Willi Greuel, Helmut Lanio und Reiner Züll berichteten der Geschäftsführung von den aktuellen Projekten des Förderkreises – Derzeit dreht sich alles um die nächste Oldienacht – Volkmann: „Wir fördern unsere Partner grundsätzlich nachhaltig und langfristig“

Euskirchen – Die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Euskirchener Projektentwicklungsgesellschaft F&S und der Hilfsgruppe Eifel hat eine lange Tradition. Auch nach einem Wechsel in der Geschäftsführung in 2024 hat sich daran nichts geändert, zumal die beiden neuen Geschäftsführer, Jan Radermacher und Thorsten Volkmann, über die segensreiche Arbeit des Förderkreises für tumor- und leukämieerkrankte Kinder schon seit Jahren im Bilde waren. Und so trifft man sich weiterhin einmal im Jahr, um sich aus erster Hand von Hilfsgruppenchef Willi Greuel über die aktuellen Projekte des Förderkreises zu informieren und zu schauen, wo und wie man die rührigen Vereinsmitglieder auch weiterhin unterstützen kann.
In diesem Jahr war Willi Greuel nicht nur mit seinem Pressechef Reiner Züll angereist, sondern hatte auch den Vize-Vorsitzenden Helmut Lanio mitgebracht. So wie Greuel das Herz der Hilfsgruppe ist, so ist Lanio gewissermaßen der Kopf, der sich um die Umsetzung von Projekten kümmert. Und da hat er zurzeit viel zu tun, denn bei der Hilfsgruppe Eifel dreht sich im Augenblick alles um die anstehende 26. Oldienacht. Erstmals möchte man auch ein jüngeres Publikum ansprechen und mit „Cat Ballou“ nicht mehr nur auf Oldies, sondern auch auf aktuelle Bands und ihre Hits setzen. Daher heißt die Oldienacht auch ab sofort „Oldie-Rock-Nacht“.
Komplexes Sicherheitskonzept
Für eine erfolgreiche Veranstaltung müssen viele Details mit der Gemeinde Kall, dem Kreis Euskirchen und dem Straßenverkehrsamt abgestimmt werden. „Wir benötigen beispielsweise ein Sicherheits- und ein Brandschutzkonzept und müssen für den Katastrophenfall eine Fläche und Anfahrtsmöglichkeiten für bis zu 18 Rettungsfahrzeugen freihalten“, berichtete Lanio. Da die Veranstaltung auf dem weiträumigen Werksgelände der Firma Papstar stattfinde, habe man damit aber keine allzu großen Probleme. Auch könne man das Gelände, wie vorgeschrieben, mit schweren LKws sichern, da Papstar davon ausreichend zur Verfügung stellen könne.
„Die Zusammenarbeit mit den Behörden ist glücklicherweise stets konstruktiv und lösungsorientiert“, berichtete Lanio: „Da wir uns streng an die Formalien und Auflagen halten, rennen wir eigentlich überall offene Türen ein und genießen eine breite Unterstützung beim Kreis und in der Gemeinde.“
Darüber hinaus könne sich die Hilfsgruppe stets auf die Unterstützung durch das Rote Kreuz und die Jugendabteilung des THWs verlassen, das für die Beleuchtung und die Notstromaggregate zuständig sei. Auch die Bundeswehr aus Mechernich und die Pioniere aus Nörvenich rückten an, um mit Gabelstaplern und einem Caterpillar sämtliche Container millimetergenau an die richtige Stelle zu setzen. „Ohne die wären wir hilflos“, so Lanio. „Die Nörvenicher bauen alles auf und die Mechernicher wieder ab.“
„Spirit of Smokie“
„Über die vielen Jahre haben wir ein riesengroßes Netzwerk geknüpft. Für jedes Problem gibt es Experten, die uns helfen“, freute sich Willi Greuel, der sich ganz nebenbei als Fan von „Spirit of Smokie“ outete, eine Band, die trotz der Verjüngungsmaßnahmen zum dritten Mal bei der „Oldie-Rock-Nacht“ dabei sein wird. Neben den bereits Genannten werden noch „Männer von Flake“, „The Stars of Rock“, „The KaiserBeats“, „De Schlingele“ sowie Dominik Sanz und Uwe Reetz erwartet. Näheres zum Programm erfährt man hier.
„Es ist schön, dass es überhaupt noch so ein Format in der Region gibt“, freute sich Jan Radermacher. Gerade für junge Menschen werde immer weniger geboten und Rockkonzerte seien längst Mangelware geworden. „Ich finde es toll, dass Sie drei und Ihr Helferteam die Hilfsgruppe Eifel weiter am Leben erhalten. Und dazu tragen wir gern unseren Beitrag bei“, fügte Thorsten Volkmann hinzu. F&S engagierten sich grundsätzlich langfristig und nachhaltig in der Region. Und die Unterstützung für die Hilfsgruppe Eifel sei da einfach schon seit Jahren selbstverständlich.
„Neben der Oldienacht haben wir viele andere Baustellen“, berichtete Lanio und erinnerte daran, dass die Hilfsgruppe Eifel am 28. April 2027 ihr 35-jähriges Bestehen feiere. Schwerpunkte der Arbeit seien nach wie vor die Unterstützung der Kinderkliniken in Bonn, Köln und Aachen, deren Fördervereine jährlich mit 50.000 Euro rechnen könnten. Darüber hinaus fördere man die DKMS (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei), das Lernschwimmbecken mit Therapieschwimmen in Satzvey, Reittherapien und viele Einzelprojekte.
„Wir tun uns schwer damit, nein sagen zu müssen“, gestand Willi Greuel. Daraus resultiere ein hoher finanzieller Aufwand pro Jahr. Doch aufgrund der zahlreichen Unterstützer in der Region habe man diesen Verpflichtungen bislang immer nachkommen können. Besonders freute sich Greuel über einen Globus, den die Hilfsgruppe kürzlich von der DKMS überreicht bekam. Knapp 25.000 Menschen aus der Region habe die Hilfsgruppe in 17 Aktionen bereits typisieren lassen, um zu sehen, ob sie für eine Knochenmarkspende in Betracht kämen. „Aktuell sind darunter bereits 369 Echtspender, die für Menschen in 34 Ländern gespendet haben“, so Greuel. Auf dem Globus habe die DKMS jeden der Spender mit einem herzförmigen Aufkleber markiert. Die meisten der Spenden seien nach Amerika gegangen, da es aufgrund mehrerer Auswanderungswellen dort zahlreiche genetische Verwandtschaften mit Menschen aus der Eifeler Region gebe.
Für so viel Engagement griffen Jan Radermacher und Thorsten Volkmann wieder einmal tief in die Tasche und überreichte dem Hilfsgruppen-Trio einen Scheck in Höhe eines mittleren vierstelligen Betrags.
Eifeler Presse Agentur/epa