Dollendorf verfügt ab sofort über eigenen Defibrillator

Dank einer Zuwendung der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen konnte das lebensrettende Gerät angeschafft werden – „Defi“ wird für jedermann frei zugänglich aufbewahrt

Markus Ramers von der Bürgerstiftung der KSK (Mitte) überreichte einen Scheck in Höhe von 1500 Euro für den neuen Dollendorfer Defibrillator an Kirchenvorstandsmitglied Dieter Caspers (l.) und Ortsvorsteher Christian Koch (r.). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Ramers von der Bürgerstiftung der KSK (Mitte) überreichte einen Scheck in Höhe von 1500 Euro für den neuen Dollendorfer Defibrillator an Kirchenvorstandsmitglied Dieter Caspers (l.) und Ortsvorsteher Christian Koch (r.). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim-Dollendorf – In Dollendorf wurde am Samstag ein neuer Defibrillator eingeweiht. Die Idee, ein solches Gerät anzuschaffen, kam von den Vereinen, der Kirche und der Politik gleichermaßen, die sich allesamt auch an den Kosten beteiligten und in Eigenregie den lebensrettenden Automaten an der Außenwand von „Angela‘s Backshop“ neben der Provinzial-Versicherung in der Lindenstraße anbrachten.

Christian Koch, Ortsvorsteher und Vorsitzender des Vereinskartells Dollendorf, sowie Dieter Caspers, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands Dollendorf, begrüßten am Samstagmittag in Dollendorf den Kuratoriumsvorsitzenden der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen, Markus Ramers. Denn die Bürgerstiftung hat die Anschaffung des Defibrillators mit 1500 Euro bezuschusst.

„Wir freuen uns besonders, ein Projekt zu unterstützen, das auf Initiative der Bürger zustande kam“, so Ramers. Zahlreiche Menschen würden jährlich an einem plötzlichen Herztod sterben, von denen viele gerettet werden könnten, wenn ein Defibrillator in der Nähe sei. „Gerade hier in den Höhenorten dauert es oft sehr lange, bis ein Rettungswagen vor Ort ist“, so Ramers. Dem konnte Ortsvorsteher Koch nur zustimmen. „Der nächste Rettungswagen ist in Tondorf stationiert. Von dort braucht man eine knappe Viertelstunde bis hierher. Wenn der Tondorfer Rettungswagen aber gerade im Einsatz ist, dann dauert es noch weitaus länger, und das kann im Notfall für den Patienten zu spät sein.“

Mit dem Defibrillator in Dollendorf ist das Leben vor Ort also ein wenig sicherer geworden. Damit auch jeder das Gerät im Notfall nutzen kann, wurde es draußen installiert. Es hängt in einem beheizten, unverschlossenen Aufbewahrungsschrank und ist für jedermann zugänglich. „Der lebensrettende Elektroschock wird erst ausgelöst, wenn das Gerät mittels Messung über die am Körper befestigten Elektroden festgestellt hat, dass ein Herzstillstand vorliegt, das heißt: man kann nichts falsch machen“, so Koch. Der „Defi“ sage einem auch genau, was man im Einzelnen machen müsse.

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Dennoch kann es nicht schaden, wenn man sich bereits im Vorfeld mit der Funktion des Geräts vertraut macht. Aus diesem Grund bietet Dr. Thomas Bons, Unfallchirurg und Notfallmediziner am Krankenhaus Bitburg, den Dollendorfern eine kleine Schulung an. Am Mittwoch, 8. April, 19 Uhr, kann sich jedermann im Feuerwehrgerätehaus Dollendorf die Handhabung des Defibrillators zeigen lassen. Die Feuerwehrleute sind an diesem Tag mit dabei und haben darüber hinaus die Patenschaft über das Gerät übernommen.

„Wir hoffen, dass viele Menschen dieses Angebot wahrnehmen, damit im Notfall jeder Dollendorfer rasch und professionell Hilfe leisten kann“, so Dieter Caspers, der sich gemeinsam mit Ortsvorsteher Koch bei Markus Ramers von der KSK-Bürgerstiftung für die großzügige finanzielle Unterstützung bedankte. Ramers gab den Dank jedoch an die Kunden der KSK weiter, die letztlich diese Unterstützung überhaupt erst möglich machten. „Ich bin nur in der komfortablem Situation, diese Gelder verteilen zu dürfen“, sagte er.

Eifeler Presse Agentur/epa

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