In 32 Jahren knapp neun Millionen Euro für Hilfsgruppe Eifel gespendet

Die DRK-Kita in Herhahn, der Renault Oldie-Club in Roggendorf, die Junggesellen in Pesch und die Landfrauen in Rescheid unterstützten die Hilfsgruppe – Greuel: „Zahl der Lebensretter stieg auf 362“

Eine Spende von 1678,90 Euro konnte Willi Greuel vom Vorsitzenden des „Renault Oldie Club Eifel“, Jörn Hück, in Empfang nehmen. Foto: Hilfsgruppe Eifel
Eine Spende von 1678,90 Euro konnte Willi Greuel vom Vorsitzenden des „Renault Oldie Club Eifel“, Jörn Hück, in Empfang nehmen. Foto: Hilfsgruppe Eifel

Kall/Roggendorf – Wenn es im Kreis Euskirchen auf Weihnachten zugeht, kann sich auch die Hilfsgruppe Eifel über ein erhöhtes Spendenaufkommen freuen. So auch in diesem Jahr, in dem der Kaller Verein auf ein nunmehr 32-jähriges Bestehen zurückblicken kann. In dieser Zeit, so Vorsitzender Willi Greuel, habe die Eifeler Bevölkerung der Hilfsgruppe 8.678.450,19 Euro (Stand 5. Dezember 2023) Spendergelder anvertraut.

Von diesem Geld seien unter anderem zwölf große Typisierungsaktionen mitfinanziert worden, bei denen 24.030 Menschen aus dem Bereich des Kreises Euskirchen in die weltweite Spendendatei der Deutschen Knochenmark-Spender-Datei (DKMS) gebracht worden seien. Und das mit großem Erfolg. Greuel: „Die Zahl der Eifeler, die für leukämiekranke Menschen in 34 Ländern der Welt lebensrettende Stammzellen gespendet haben, ist dieses Jahr auf 362 gestiegen“. Darauf könne die Hilfsgruppe stolz sein.

Fast wöchentlich ist Willi Greuel vor Weihnachten unterwegs, um Spenden von Vereinen, Organisationen, Schulen oder Kindergärten entgegenzunehmen. So auch in der DRK-Kita in Herhahn, die sich das Buch „Juli tut Gutes“ zum Thema gemacht hatte, bei dem es um das Teilen geht.

Volker Nielen vom Junggesellenverein Pesch übergibt den Erlös des Hahneköppens in Höhe von 300 Euro an Willi und Kathi Greuel. Foto: Hilfsgruppe Eifel
Volker Nielen vom Junggesellenverein Pesch übergibt den Erlös des Hahneköppens in Höhe von 300 Euro an Willi und Kathi Greuel. Foto: Hilfsgruppe Eifel

Die Kinder haben Spielzeuge, die sie entbehren konnten, mit in die Kita gebracht. Beim Martinsflohmarkt hatten sie dann die Gelegenheit, für einen Euro eines der Spielzeuge zu kaufen, um damit etwas Gutes zu tun, denn der Erlös war für die Hilfsgruppe Eifel bestimmt. Die 19 Euro, die bei der Aktion zusammengekommen waren, wurden von der Kita auf 300 Euro aufgestockt und von Kita-Leiterin Julia Jakobs an den Hilfsgruppen-Vorsitzenden Willi Greuel übergeben.

Eine Spende von 1678,90 Euro konnte Greuel vom Vorsitzenden des „Renault Oldie Club Eifel“, Jörn Hück, in Empfang nehmen. Bereits zum 26. Mal hatte der Club im Sommer rund um das Roggendorfer Autohaus Hück ein Treffen von Besitzern von Renault Oldtimern organisiert. Seit 26 Jahren wird dieses Treffen in Roggendorf zugunsten der Hilfsgruppe ausgerichtet.

