.eifelhero.de

 

Eifeler Presse Agentur/epa

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