Sprachförderboxen für SmiLe-Programm an Schulen verteilt

Unterstützung für zugewanderte Kinder im Kreis Euskirchen – Nachfrage nach „SmiLies“ ist groß

Beim Packen der Sprachförderboxen: SmiLe-Koordinatorin Suzana Kilickeser (rechts) mit Praktikantin Daniela Poth. Foto: KoBIZ
Beim Packen der Sprachförderboxen: SmiLe-Koordinatorin Suzana Kilickeser (rechts) mit Praktikantin Daniela Pohl. Foto: KoBIZ

Kreis Euskirchen – Die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellen Schulen, aber auch Menschen, die erst seit Kurzem in Deutschland leben, vor große Herausforderungen. Für die neu zugewanderten Kinder und Jugendlichen war besonders der Unterrichtsausfall im Jahr 2020 ein Problem. Dadurch wurde die Partizipation an Bildung und somit letztlich die Integration besonders erschwert. Alle pädagogischen Kräfte stehen vor der Herausforderung, diese Kinder beim Erwerb und Erlernen von Deutsch als Zweitsprache zu unterstützen. Die Nachfrage von Schulen nach „SmiLies“ ist ungebrochen groß, teilt das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Euskirchen jetzt mit.

Das KI habe deshalb für die am SmiLe-Programm – „SmiLe“ steht für „Sprachförderung mit individuellem Lernerfolg“ – teilnehmenden Schulen insgesamt 35 Sprachförderboxen mit Spiel- und Fördermaterial zusammengestellt, damit die ehrenamtlichen SmiLe-Paten die Kinder und Jugendlichen beim Erwerb der deutschen Sprache niedrigschwellig fördern könnten.

Zuerst sei der Bedarf ermittelt worden. Hilfreich sei dabei einerseits der kontinuierliche Austausch mit den Schulleitungen, Sprachbeauftragten und Klassenlehrern an den teilnehmenden Schulen gewesen. Andererseits habe man die Erfahrungswerte sowie Wünsche der ehrenamtlichen SmiLe-Paten im Rahmen von Austauschtreffen erfragt und berücksichtigt. Das Ergebnis: „Es fehlte vor allem an spielerischem Sprachfördermaterial, mit dem in einer Sprachpatenstunde während eines Dialogs die Kinder und Jugendlichen zum handlungsorientierten Spracherwerb angeregt werden. Denn bekanntlich steht fest, die Sprache lernt man durchs Sprechen“, so das KI.

Die Materialien der Sprachförderboxen wurden über die Integrationspauschale des Landes NRW finanziert und über das KI in Geschäften der elf Kommunen bestellt. So habe das KI auch einen Beitrag leisten können, um den hiesigen Einzelhandel zu stärken. Bei der Auswahl der Materialien für die Sprachförderboxen wurden einerseits unterschiedliche Themen wie z.B. Schulalltag, Urlaub und Natur aus der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen aufgegriffen. Andererseits wählte man unterschiedliche spielerische Zugänge, z.B. Puzzle, Memory und Kartenspiel, um unterschiedliche Lerntypen zu erreichen und den Spaßfaktor zu steigern. Die Verteilung an die Schulen erfolgte über die SmiLe-Koordinatorin Suzana Kilickeser.

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Die nächsten Online- Schulungen der neuen SmiLe-Interessierten finden am 2. Februar statt. Weitere Infos erhalten Interessenten bei Suzana Kilickeser, Tel. 0 22 51/15-697 oder suzana.kilickeser@kreis-euskirchen.de(epa)

 

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