Schlagwort-Archive: Dr. Michael Röös

Erster Nachweis in NRW: Familie Brillengrasmücke lebt im Nationalpark Eifel

10.050 Tier-und Pflanzenarten zählten die Forscher zum Stichtag – Mausohrmännchen X78766 ist bereits 15 Jahre alt –

Die Brillengrasmücke ist eigentlich nur am Mittelmeer zu finden. 2017 konnte erstmals ein Brutnachweis für Mitteleuropa erbracht werden. (Foto Norbert Uhlhaas)
Die Brillengrasmücke ist eigentlich nur am Mittelmeer zu finden. 2017 konnte erstmals ein Brutnachweis für Mitteleuropa erbracht werden. (Foto Norbert Uhlhaas)

Schleiden-Vogelsang – „In 2017 wurde die Grenze von 10.000 erfassten Tier- und Pflanzenarten im Nationalpark Eifel erreicht. Darunter mehr als 2.300 Arten, die gefährdet sind“, so präsentierte der Leiter der Nationalparkverwaltung Eifel, Dr. Michael Röös, den neuen Leistungsbericht 2017 zur Jahrespressekonferenz. Dieser enthält neben der Artenerfassung weitere Bündel an spannenden Zahlen, Daten und Fakten aus vielen Bereichen der Nationalparkarbeit. Das Highlight: Die extrem seltene Brillengrasmücke lebt auf der Dreiborner Hochfläche, es ist der erste Nachweis des Mittelmeervogels für NRW. Weitere Neuigkeiten gab es aus der Umweltbildung zu berichten: Mit der Einführung von Nationalpark-Kitas entstand im Fachgebiet Umweltbildung eine neue Kooperation und das Nationalpark-Zentrum Eifel testete 2017 erstmals seine neu entwickelten Schulklassenprogramme für die Erlebnisausstellung „Wildnis(t)räume“. Erster Nachweis in NRW: Familie Brillengrasmücke lebt im Nationalpark Eifel weiterlesen

Raffinierte Alkohol-Fallen für hochspezialisierte Arten

Luft-Eklektoren geben Aufschluss über Insektenleben in Baumkronen des Nationalparks Eifel – Über 10 000 Tiere gefangen – Allein 24 der bis jetzt im Nationalpark nachgewiesenen Stechimmen-Arten stehen auf der Roten Liste

Forscher nutzen oft Malaise Fallen - benannt nach ihrem Erfinder - um Fluginsekten in Bodennähe zu fangen. Hier baut Insektenforscher Dr. Esser eine Falle auf der Dreiborner Hochfläche auf. Bild: Nationalparkverwaltung
Forscher nutzen oft Malaise Fallen – benannt nach ihrem Erfinder – um Fluginsekten in Bodennähe zu fangen. Hier baut Insektenforscher Dr. Esser eine Falle auf der Dreiborner Hochfläche auf. Bild: Nationalparkverwaltung

Schleiden-Gemünd – Hoch hinaus gingen Forscher im Nationalpark Eifel, um erstmals das Insektenleben in den Baumwipfeln zu untersuchen. In bis zu 20 Meter Höhe sammelten sie Fluginsekten mit so genannten Luft-Eklektoren in der Zeit zwischen März und September in den Baumwipfeln von Buchen, Eichen und Kiefern. Unter ihnen erwarten die Wissenschaftler hoch spezialisierte Arten. Ende September wurde die letzte Falle abgebaut. Bis zu neun Forscher arbeiten nun an der Auswertung des mehr als 10.000  Insekten umfassenden Fanges. Raffinierte Alkohol-Fallen für hochspezialisierte Arten weiterlesen