75 kleine Kinderwünsche warten auf Erfüllung

In Kooperation mit dem Kreisverband des Kinderschutzbundes Euskirchen hat die KSK Euskirchen für benachteiligte Kinder einen Wichtelbaum im Beratungscenter Alleestraße aufgestellt

BC-Leiterin Elke Halbekann (v.l.), Koordinatorin Svenja Jaedicke und der Vorsitzende des Kreisverbands des Deutschen Kinderschutzbundes Euskirchen, Bernd Kolvenbach, hängten die Kinderwünsche an den Wichtelbaum. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
BC-Leiterin Elke Halbekann (v.l.), Koordinatorin Svenja Jaedicke und der Vorsitzende des Kreisverbands des Deutschen Kinderschutzbundes Euskirchen, Bernd Kolvenbach, hängten die Kinderwünsche an den Wichtelbaum. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Das Weihnachtsfest wirft seinen Schatten voraus. Und damit dieser Schatten für viele benachteiligte Kinder kein Schatten bleibt, sondern sich noch rechtzeitig bis zum Heiligen Abend in helles Licht verwandelt, hat die Kreissparkasse Euskirchen (KSK) erneut ihre Wichtelbaum-Aktion ins Leben gerufen. „Im vergangenen Jahr haben wir gemeinsam mit der Hilfsgruppe Eifel flutgeschädigten Kindern eine Freude gemacht, diesmal ist der Kreisverband des Deutschen Kinderschutzbundes in Euskirchen unser Partner“, berichtete Svenja Jaedicke von der Strategischen Unternehmensentwicklung der KSK, die die Wichtelbaum-Aktion erneut koordiniert.

Der Kinderschutzbund habe in den vergangenen Tagen gezielt Kinder ausgewählt, die in ihrem kleinen Leben bereits viele schlimme Erfahrungen machen mussten. „Manche Dinge, die man hört, sind einfach nur schwer zu ertragen“, so Kolvenbach, der der KSK dankte, dass es dem Kinderschutzbund auf diese Weise möglich werde, für einige Kinder den Weihnachtsmann zu spielen.

„Gerade für diese kleinen Gesten, die so wichtig sind, fehlt es oft an Geld“, berichtete Kolvenbach, der bereits seit Dezember 1989 Kreisverbandsvorsitzender ist. Doch trotz aller schlimmen Einblicke in Familientragödien und traumatisierte Kinderseelen ist Kolvenbach auch stolz auf seinen Kreisverband. Denn im Jahr 1998 waren nur 70 bis 80 Kinder in Pflegefamilien und 200 Kinder im stationären Bereich untergebracht. „Bis 2022 haben wir das Verhältnis so gut wie umgekehrt“, freute sich Kolvenbach, „heute sind nur noch knapp 90 Kinder in stationärer Betreuung, und es ist uns gelungen, für 200 junge Leute Pflegefamilien zu finden.“

Das Euskirchener Modell habe seither Schule gemacht und werde von anderen Kommunen gern übernommen. Das Erfolgsgeheimnis beruhe vor allem auf der engen Verknüpfung zwischen dem Kinderschutzbund und dem Kreisjugendamt. „Ohne diese hervorragende Zusammenarbeit mit dem Kreis wären wir nicht so erfolgreich“, verriet Kolvenbach. Gemeinsam versuche man, stets das Beste für die Kinder zu erreichen. Es gebe einige Kinder, die wohl kein adäquates Weihnachtsgeschenk bekämen, wenn sich die KSK nicht darum kümmere. Kolvenbach: „Wir haben zusätzlich noch einige Kinder von Kooperationspartnern hinzugenommen, so dass wir am Ende 75 Wünsche zusammen hatten, von denen wir hoffen, dass sie nun alle in Erfüllung gehen.“

Daran hat Svenja Jaedicke keinen Zweifel. Noch während der Wichtelbaum, der sich in diesem Jahr im KSK-Beratungscenter an der Alleestraße in Euskirchen befindet, mit den Wunschkarten der Kinder behängt wurde, kamen schon die ersten Kunden und pflückten Wünsche vom Baum. „Ich freue mich, dass der Wichtelbaum in diesem Jahr in unserem Beratungscenter steht“, sagte BC-Leiterin Elke Halbekann, die sich ebenfalls sicher war, dass die Wunschkarten schnell vergriffen sein würden.

„Und sollten am Ende wider Erwarten dennoch Kinderwünsche am Baum verbleiben, so hat unser Vorstandsvorsitzender Udo Becker bereits angekündigt, dass in diesem Fall unsere Sparkassenfamilie den Wunsch erfüllen werde, so dass am Ende kein Kind leer ausgehe“, freute sich Svenja Jaedicke.

Die Wünsche der Kinder, darunter viele Zwei- bis Vierjährige, sind alles in allem sehr bescheiden, man wünscht sich ein paar Utensilien für den Kaufladen, ein paar Puppen oder Spiele. Jeder Wunsch durfte bis zu 25 Euro kosten. „Die Kunden und Besucher des Beratungscenters können sich jetzt eine Wunschkarte vom Baum pflücken, den Weihnachtswunsch des jeweiligen Kindes erfüllen und die Geschenke bis Freitag, 16. Dezember, unverpackt im BC abgegeben“, erklärte Jaedicke. Die Geschenke würden dann an den Kinderschutzbund übergeben.

Eifeler Presse Agentur/epa

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