Kreissparkasse Euskirchen verschenkte 1280 Stoffmasken an Zülpicher Gymnasiasten

Spende sorgt dafür, dass der Schulbetrieb am Franken-Gymnasium langsam wieder Fahrt aufnehmen kann – Zwei Masken für jeden Schüler

So wie diese Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse wurden alle 640 Schüler des Franken-Gymnasiums in Zülpich mit je zwei Stoffmasken ausgestattet. Schulleiter Joachim Beilharz (Mitte) und sein Stellvertreter Dr. Christoph Münch (rechts) bedankten sich bei KSK-BC-Leiter Marc Eichholz (links) für die Hilfe. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
So wie diese Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse wurden alle 640 Schüler des Franken-Gymnasiums in Zülpich mit je zwei Stoffmasken ausgestattet. Schulleiter Joachim Beilharz (Mitte) und sein Stellvertreter Dr. Christoph Münch (rechts) bedankten sich bei KSK-BC-Leiter Marc Eichholz (links) für die Hilfe. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Zülpich – Sicherheitsabstand, Maskenpflicht, Einbahnstraßensystem, Hygienestationen, Lüftungsintervalle, reduzierte Schülerzahlen in den Klassenräumen: Die Schulen im Kreis Euskirchen gleichen derzeit weit mehr Hochsicherheitseinrichtungen als Bildungsanstalten. Auch am Franken-Gymnasium in Zülpich, das seit Dienstag wieder die ersten Schülerinnen und Schüler unterrichtet, ist das nicht anders. Auflagen gibt es für das Gymnasium enorm viele, aber mit der Umsetzung fühlen sich die Schulleitung und das Lehrpersonal teilweise alleingelassen. Das fängt schon mit der Maskenpflicht an:

„Wir dachten zunächst, dass das Land oder die Stadt uns Mittel zur Verfügung stellt, damit wir alle unsere Schülerinnen und Schüler mit der vorgeschriebenen Mund- und Nasenbedeckung ausstatten können“, so Schulleiter und Oberstudienrat Joachim P. Beilharz. Doch dies habe sich als Irrtum erwiesen. Also habe man nur die Wahl gehabt, entweder Mittel, die eigentlich für die digitale Ausstattung der Schule vorgesehen gewesen seien, für Stoffmasken auszugeben, oder einen Sponsor zu finden.

„Glücklicherweise reichte dann ein einziger Anruf bei der Kreissparkasse Euskirchen aus, um unser Problem zu lösen“, freute sich Beilharz. Das älteste Kreditinstitut in der Region versprach sogleich, Abhilfe zu schaffen und dafür zu sorgen, dass jeder Schüler gleich zwei Stoffmasken bekommen sollte.

„Selber nähen konnten wir die Masken leider nicht“, berichtete der Leiter des KSK-Beratungscenters in Zülpich, Marc Eichholz, jetzt bei einem Pressetermin im Franken-Gymnasium. Also habe man die Masken in Auftrag gegeben. Da die Schule derzeit rund 640 Schülerinnen und Schüler zählt, mussten 1280 Masken angefertigt werden. „Wir haben darauf geachtet, dass die Masken in unterschiedlichen Größen genäht wurden, damit beispielsweise die jungen Leute in den Fünferklassen nicht komplett hinter der Maske verschwinden. Darüber hinaus gab es auch genderspezifische Anfertigungen.“

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„Wir freuen uns, dass wir unseren Schülern jetzt gleich zwei Masken übergeben dürfen, so können die Masken während eines langen Schultags auch mal gewechselt werden“, so der stellvertretende Schulleiter Dr. Christoph Münch. Denn der Schulträger habe leider nur das Personal mit Masken ausgestattet, zunächst das Sekretariat, später dann auch das Lehrpersonal. „Die Maskenpflicht wird uns sicherlich noch eine Zeitlang begleiten, so dass Eltern sich daran gewöhnen müssen, ihre Kinder zukünftig nicht nur mit Kleidung, sondern auch mit Mund- und Nasenschutz auszurüsten“, sagte Schulleiter Beilharz.

„Wir haben das sehr gern gemacht“, berichtete Marc Eichholz, „da wir ohnehin ein sehr enges Verhältnis mit dem Franken-Gymnasium pflegen und die Schule wie auch viele andere Schulen im Kreis Euskirchen stets nach Möglichkeit unterstützen. Diesmal war Hilfe punktuell und situationsgerecht gefragt, da haben wir nicht lange gezögert.“

Doch nicht nur die KSK, auch andere Sponsoren gehen der Schule zurzeit hilfreich zur Hand. So spendeten Eltern beispielsweise Desinfektionsmittel zur Hände- und zur Flächendesinfektion. „Uns ist gerade jede Hilfe willkommen“, so Schulleiter Beilharz, „damit wir gemeinsam die Krise überstehen.“ Zusammenhalten und gemeinsam Abstand halten sei jetzt das Gebot der Stunde.

Eifeler Presse Agentur/epa

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