Schnell wie die Feuerwehr beim „Metterman“

Mit großer Bildergalerie – Spaß-Triathlon mit kräftiger sportlicher Herausforderung und Volksfestatmosphäre – Freiwillige Feuerwehr sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern demonstrierte auch auf dem Parcours Einsatzbereitschaft – Azubis der Kreissparkasse Euskirchen gingen an den Start, während ihr Chef Udo Becker das Event moderierte

Der alte und der neue „Metterman“: Per-Uwe Mittler war auch in diesem Jahr nicht einzuholen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Der alte und der neue „Metterman“: Per-Uwe Mittler war auch in diesem Jahr nicht einzuholen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Weilerswist-Metternich – Der bislang berühmteste Triathlon ist der „Iron Man“ auf Hawaii. Allerdings scheint der „Metterman“ daran rütteln zu wollen, hat der Spaß-Triathlon mit Volksfestatmosphäre im fünften Jahr wieder die 100-Teilnehmer-Marke geknackt (der „Iron Man“ begann mit 15 Teilnehmern) und kann mit einer rheinländischen Frohnatur-Atmosphäre aufwarten, mit der selbst das Urlaubsfeeling der Pazifikinsel nicht mithalten kann. Wer allerdings glaubte, dass der Dreikampf aus Tretrollerfahren, Luftmatratzenschwimmen auf der Swist und Laufstrecke mit eingebauten Hindernissen keine sportliche Herausforderung ist, wurde schnell eines Besseren belehrt.

Denn auch wenn die zu bewältigenden Strecken jeweils nur ein paar hundert Meter lang sind, müssen die Athleten und Athletinnen der Einzelwettbewerbe zu „Metterman“ und „Metterwoman“ sowie beim Gruppenwettbewerb „Mettermix“ und beim Kinderwettkampf „Kindermett“ aufgrund der Distanzen die gesamte Zeit Vollgas geben, um ein Podiumsplätzchen zu ergattern. Denn neben kostümierten Spaßteams in Karnevalslaune und ohne allzu große Eile gehen auch Sportstudenten und erfahrene Marathon- und Ultra-Läufer an den Start.

Das Azubi-Team der KSK ging gleich mehrfach an den Start, auf dem Bild zusammen mit KSK-Chef Udo Becker (2.v.l.) und Ausbildungsleiterin Anke Titz (3.v.l.). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Das Azubi-Team der KSK ging gleich mehrfach an den Start, auf dem Bild zusammen mit KSK-Chef Udo Becker (2.v.l.) und Ausbildungsleiterin Anke Titz (3.v.l.). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Zu letzteren gehörte auch Nico Berkenkopf, angehender Bankkaufmann der Kreissparkasse Euskirchen (KSK), der zusammen mit seinen Azubi-Kollegen und –Kolleginnen sowie Ausbildungsleiterin Anke Titz beim „Metterman“ aufschlug. Am Tag zuvor war Berkenkopf noch einen Ultra über 50 Kilometer gelaufen, wollte dennoch beim „Metterman“ mehrfach starten, überließ nach dem Einzelwettkampf dann aber doch lieber seinen Kollegen und Kolleginnen das Staffelfeld. Die schlugen sich wacker, Ziel war aber bei der eingeschworenen Clique, die im Rahmen des „Azubi-BC“ gerade die Weilerswister KSK-Geschäftsstelle in Eigenregie stemmt, die spaßige Gemeinschaftsaktion und nicht das Siegertreppchen.

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Gut gelaunt, humorvoll und spritzig moderierte KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker den „Metterman“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Gut gelaunt, humorvoll und spritzig moderierte KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker den „Metterman“. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Das gebührte dem Team „Fidele Becker Und Freunde“, die in 5:33 Minuten die Strecke absolvierten, gefolgt von den „Flying Kangaroos“ (6:03) und „Die Rehsies“ (6:48). Alle Teilnehmer mussten erst einmal mit dem Roller auf die Piste, beim Wendepunkt ging es wie im „Boot-Camp“ durch einen Reifenparcours, mit gefühlt qualmenden Reifen zur Wechselzone, nach der mit Luftmatratze unter dem Arm zum Swisteinstieg gespurtet wurde. Gegen den Strom zogen sich die „Metternden“ dann zu einer Glocke, um selbst den Start zum Matratzenpaddeln einzuläuten – einer konditionell fordernden Disziplin bei „Tiefen bis zu 25 Zentimeter“, wie KSK-Vorstandsvorsitzender Udo Becker sagte, der die humorvolle und spritzige Moderation des Events übernahm. Kaum den „reißenden Fluten“ entkommen, ging es zur „Spülung“, nämlich Kurztauchgängen durch zwei Planschbecken, ehe es zur Laufstrecke mit abermals einer Reifenschikane kam – zur Gaudi der zahlreichen Zuschauer, die in Scharen zum kirmesmäßig mit Hüpfburg ausgestatteten Event geströmt waren.