Viel Beifall der Hilfsgruppe wurde den Landfrauen aus Rescheid zuteil, die mit starker Mannschaft zum Monatstreffen erschienen waren, um eine Spende von 2453,54 Euro zu überreichen. Foto: Hilfsgruppe Eifel
Viel Beifall der Hilfsgruppe wurde den Landfrauen aus Rescheid zuteil, die mit starker Mannschaft zum Monatstreffen erschienen waren, um eine Spende von 2453,54 Euro zu überreichen. Foto: Hilfsgruppe Eifel

Aus der ganzen Bundesrepublik und den Beneluxländern waren 85 Besitzer der alten Schätzchen nach Roggendorf angereist, um dort ihre Renaults zu präsentieren. Ältestes Fahrzeug war ein Renault 4 CV von 1954. Besondere Aufmerksamkeit weckten zehn 10 Alpine-Modelle. Des Weiteren waren durch die Modelle R4, R6, R8 und R16 fast das komplette Renault-Oldtimer-Programm zu sehen gewesen. Auch eine Tombola mit 150 Preisen trug dazu bei, dass Vorsitzender Jörn Hück jetzt die Spende von fast 1700 Euro an Hilfsgruppen-Chef Willi Greuel übergeben konnte.

Treuer Spender für die Hilfsgruppe Eifel ist der Junggesellenverein aus Pesch, der dort im September die Kirmes und das abschließende Hahneköppen veranstaltet. Beim letzten Arbeitstreffen der Hilfsgruppe in diesem Jahr übergab Volker Nielen den Erlös des Hahneköppens in Höhe von 300 Euro an Willi Greuel. Wie Nielen berichtete, wird nach der Ermittlung des Hahnenkönigs ein Brathähnchen zugunsten der Hilfsgruppe versteigert. „Innerhalb kurzer Zeit, in der jeder Zeltgast automatisch mitbieten muss, sind auch dieses Jahr wieder 300 Euro zusammengekommen“, freute sich Volker Nielen.

Das Geld stehe eigentlich dem Hahnekönig zu, aber der Junggesellenverein habe beschlossen, das Geld sinnvoller zu verwenden und damit Kinder und Jugendliche zu unterstützen, die auf Hilfe angewiesen seien. Nielen: „Wir sind eine Gemeinschaft von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und möchten dieses Gemeinschaftsgefühl auch nach außen tragen, damit die hilfsbedürftigen Kinder und Jugendlichen auch in diesen schweren Zeiten nicht vergessen werden.“

Die Pescher Junggesellen unterstützen die Hilfsgruppe nunmehr seit neun Jahren. „Wir tun das, weil wir wissen, dass jeder Cent zu 100 Prozent dahingeht, wo er benötigt wird“, so Nielen.

Viel Beifall der Hilfsgruppe wurde den Landfrauen aus Rescheid zuteil, die mit starker Mannschaft zum Monatstreffen erschienen waren, um eine Spende von 2453,54 Euro zu überreichen. Es war der Erlös des diesjährigen Adventsbasars, den die 22 Frauen des 1968 gegründeten Vereins veranstaltet hatten.

In den ersten Jahren ihres Bestehens hatten die Landfrauen aus Rescheid, Giescheid, Kamberg und Schnorrenberg landwirtschaftliche Info-Versammlungen sowie Fahrten und Wanderungen veranstaltet. Doch schnell kam der Gedanke auf, mit dem Verkauf von Bastelarbeiten und Eifeler Köstlichkeiten Gelder zu erwirtschaften, um gemeinnützige Institutionen oder Hilfsprojekt zu unterstützen. Regelmäßig wurden die Köstlichkeiten auf den Flohmärkten in Kronenburg und bei den Jahrmärkten in Reifferscheid angeboten.

Die Landfrauen unterstützten viele Projekte der Pfarre St. Barbara in Rescheid. Später gingen Spenden an die Lebenshilfe in Zülpich, an die Gala Tolbiac, an die Tafel in Mechernich, an ein Brunnenprojekt in Indien sowie auch an den Verein für Tumor- und leukämiekranke Kinder Blankenheimerdorf, an Kindergärten der Gemeinde Hellenthal und an die DRK-Rettungswache in Rescheid.

Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Juli 2021 spendeten die Landfrauen 5000 Euro an Flutopfer, und auch eine Bank um die Dorflinde in Rescheid wurde von der agilen Frauengruppe finanziert. In diesem Jahr sei es ein Anliegen der Landfrauen gewesen, den Erlös des Adventsbasars an die Hilfsgruppe Eifel zu spenden, berichteten die Frauen bei der Übergabe. (Reiner Züll/epa)

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