Christian Sievers begeistert 875 Zuhörer beim „Fest des Lesens“ in Bitburg

„heute-journal“-Moderator sprch sich für eine Welt jenseits von Schwarz und Weiß, eine Welt der Differenzierungen nicht zuletzt auch in den Nachrichtensendungen aus

"heute-journal"-Moderator Christian Sievers las auf dem Eifel-Literatur-Festival aus seinem neuen Buch "Grauzonen" vor. Bild: ELF
„heute-journal“-Moderator Christian Sievers las auf dem Eifel-Literatur-Festival aus seinem neuen Buch „Grauzonen“ vor. Bild: ELF

Bitburg – Mit „heute-journal“-Moderator Christian Sievers hat wieder ein bundesweit bekannter Gast des Eifel-Literatur-Festivals die Bitburger Stadthalle gerockt und begeistert und zu immer neuen Beifallsstürmen animiert. 875 Besucher, ausverkauft. Und das an einem Abend, als die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland gestartet ist. Wie sagte es Bitburgs Bürgermeister Kandels in seinem Grußwort: „Wenn etwas wichtiger ist als der Fußball, dann ist es das Eifel-Literatur-Festival!“

Und ZDF-heute-journal-Moderator Christian Sievers, einer der bekanntesten Journalisten Deutschlands: der schlug eine Brücke vom „Bitburger“ als dem offiziellen EM-Bier zum Veranstaltungsort des Festivalabends. Lesend oder erzählend, sitzend am Autorentisch oder auf der Festivalbühne umhergehend, packte er das Publikum mit kurzweiligen Erzählungen und fesselnden Lesestellen aus seinem Buch „Grauzonen“. Womit er meint: eine Welt jenseits von Schwarz und Weiß, eine Welt der Differenzierungen nicht zuletzt in den Nachrichtensendungen.

Christian Sievers beantwortete auch Fragen aus dem Publikum. Bild: ELF
Christian Sievers beantwortete auch Fragen aus dem Publikum. Bild: ELF

Und das in einer Zeit, in die Sozialen Medien die Welt mit vermeintlichen Nachrichten und Halbwahrheiten überschwemmen. Sein Werdegang als Journalist bestimmte den Abend: Der Mauerfall am 9. November 1989 als entscheidende Lebenswende. Als angehender Fernsehmacher in den USA. Und schließlich als ZDF-Korrespondent im Nahen Osten, mit zwei Kriegen, Bombenanschlägen und Flüchtlingsdramen. Bis hin zum Wechsel in die ZDF-Zentrale in Mainz als Moderator, in die „Grüne Hölle“, das durchdigitalisierte Fernsehstudio auf dem Lerchenberg. Von klein auf hat Sievers den Reporteralltag gelernt: Rauszugehen, vor Ort nachzusehen, unter Zeitdruck zu recherchieren, kurz und präzise zu sein, faktenorientiert und immer mit Empathie für alle Seiten. In Israel und in Gaza hat er Improvisationskunst sowie Gelassenheit und Geduld gelernt.

Der "heute journal"-Moderator sprach sich auch für mehr Differenzierungen in den Nachrichtensendungen aus. Bild: ELF
Der „heute journal“-Moderator sprach sich auch für mehr Differenzierungen in den Nachrichtensendungen aus. Bild: ELF

Immer wieder schlug Sievers Brücken vom Buch zur aktuellen Nachrichtenlage etwa in Israel oder in der Ukraine, flocht Anekdoten und Alltagsbeobachtungen ein, kurzweilig und pointiert. Hier wie bei den Fragen von Festivalmoderator Johannes Zierden und aus dem Publikum kam er sympathisch und authentisch rüber, „ein Kumpeltyp“, wie ein Besucher meinte. Die künftige Bedeutung von KI für die Nachrichtensendungen. Der mögliche Rechtsruck in Deutschland. Die Gefährlichkeit des Reporterberufs an Krisenschauplätzen der Welt. Die Wichtigkeit, auch jüngeres Publikum an seriöse Nachrichtensendungen heranzuführen: All das wurde als Fragen an Sievers artikuliert und souverän beantwortet. Bis dann einmal mehr eine riesige Signierschlange die Gelegenheit gab, mit Sievers ins Gespräch zu kommen und Selfies ohne Ende zu machen. Und Sievers, der so stark begeistert hatte, war dann auch selber begeistert: „Ein fantastischer Abend in Bitburg! Super Publikum, war ein Fest des Lesens. Herzlichen Dank & alles Gute!“ schrieb er abschließend in das Gästebuch des Festivals. (eB)

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