BZE setzt bei Anwerbung von Fachkräften auf Betriebliche Krankenversicherung

Mit Hilfe der Kreissparkasse Euskirchen verfügen die Mitarbeitenden am Berufsbildungszentrum Euskirchen jetzt über eine zusätzliche Versicherung, die der Arbeitgeber für sie bezahlt – Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten für Festangestellte

Benefit für Mitarbeitende durch Zusatz-Krankenversicherung beim BZE: Dafür haben Jochen Kupp (v.l.), BZE-Verbandsvorsteher, Jens Winter, Vertriebsleiter im Sparkassenvertrieb bei der Union Krankenversicherung (UKV), Inken Günther, stellvertretende BZE-Verbandsvorsteherin, S-Firmenkundenleiter Rainer Santema und Sabine Peter, Kommunalkundenberaterin KSK Euskirchen, gesorgt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Benefit für Mitarbeitende durch Zusatz-Krankenversicherung beim BZE: Dafür haben Jochen Kupp (v.l.), BZE-Verbandsvorsteher, Jens Winter, Vertriebsleiter im Sparkassenvertrieb bei der Union Krankenversicherung (UKV), Inken Günther, stellvertretende BZE-Verbandsvorsteherin, S-Firmenkundenleiter Rainer Santema und Sabine Peter, Kommunalkundenberaterin KSK Euskirchen, gesorgt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen-Euenheim – Qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu finden, gehört heute zu den größten Herausforderungen für Arbeitgeber. Das ist auch für das Berufsbildungszentrum Euskirchen (BZE) nicht anders. „Man muss sich schon einiges einfallen lassen, um Mitarbeitende zu gewinnen. Kostenloses Obst, Kaffee und Getränke reichen da nicht mehr aus“, berichtet BZE-Verbandsvorsteher Jochen Kupp. Beim letzten Kommunalforum wurde Kupp auf die Betriebliche Krankenversicherung (BKV) aufmerksam, die durch eine Änderung im Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes jetzt auch für Kommunen und kommunalnahe Unternehmen möglich ist. Dabei handelt es sich um eine Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber als zusätzliche betriebliche Leistung in seinem Social-Benefit-Katalog anbieten kann.

„Mir war nach dem Vortrag gleich klar, das musst du machen, das ist ein wichtiger Baustein und ein großer Mehrwert für unsere 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Kupp, der daraufhin das Gespräch mit dem Leiter des S-FirmenCenters, Rainer Santema, suchte. „Wir haben für unsere Mitarbeitenden bereits eine Rentenzusatzversorgung und nach Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst einen Zuschuss zum Krankengeld bis zu 39 Wochen, aber bei diesem Produkt handelt es sich um einen weiteren Zugewinn für alle – und um etwas, das auch in Vorstellungsgesprächen bei uns zieht“, so Kupp.

Das BZE als Arbeitgeber hat eine betriebliche Krankenversicherung für seine gesamte Belegschaft abgeschlossen und zahlt die Beiträge für die Mitarbeitenden. „Die Zusatzversicherung wurde von unseren Mitarbeitenden sehr positiv aufgenommen“, berichtete Inken Günther, stellvertretende BZE-Verbandsvorsteherin. „Vor allem, weil keine Gesundheitsprüfung notwendig ist“, fügte sie hinzu. Besonders für die Mitarbeitenden, die bereits an einer deutlichen Vorerkrankung litten, sei der Vertrag ein Segen gewesen. „Denn auf dem freien Markt hätten diese sicherlich keine solche Versicherung abschließen können, oder nur mit hohen Risikoaufschlägen“, so Günther. Sabine Peter, Kommunalkundenberaterin KSK Euskirchen, wies darauf hin, dass sogar die sonst oft üblichen Wartezeiten für Leistungen ab Versicherungsbeginn entfallen: Sobald eine Festanstellung vorliegt, wird die oder der Mitarbeitende in der BKV angemeldet.

Gesundheitspartner für die BKV im BZE ist die Union Krankenversicherung (UKV), der Krankenversicherer der Sparkassenfinanzgruppe. Alle Sparkassen im Bundesgebiet arbeiten mit der UKV über den Weg des jeweils öffentlichen Versicherers in der Region zusammen, im Kreis Euskirchen ist dies die Provinzial Rheinland, die sich im Bereich der Produkte Gesundheit, Pflege und Reise bei der UKV bedient.

