Kita-Beiträge werden erlassen

Kreisverwaltung und Kreispolitik sind sich einig

Wegen des Betretungsverbots von Kindergärten will der Kreis Euskirchen Eltern den Kindergartenbeitrag im März erlassen. Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Wegen des Betretungsverbots von Kindergärten will der Kreis Euskirchen Eltern den Kindergartenbeitrag im März erlassen. Symbolbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Gute Nachricht für alle Kita-Eltern: Kreisverwaltung und Kreispolitik sind sich einig, den Elternbeitrag für März zu erlassen. Hintergrund ist die Entscheidung der Landesregierung, wonach aufgrund der Corona-Pandemie aktuell ein Betretungsverbot für Kinder in Tagesbetreuung herrscht. Nur Kinder von Eltern in sogenannten Schlüsselpositionen der kritischen Infrastruktur (Pflege, Medizin, Versorgung usw.) dürfen weiterhin betreut werden. Alle anderen Kinder müssen von ihren Eltern zuhause betreut werden.

Über die Kreis-Hotline zur Kinderbetreuung gingen in den vergangenen Tagen vermehrt Anfragen ein, ob denn – trotz quasi geschlossener Kita – weiterhin Elternbeiträge gezahlt werden müssen. Die Kreisverwaltung hat aufgrund der einzigartigen Lage nun in einer Dringlichkeitsentscheidung für Kreisausschuss, Kreistag und Jugendhilfeausschuss vorgeschlagen, den Elternbeitrag für den Zeitraum des Betretungsverbotes zu erlassen, zunächst für den März. Sollte das Betretungsverbot verlängert werden, werden weitere Elternbeitragsbefreiungen zu prüfen sein.

„Dies würde ohne rechtliche Verpflichtung geschehen. Es handelt sich um einen freiwilligen Verzicht auf Erträge aus Elternbeiträgen für Betreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Höhe von etwa 335.000 Euro (ein Monat)“, heißt es in der Vorlage für die Politik. Eine unterschiedliche Behandlung von Eltern, die als Schlüsselpersonen gelten, und solchen, die ihre Kinder selber betreuen müssen, sollte es nach Auffassung der Fachabteilung nicht geben.

Auch für Landrat Günter Rosenke ist klar: „Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Von daher begrüße ich sehr, dass Verwaltung und Politik hier in kürzester Zeit Einigkeit erzielt haben und sich für die Erstattung der Beträge ausgesprochen haben.“ Wichtig sei es aber, dass die Eltern nicht von sich aus die Einzahlung stoppen. Dies würde zu erheblichem Mehraufwand führen.

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(epa)

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