Beim „Girls‘Day“ für einen Tag Mechatronikerin

Mechernicher Gesamtschülerinnen durften bei der Deutschen Mechatronics einen männlich dominierten Beruf ausprobieren

Ruth und Vivien waren begeisterte Teilnehmerinnen des „Girls’Day“. Foto: Vanessa Rauch
Ruth und Vivien waren begeisterte Teilnehmerinnen des „Girls’Day“. Foto: Vanessa Rauch

Mechernich – Beim diesjährigen „Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag“ konnten acht Schülerinnen aus der 8. Klasse der Mechernicher Gesamtschule für einen Tag in die Rolle des „typisch männlichen“ Berufs Mechatroniker (Elektrotechnik + Mechanik) schlüpften. Nach einer Unternehmenspräsentation des KURS-Lernpartners Deutsche Mechatronics, erkundeten die Gesamtschülerinnen den Betrieb, bevor sie dann den Rest des Arbeitstages selbst tätig werden konnten.

Dazu erhielten sie von Elektromaschinenbauer Klaus Stegemöller stets eine Einweisung, Sicherheitsanweisungen und Hilfe von engagierten Auszubildenden. Im Rotationssystem ging es an die Praxisstationen: Elektroleitungen wurden abisoliert, Aderendhülsen gequetscht, Blechteile vernietet und Betriebsmittel gekennzeichnet.

„Girls’Day“-Teilnehmerin Vivien war begeistert: „Cool, dass wir hier so Vieles selber machen dürfen.“ Ihre Arbeitspartnerin Ruth fand das Arbeiten mit der Druckluftnietpistole besonders faszinierend. Ausbildungsleiter Hartmut Haag und Personalleiterin Iris Pröll würden gerne mehr Mädchen ausbilden würden. Haag: „Die Praxis ist mir schon immer wichtig gewesen, wenn Jugendliche in unser Unternehmen kommen, und die Mädchen heute machen das toll.“ Eine der 33 Auszubildenden des Betriebs, Katharina Katzola, die Industriekauffrau werden will, hat den Mädchen-Zukunftstag mit vorbereitet. Zum Abschluss dürfen die Gesamtschülerinnen Metallrosen fertigstellen, um diese als Andenken mit nach Hause zu nehmen.

2001 wurde der erste „Girls’Day“- mit 39 Unternehmen und 1.800 Plätzen für Mädchen angeboten. Innerhalb von drei Jahren ist die Teilnehmerinnen-Zahl auf konstant über 100.000 angewachsen. Ein Drittel der Teilnehmerinnen bewirbt sich bei den Unternehmen, bei denen sie teilgenommen haben, um eine Ausbildungsstelle. Mittlerweile gibt es auch einen „Boys’Day“, um auch Jungen an Berufen zu interessieren, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden.

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(epa)

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