Der Boulderraum ist schon fertig

Sektion Eifel des Deutschen Alpenvereins baut Gebäude in Vogelsang zu Mittelgebirgshütte und Sektionsheim um – Viel Eigenarbeit wird geleistet

Bouldern, wie die moderne Spielart des Kletterns in Absprunghöhe heißt, kann man bereits in der Alpenvereinshütte auf Vogelsang, wie Routenbauerin und Trainerin Kira Eden (v.l.) sowie Max Theißen, Vorsitzender der DAV-Sektion Eifel, zeigen. Geplant ist die offizielle Eröffnung des Selbstversorgerhauses zum Ende des Jahres. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Bouldern, wie die moderne Spielart des Kletterns in Absprunghöhe heißt, kann man bereits in der Alpenvereinshütte auf Vogelsang, wie Routenbauerin und Trainerin Kira Eden (v.l.) sowie Max Theißen, Vorsitzender der DAV-Sektion Eifel, zeigen. Geplant ist die offizielle Eröffnung des Selbstversorgerhauses zum Ende des Jahres. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Schleiden-Vogelsang – Die Sektion Eifel des Deutschen Alpenvereins (DAV) wächst und gedeiht – und das auf allen Ebenen. Nicht nur die Mitgliederzahlen gehen stetig nach oben – Vorsitzender Max Theißen begrüßte kürzlich den 4000. Bergsportbegeisterten in der Sektion – sondern auch das erste bauliche Projekt schreitet dank tatkräftigen ehrenamtlichen Einsatzes in großen Schritten voran: Die Mittelgebirgshütte, die auf dem Gelände von Vogelsang-IP im Malakoff-Gebäude entsteht, soll bis zu 28 Übernachtungsgästen in dem Selbstversorgerhaus mitten im Nationalpark Eifel Obdach bieten und auch als Sektionsheim dienen. Für sportliche Betätigung etwa an Regentagen ist bereits jetzt gesorgt. Denn der Boulderraum ist bereits fertiggestellt.

Bouldern ist seilfreies Klettern in Absprunghöhe und durch die Aufnahme in die Olympischen Spiele einem breiten Publikum bekannt geworden. Es hat eine gute Sicherheitsstatistik gerade als Indoor-Sport, vergleichbar mit Joggen. Zudem stellt es ein niederschwelliges Sportangebot dar, weil Menschen fast aller Altersgruppen und mit oder ohne Einschränkungen den Trendsport mit wenig Ausrüstung (Kletterschuhe, Magnesia) ausüben können.

„Ermöglicht wurde die schnelle Umsetzung unseres Boulderraums auch durch eine Förderung des Landes NRW aus dem Programm »Moderne Sportstätten» von 27.000 Euro. Der Wandbauer Versys aus unserer Region und damit auch ökologisch die naheliegende Lösung hat die Kletterwände und die Fallschutzmatten eingebaut. Das gut ausgebildete Routenbauteam unserer Sektion hat dann die Klettergriffe installiert und für abwechslungsreiche Boulder von kindergeeignet bis herausfordert gesorgt“, so Max Theißen. Drumherum muss allerdings noch einiges getan werden. Theißen: „Dabei können wir allerdings auf viele ehrenamtliche Helfer zählen, die wirklich hervorragende Arbeit leisten.“ Selbst das Decken von 500 Quadratmetern Dachfläche konnte in Eigenregie erledigt werden.

Auch wenn die Coronakrise einige Herausforderungen bereithielt, hat sie das Wachstum der Sektion nicht gebremst, so der Vorsitzende: „Im Gegenteil, die Menschen haben wieder vermehrt den Weg in die Natur entdeckt. Gerade das Wandern boomt. Da unsere Mitgliedschaft auch eine Versicherung und vergünstigte Preise in den DAV-Hütten beinhaltet, haben wir gerade in diesem Bereich weiter zulegen können.“ Denn neben Sportklettern sowie Bouldern Indoor und am Fels, Hochtouren und Mountainbike-Fahren ist eben auch das Wandern ein großes Betätigungsfeld der Sektion Eifel. Neben geführten Touren bietet die Sektion ein breites Kurs- und Ausbildungsprogramm zu den verschiedenen Bereichen an.

Der Boulderraum soll nach voraussichtlicher Fertigstellung der Hütte zum Ende des Jahres allen Gästen zur Verfügung stehen, zudem wird er für Trainings und Kurse der Alpenvereinssektion genutzt. Dazu gehören auch Umkleiden und sanitäre Anlagen, die ebenfalls mit viel Eigenarbeit entstehen. Weitere Informationen im Internet: www.dav-eifel.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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