Trotz Corona-Schwierigkeiten: „Ich schaue in die Zukunft und investiere!“

Im Lockdown baut das Steak- und Grillhaus „Rodizio“ in Kommern eine Kleinkunstbühne – Inhaber Morteza Bayat hofft auf ein baldiges Ende der Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen

Trotz riesiger Gastraumfläche und Umsetzung aller geforderten Maßnahmen muss das „Rodizio“ im Lockdown für Gäste geschlossen bleiben – nun baut Morteza Bayat eine Kleinkunstbühne, die er nach dem Lockdown Künstlern zur kostenfreien Nutzung anbieten will. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Trotz riesiger Gastraumfläche und Umsetzung aller geforderten Maßnahmen muss das „Rodizio“ im Lockdown für Gäste geschlossen bleiben – nun baut Morteza Bayat eine Kleinkunstbühne, die er nach dem Lockdown Künstlern zur kostenfreien Nutzung anbieten will. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich-Kommern – „Wir haben alle Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus umgesetzt, Hygienekonzepte erstellt, haben in unserem 1000 Quadratmeter großen Gastraum höchstens 100 Menschen aufgenommen, drei Meter Abstand zwischen den Tischen gelassen, haben Masken getragen, eine sehr teure Lüftungsanlage eingebaut – und müssten nun im Lockdown das Restaurant schließen“, sagt Morteza Bayat, Inhaber des Steak- und Grillhaus „Rodizio“ in Kommern. Was er noch dürfte, wären Speisen „Außer Haus“ anzubieten – dies will er aber nicht tun: „Wir leben von der besonderen Atmosphäre in unserem Haus, unsere Kunden erleben hier eine andere Welt mit Samba, brasilianischer Lebensfreude und persischen Klängen – so etwas kann man nicht an die Haustür liefern.“

Den Kopf in den Sand stecken will der ehemalige National-Wasserballspieler aber nicht, sondern beweist Sportsgeist und Durchhaltevermögen: „Ich schaue in die Zukunft, in der die vielen Beschränkungen hoffentlich wieder fallen werden, und investiere weiter. Damit können wir hoffentlich auch einer weiteren Berufsgruppe helfen, die durch die Schutzmaßnahmen besonders hart getroffen wird – die der Künstler.“ Konkret baut Bayat gerade eine acht Meter breite und drei Meter tiefe Bühne für kleine Bands, Kleinkunst von Figurentheater bis Kabarett sowie Märchenerzähler und weitere Menschen, denen die Bühnenbretter die Welt und ihr Einkommen bedeuten.

Der Bühnenraum soll mit 20 Scheinwerfern und Computer-Lichtpult ausgestattet werden, dazu kommen ein hochwertiger Beamer und ein ausgeklügeltes, wechselbares Hintergrundsystem auch mit Möglichkeiten für spezielle Videotechniken wie Bluescreen zum Einsatz.  „Dadurch wird der Raum auch für Firmen- und Produktpräsentationen oder als kleines Fernsehstudio interessant“, sagt Morteza Bayat. Von den Künstlern will er weder Miete noch einen Teil der Eintrittsgelder haben: „Wir sehen das als kleine Kulturförderung an. Es ist sehr wichtig in dieser Zeit, dass die Menschen zusammenhalten und sich helfen. Wir selbst beziehen uns rein auf Getränke und Speisen.“

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Die würden außerhalb des Lockdowns als Mittags- oder Abendmenü sowohl vegetarisch oder vegan als auch als Grillteller mit verschiedenen Fleischsorten vom original brasilianischen Rodizio angeboten. Es habe auch bereits zahlreiche Buchungen für Firmenessen in der Vorweihnachtszeit gegeben – doch die seien jetzt alle abgesagt. Weitere Informationen unter Telefon 0 24 43-3 17 86 10 oder im Internet: www.rodizio-grill.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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