Neun Schüler erkundeten den Bereich Heilerziehungspflege bei den NEW

Die jungen Leute ließen sich über Anforderungen und Perspektiven eines sozialen Berufsbilds informieren und warfen nebenher einen Blick in eines der größten Unternehmen des Kreises Euskirchen

Eine der Berufsmöglichkeiten bei den Nordeifelwerkstätten ist die Tätigkeit als Heilerziehungspfleger/in, wie Anja Elfroth vom Sozialen Dienst der NEW Schülerinnen und Schülern erklärte. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Eine der Berufsmöglichkeiten bei den Nordeifelwerkstätten ist die Tätigkeit als Heilerziehungspfleger/in, wie Anja Elfroth vom Sozialen Dienst der NEW Schülerinnen und Schülern erklärte. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Die Nordeifelwerkstätten (NEW) haben viel zu bieten. Und das nicht nur für Menschen mit Behinderung, sondern auch für Mitarbeiter ohne Behinderung. Davon ließen sich jetzt neun Schülerinnen und Schüler, fünf aus der Gesamtschule Mechernich und vier aus der Gesamtschule Euskirchen, bei einer Berufsfelderkundung am NEW-Standort Kuchenheim überzeugen. Im Fokus stand dabei der Bereich der Heilerziehungspflege. Anja Elfroth, Sozialpädagogin im Sozialen Dienst der NEW Kuchenheim, berichtete zunächst von ihrem eigenen Werdegang bei den NEW. „Ich habe erstmal ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert. Und ich kann euch nur dazu ermuntern. Denn dabei gewinnt ihr nicht nur an Selbstvertrauen, erhaltet Klarheit über eure beruflichen Ziele, sondern verbessert auch eure Bewerbungschancen“, berichtete sie den Achtklässlern.

Nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr habe sie sich entschieden, sich zur Heilerziehungspflegerin ausbilden zu lassen, um anschließend auch in einem Heilpädagogischen Arbeitsbereich bei den NEW zu arbeiten. Die Arbeit habe ihr so großen Spaß gemacht, dass sie auch noch Sozialpädagogik und Management studiert habe.

Hat selbst mit einem Freien Sozialen Jahr in die „NEW-Welt“ hineingeschnuppert und nach Ausbildung und Studium bei den Nordeifelwerkstätten ihren festen Arbeitsplatz, aber auch ihre Berufung gefunden: Anja Elfroth ist bei den Sozialen Diensten Schnittstelle zwischen Beschäftigten, Mitarbeitern, Verwaltung, Kostenträgern und Bewerbern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Hat selbst mit einem Freien Sozialen Jahr begonnen  und nach Ausbildung und Studium bei den Nordeifelwerkstätten ihren festen Arbeitsplatz, aber auch ihre Berufung gefunden: Anja Elfroth ist bei den Sozialen Diensten Schnittstelle zwischen Beschäftigten, Mitarbeitern, Verwaltung, Kostenträgern und Bewerbern. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Sozialen Dienste sind Schnittstelle zwischen den Beschäftigten der NEW, also Menschen mit Behinderungen im körperlichen, geistigen oder psychischen Bereich, die an vier eigenen Standorten sowie Außenarbeitsplätzen im gesamten Kreis Euskirchen tätig sind, und der Verwaltung der NEW, Bewerbern, Kostenträgern, Behörden, potentiellen oder vorhandenen Arbeitgebern, Kooperationspartner für Praktikumsstellen und vieles mehr.

„In meinem Beruf unterstützt man Menschen mit Behinderungen bei alltäglichen Aufgaben und führt pflegerische Tätigkeiten aus“, so Elfroth. Voraussetzung für diesen Beruf seien vor allem Sozialkompetenz, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit.

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Ausbilden lassen könne man sich auf zwei Arten. „Zum einen gibt es die klassische Ausbildung. Nachdem ihr zwei Jahre lang den schulischen Teil eurer Ausbildung abgeleistet habt, erfolgt im dritten Ausbildungsjahr das Berufspraktikum, um die staatliche Anerkennung zu erhalten“, berichtete Elfroth. Das Berufspraktikum werde in Vollzeit absolviert und dauere zwölf Monate.

Alternativ könne man aber auch eine praxisintegrierte Ausbildungsform wählen. Dabei handele es sich um eine ideale Verbindung zwischen Schulunterricht und Tätigkeit im Betrieb. Die Dauer betrage ebenfalls insgesamt drei Jahre. „Für die praxisintegrierte Ausbildung benötigt ihr die Fachoberschulreife und eine einschlägige Berufsausbildung. Es gibt aber auch zahlreiche Alternativen wie beispielsweise eine Fachhochschulreife samt einem 800-Stunden-Praktikum im Sozial- bzw. Gesundheitswesen“, so Elfroth, die empfahl, sich bei Interesse einfach mal rundum bei den NEW informieren zu lassen.

Die jungen Leute hatten großes Interesse an den Ausführungen von Anja Elfroth und schrieben fleißig mit. Viele von ihnen berichteten, dass sie später einmal einen sozialen Beruf ergreifen möchten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die jungen Leute hatten großes Interesse an den Ausführungen von Anja Elfroth und schrieben fleißig mit. Viele von ihnen berichteten, dass sie später einmal einen sozialen Beruf ergreifen möchten. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

„Bei den NEW zu arbeiten bietet zahlreiche Vorteile, neben einer angemessenen Vergütung, regelmäßigen Reflexionsgesprächen und Gesprächsrunden gibt es hier auch ein fachspezifisches Angebot von internen und externen Fortbildungen sowie ein betriebliches Gesundheitsmanagement“, warb Elfroth für eine Ausbildung bei den NEW.

Die neun jungen Leute, die am Dienstagmorgen auch an einer Führung durch den Standort Kuchenheim teilnahmen, waren erstaunt über das breite Dienstleistungs- und Produktionsspektrum der NEW, das unter anderem Bereiche wie Verpackung- und Konfektionierung, Montage, Wäscherei, Küche, Holzbau, Hauswirtschaft, Elektromontage, Druck, Gartenarbeit sowie Lager- und Logistik umfasst. Viele realisierten zum ersten Mal, dass die NEW keine „Behindertenwerkstatt“ sind, sondern eines der größten Unternehmen im Kreis Euskirchen mit vielfältigen Möglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung darstellen.

Eifeler Presse Agentur/epa

 

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