Die Freiwillige Feuerwehr Metternich sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern bewies auf dem Parcours eindrucksvoll ihre Einsatzbereitschaft im mehrfachen Wortsinn. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Freiwillige Feuerwehr Metternich sorgte nicht nur für Sicherheit, sondern bewies auf dem Parcours eindrucksvoll ihre Einsatzbereitschaft im mehrfachen Wortsinn. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Sieger der Herzen“ aber wurde, wie Udo Becker verkündete, die Freiwillige Feuerwehr Metternich. Die sorgte nicht nur wieder für die Sicherheit von Teilnehmern und Zuschauern, sondern zeigte eine besondere Einsatzbereitschaft: Trotz hochsommerlicher Temperaturen schmissen sich drei Floriansjünger in komplette Einsatzmontur samt Helm, Atemmaske und Pressluftflasche, um einen ganz besonderen Leistungsnachweis zu demonstrieren. Becker: „Die brennen für ihren Einsatz, alles andere löschen sie!“

Mädchenpower hoch drei: Die „Supergirls“ Annika Becker (v.l.), Hannah Zeeh und Jolina Müller verteidigten ihren Titel als Siegerinnen der Jugendstaffel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mädchenpower hoch drei: Die „Supergirls“ Annika Becker (v.l.), Hannah Zeeh und Jolina Müller verteidigten ihren Titel als Siegerinnen der Jugendstaffel. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Beim „Kindermix“ konnten die Vorjahressieger Team „Supergirls“ in 5:38 Minuten den Sieg einheimsen, und dass, obwohl die Teamkolleginnen von Hannah Zeeh schon einiges hinter sich hatten: Annika Becker spielte am Vormittag noch ein Tennisturnier und Jolina Müller war am Vortag mehrfach beim „Ride and Run“ im Rahmen des Allround-Turniers des Reit- und Fahrvereins Metternich gestartet. Dennoch verwiesen sie „Die Krassen Profis“ (6:16) und „Best Girls Forever“ auf die Plätze.

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Erstmalig wurden auch die Frauen einzeln gewertet. In die Geschichtsbücher des „Metterman“ konnte sich Andrea Frank (7:12) als erste „Metterwoman“ einschreiben, gefolgt von Simone Kreuzberg (7:28) und Radio-Euskirchen-Moderatorin Annika Deist (7:58), die zusammen mit ihrem Kollegen Dirk Zirke nicht nur über das Event berichtete, sondern eben auch als „Metterman-Rookies“ wortwörtlich ins kalte Wasser sprangen und – nachdem sie wieder zu Atem gekommen waren – übereinstimmend sagten: „Das war viel anstrengender, als ich gedacht habe!“

Der neue „Metterman“ ist der alte: Sportstudent Per-Uwe Mittler, der seine Vorjahres-Bestzeit um fast eine Minute verbessern konnte und in rasanten 4:49 Minuten durchs Ziel spurtete. Platz zwei ging an Jonas Harnau (5:38), Platz drei an Gerrit Mostert (5:46)

Partymusik zum Abfeiern: Bernd Lübbert sorgte für gute Laune mit schnellen Beats. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Partymusik zum Abfeiern: Bernd Lübbert sorgte für gute Laune mit schnellen Beats. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Das Organisationsteam um Bernd Giesen, Markus Scheffler und Jörg Schmitz hatte wieder für einen professionellen Ablauf samt elektronischer Zeitmessung wie bei Spitzensportereignissen gesorgt, dazu erklang aus der professionellen Beschallungsanlage Fetenmusik von rheinischen Hits bis zu den Fantastischen Vier. Unermüdlich sorgten freiwillige Helfer für Aufsicht, transportierten in Windeseile Roller und Luftmatratzen zu den Wechselzonen und hatten trotz der schweißtreibenden Arbeit ein ständiges Lächeln im Gesicht. „Wir haben einfach Spaß!“, brachte es Markus Scheffler ebenso kurz wie treffend auf den Punkt – und beschrieb dabei gleichzeitig den „Metterman“ insgesamt.

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