Neue Carsharing-Station mit zwei Pkw am Kaller Busbahnhof

Optimale Lage dank direkter ÖPNV-Anbindung durch Bus und Bahn – Auch andere Kommunen im Kreis beteiligt

Das Carsharing-Angebot stellte Cambio-Standortmanager Laurenz Miehe (l.) gemeinsam mit dem Allgemeinen Vertreter Markus Auel an der Station am Kaller Busbahnhof vor. Alice Gempfer / Gemeinde Kall
Das Carsharing-Angebot stellte Cambio-Standortmanager Laurenz Miehe (l.) gemeinsam mit dem Allgemeinen Vertreter Markus Auel an der Station am Kaller Busbahnhof vor. Alice Gempfer / Gemeinde Kall

Kall – Neben Blankenheim, Hellenthal, Euskirchen und Weilerswist ist Kall jetzt die fünfte Kreiskommune, die ein Carsharing-Angebot installiert. Ein erstes Angebot gab es 2021 – das war der eingeschränkten Mobilität nach der Flut geschuldet. Damals hatte der Kreis Euskirchen temporär entsprechende Stationen in allen elf Kommunen eingerichtet, 80 Prozent der Kosten übernahm das Land NRW. Anschließende Nutzeranalysen hatten ergeben, dass das Angebot in Kall gut gebucht wurde, so dass das Projekt mit Zustimmung der Politik neu aufgelegt wurde. „In der Flut hatten viele ihr Auto verloren“, so Markus Auel, der Allgemeine Vertreter von Bürgermeister Hermann-Josef Esser, „nun sind auch wir gespannt, ob die Auslastung der Fahrzeuge ähnlich hoch bleibt.“ Der Vertrag mit dem Carsharing-Anbieter Cambio läuft zunächst über zwei Jahre, das Land fördert das Modell.

Für den Standort Kall spreche, so Cambio-Standortmanager Laurenz Miehe, dass der Standort aufgrund der direkten ÖPNV-Anbindung mit Bahn- und Busbahnhof ideal sei. Markus Auel berichtete, dass täglich über 3.000 Pendler den Bahnhof nutzten, zudem sei der Kaller Bahnhof auch ÖPNV-Eingangstor zum Nationalpark und anderen touristischen Destinationen in der Nordeifel. Miehe ergänzte: „Besucher aus den umliegenden Ballungsräumen können dann ab hier ein Carsharing-Fahrzeug nutzen, vielleicht kennen sie das System auch schon aus ihrer Stadt.“

So funktioniert es

Am Kaller Busbahnhof an der Trierer Straße sind zwei Ford-Fiesta stationiert. Vor der ersten Fahrt müssen Nutzende sich im Internet bei cambio registrieren, dabei werden auch Ausweis und Führerschein kontrolliert. „Anschließend ist die jeweilige Buchung sehr unkompliziert, das geht innerhalb von fünf Minuten aber auch bis zu einem Jahr im Voraus“, erklärt Laurenz Miehe. Möglich ist das via App, Internet oder auch telefonisch.

Zum gebuchten Zeitraum dann lässt sich der Wagen mit der App öffnen, der Schlüssel ist im Wagen hinterlegt. Die Abrechnung erfolgt anhand einer Zeit-/ Entfernungs-Mischkalkulation: Pro Stunde werden 3,35 Euro berechnet plus 0,28 Euro je gefahrener Kilometer. Die Benzinkosten sind im Preis enthalten. Miehe: „Wenn der Tank nur noch ein Viertel voll ist, soll nachgetankt werden, dafür liegen in den Fahrzeugen eine Tankkarte für verschiedene Anbieter, die Rechnung geht dann direkt an uns.“ Von 0 bis 6 Uhr gilt ein ermäßigter Stundenpreis von 50 Cent.

Nach Ablauf der Buchung verbleibt der Schlüssel im Fahrzeug, die Abrechnung erfolgt mittels Bordcomputer automatisch. Cambio arbeitet mit einem stationsgebundenen System, der Wagen muss also an der Station wieder abgestellt werden, an der er auch ausgeliehen wurde.

Sicherheit & Service

Im Gegensatz zu Privatfahrzeugen müssen Leihwagen einmal im Jahr zur Hauptuntersuchung (TÜV), berichtet Standortmanager Miehe. Zudem würden die Fahrzeuge alle zwei bis drei Wochen von eigenen Mitarbeitenden auf ihre Sicherheit und Funktion geprüft sowie innen und außen gereinigt.

Und: „Die Fahrzeuge sind auch auf Familien ausgerichtet. Sie sind Fünftürer und jeweils mit einem zertifizierten Kindersitz ausgestattet.“ (eB/epa)

Weitere Infos zum Carsharing über Cambio gibt es hier: www.cambio-carsharing.de/kall.

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