Geballte Nachwuchsförderung: Azubis übernehmen Filiale

Für vier Wochen haben die Nachwuchsbanker der Kreissparkasse Euskirchen im Beratungscenter Weilerswist das Sagen

Zusammen mit Udo Becker (vorn v.l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, eröffnete das Team unter der Leitung von Nico Berkenkopf und Xhenete Alili das diesjährige KSK-Azubi-BC. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Zusammen mit Udo Becker (vorn v.l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, eröffnete das Team unter der Leitung von Nico Berkenkopf und Xhenete Alili das diesjährige KSK-Azubi-BC. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Weilerswist – Es kommt immer noch vor, dass sich in manchen Betrieben die Lehrlinge mit Kaffeekochen und Werkstattfegen auf ihr späteres Berufsleben vorbereiten sollen. Die Kreissparkasse Euskirchen (KSK) führt ihren Nachwuchs seit sieben Jahren deutlich intensiver an ihre Finanzkarriere heran: Einmal im Jahr übernehmen die Auszubildenden des zweiten und dritten Lehrjahres für vier Wochen eine KSK-Geschäftsstelle in Eigenregie – und lernen so allumfänglich, worauf es im Berufsalltag wirklich ankommt. Vergangenen Montag war es im KSK-Beratungscenter Weilerswist soweit: Filialleiter Michael Honert gab das Zepter an die elf Auszubildenden ab.

Zur offiziellen Übergabe machte Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, den jungen Leuten mit flotten Sprüchen und einem Obstkorb für gesunde Pausen für die kommende Zeit Mut: „Liebe Kolleginnen und Kollegen, dass Sie das toll machen werden, weiß ich, dass Sie toll sind, sag ich Ihnen heute Abend – wenn die Kasse stimmt!“ Damit diesbezüglich nichts anbrennen kann, hatte unter anderem Ausbildungsleiterin Anke Titz vorgesorgt. Denn der Sparkassen-Nachwuchs wird Monate im Voraus akribisch auf das Azubi-BC vorbereitet. Schon am Freitag vor dem eigentlichen Start kamen alle beteiligten elf Azubis in das Weilerswister Beratungscenter, um Räumlichkeiten und Abläufe kennenzulernen, wie Michael Honert sagte: „Das ist also kein Sprung ins kalte Wasser, das schaffen die alles.“

Mit unterstützenden Worten entließen KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker (v.r.) und Ausbildungsleiterin Anke Titz die Auszubildenden für vier Wochen in die „freie Wildbahn“ Azubi-BC. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit unterstützenden Worten entließen KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker (v.r.) und Ausbildungsleiterin Anke Titz die Auszubildenden für vier Wochen in die „freie Wildbahn“ Azubi-BC. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Ganz alleine werden die zukünftigen Bankkaufleute aber trotzdem nicht gelassen, im Hintergrund steht immer ein „alter Hase“ aus der Stammbesetzung bereit – für den Fall, dass einmal etwas hakt oder eine besonders ungewöhnliche Anfrage zu bearbeiten ist. Außerdem können die jungen Mitarbeiter jederzeit auch telefonisch oder per E-Mail bei kniffligen Vorgängen Hilfe bekommen, so dass für die Kunden bestens gesorgt bleibt. Dennoch ist die Herausforderung für das Team enorm, alle sind aber bester Laune, aufgeregt, aber zuversichtlich, wie der Auszubildende im 3. Lehrjahr Nico-Alexander Berkenkopf sagte. Er leitet zusammen mit seiner Stellvertreterin Xhenete Alili das Azubi-BC, unterstützt von den weiteren Azubis Lea-Marie Wittek, Svenja Jaedicke, Ralf Nöthen, Ivana Dumancic, Janine Milfey, Daniela Quint, Fabian Schmitz sowie die Zwillinge Jana und Julia von Wersch.

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Dort kann der Nachwuchs dann zu den regulären Öffnungszeiten unter Beweis stellen, dass er vom Kundenservice am Schalter bis zu den Beratungen im Back-Office-Bereich alles im Griff hat. Aber auch darüber hinaus engagieren sich die angehenden Bankkaufleute in der Zeit des Azubi-BC, besuchen örtliche Schulen, stellen sich beim Elternabend vor und veranstalten Gewinnspiele und einen Kundeninformationsabend. Michael Honert: „Außerdem beraten sie die Kunden in eigens dafür aufgebauten Stationen in allen Fragen rund um die Digitalisierung und das Online-Banking. Die sind ja als junge Menschen sehr nah dran an diesem Thema.“

Seit sieben Jahren schenken KSK-Ausbildungsleiterin Anke Titz (v.l.) und KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker dem Sparkassen-Nachwuchs ihr Vertrauen, damit die angehenden Bankkaufleute im realen Tagesgeschäft des Azubi-BC eigenständig weiterlernen können. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Seit sieben Jahren schenken KSK-Ausbildungsleiterin Anke Titz (v.l.) und KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker dem Sparkassen-Nachwuchs ihr Vertrauen, damit die angehenden Bankkaufleute im realen Tagesgeschäft des Azubi-BC eigenständig weiterlernen können. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Udo Becker, der letztlich die Verantwortung für das Geschehen trägt, weiß aus Erfahrungen der vergangenen Jahre, dass es sich beim Thema Azubi-BC keinesfalls um ein unkalkulierbares Experiment handelt: „Wir können den Auszubildenden dieses Vertrauen schenken – sie sind dieser Verantwortung durchaus gewachsen, können daran aber vor allem wachsen.“ Zum Nachwuchs sagte er: „Und wenn einmal etwas schief geht, ist das eben so.“ Kundenbefragungen bei den vergangenen Azubi-BCs hätten aber gezeigt, dass sich die Kunden bestens aufgehoben fühlten.

Becker lobte die sportlichen Azubis auch bezüglich ihrer geplanten Freizeitgestaltung: So will das komplette Team am Metternicher Spaß-Triathlon „Metterman“ Sonntag, 7. Juli, teilnehmen. Bis dahin werde er ab und an im BC Weilerswist vorbeikommen. „Ich bin mir sicher, dass die die Stammbesetzung dann sagen wird: Tut mir leid, dass ich hier so rumsitze, aber ich habe nichts zu tun – die jungen Leute machen alles alleine!“

Eifeler Presse Agentur/epa

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