Benefit für Mitarbeitende durch Zusatz-Krankenversicherung beim BZE: Dafür haben (v.r.) S-Firmenkundenleiter Rainer Santema, Inken Günther, stellvertretende BZE-Verbandsvorsteherin, Jochen Kupp, BZE-Verbandsvorsteher, Sabine Peter, Kommunalkundenberaterin KSK Euskirchen, und Jens Winter, Vertriebsleiter im Sparkassenvertrieb bei der Union Krankenversicherung, gesorgt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Benefit für Mitarbeitende durch Zusatz-Krankenversicherung beim BZE: Dafür haben (v.r.) S-Firmenkundenleiter Rainer Santema, Inken Günther, stellvertretende BZE-Verbandsvorsteherin, Jochen Kupp, BZE-Verbandsvorsteher, Sabine Peter, Kommunalkundenberaterin KSK Euskirchen, und Jens Winter, Vertriebsleiter im Sparkassenvertrieb bei der Union Krankenversicherung, gesorgt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Dass man die Betriebliche Krankenversicherung ohne Gesundheitsprüfung anbiete, nannte Jens Winter, Vertriebsleiter im Sparkassenvertrieb bei der UKV, ein „wahres Highlight“. Beim Einsteigertarif BKV Start profitieren die Versicherten von drei Gesundheitsleistungen: Zum einen gebe es Zuschüsse bei zahnärztlichen Eingriffen, zum anderen bei Sehhilfen, und drittens gehöre auch eine Auslandsreisekrankenversicherung mit dazu.

„Ein weiterer Vorteil ist, dass auch Familienangehörige ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden können“, so Winter. Das hebe die BKV zusätzlich von einer üblichen privaten Krankenzusatzversicherung ab. Die versicherten Mitarbeitenden könnten das Versicherungs-Portfolio zudem nach eigenen Wünschen und auf eigene Kosten erweitern bis hin zu einem vollstationären Tarif, den viele auf dem freien Markt nicht mehr bekämen bzw. nicht bezahlen könnten.

Dass die BKV ein Angebot ist, das derzeit boomt, konnte Jens Winter mit einigen Zahlen belegen. So habe sich die Zahl der Betriebe, die eine BKV eingeführt haben, laut Informationen des Verbands der privaten Krankenversicherungen (PKV-Verband) seit 2015 fast verzehnfacht auf derzeit etwa 37.000. Fast zwei Millionen Beschäftigte in Deutschland verfügten bereits über eine Betriebliche Krankenversicherung. „Für fast die Hälfte aller Beschäftigten ist sie laut einer Umfrage des PKV-Verbands wertvoller als etwa ein Diensthandy, ein Nahverkehrsticket oder ein Dienstwagen“, so Winter. Besonders hoch sei die Zustimmung in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen.

Eine BKV könne von Unternehmen ab fünf versicherungspflichtig angestellten Mitarbeitenden abgeschlossen werden. Deshalb sei sie auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant. Die Konditionen seien dabei dieselben wie bei großen Unternehmen. Voraussetzung ist lediglich, dass 90 Prozent der Belegschaft mitmachen. Die Beiträge seien darüber hinaus für den Arbeitgeber steuer- und sozialabgabefrei, wie Jochen Kupp betonte.

Rainer Santema unterstrich, dass die KSK ihre Kunden ganzheitlich berate und nicht nur auf Finanzierungsfragen Antworten gebe. „Wir ermitteln die Bedarfe unserer Kunden und bieten dann entweder unsere klassischen Produkte an oder setzen sie mit den passenden Anbietern an einen Tisch“, so Santema. Man freue sich darauf, auch mit anderen Firmenkunden entsprechende Angebote zu einer Betrieblichen Krankenversorgung zu erarbeiten. Denn schließlich sei die KSK so überzeugt von diesem Produkt, dass sie gerade auch selber für ihre Mitarbeitenden eine Betriebliche Krankenversicherung eingeführt habe.

Jochen Kupp lobte die gute Zusammenarbeit mit der KSK beziehungsweise der KSK-Tochter S-Finanz als hervorragend und auf Augenhöhe – und das habe selbst für die BZE-Schäden der Flutkatastrophe gegolten, als es um eine Summe von mehreren Millionen Euro Schaden ging. Man sei vor allem froh, dass die Mitarbeitenden der S-Finanz schon einige Jahre vor der Flutkatastrophe turnusmäßig eine Analyse des BZE vorgenommen hatten – denn sonst wäre die umfangreiche Einrichtung unterversichert gewesen. „Wir arbeiten seit vielen Jahren mit der KSK sehr gut zusammen und haben nur gute Erfahrungen gemacht“, so Kupp, der hofft, dass die neu eingeführte Betriebliche Krankenversicherung auch neue Fachkräfte ans BZE lockt.

Jens Winter schilderte den typischen Ablauf beim Abschluss einer BKV: Wende sich ein Unternehmer mit dem Wunsch nach einer BKV an Rainer Santema, werden zunächst alle relevanten Details mit der Geschäftsführung besprochen. Dann wird die gesamte Mitarbeiterschaft des Unternehmens geschlossen informiert. In Einzelgesprächen können dann etwaige Fragen geklärt und weitere Möglichkeiten der Absicherung besprochen werden. Aus eigener Erfahrung kann Inken Günther sagen: „Wir haben von unseren Mitarbeitenden nur positive Rückmeldungen erhalten!“

 

Eifeler Presse Agentur/epa

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