Schlagwort-Archiv: Kall

„Die Welle der Hilfsbereitschaft, die der Flut folgte, ist gewaltig“

Drei Stunden lang berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser dem Rat der Gemeinde Kall über die Folgen der verheerenden Flutnacht, aber auch über Dankbarkeit für Helfer und Einsatzkräfte und Chancen beim Wiederaufbau

Über 100 Folien hatte das Team der Gemeinde Kall zum Sachstand der Katastrophenfolgen erstellt. Bürgermeister Hermann-Josef Esser betonte, dass die Informationen dennoch nicht vollständig seien. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Über 100 Folien hatte das Team der Gemeinde Kall zum Sachstand der Katastrophenfolgen erstellt. Bürgermeister Hermann-Josef Esser betonte, dass die Informationen dennoch nicht vollständig seien. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Trotz des bedrückenden Themas souverän, aber hier und da sichtlich betroffen berichtete Bürgermeister Hermann-Josef Esser dem Rat der Gemeinde Kall über die Folgen der verheerenden Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli – und zwar drei Stunden lang. „Dabei sind die Berichte nicht einmal vollständig“, betonte Esser in der Sondersitzung am vergangenen Donnerstag, obwohl sein über 100 Folien einer Präsentation vorbereitet hatte. Auch der Ort der Sitzung war der Hochwasserkatastrophe geschuldet: Da die Bürgerhalle nicht benutzbar ist, versammelte sich der Rat in der Aula des Hermann-Josef-Kollegs Steinfeld. „Die Welle der Hilfsbereitschaft, die der Flut folgte, ist gewaltig“ weiterlesen

Menschen aus Anröchte spenden 80.600 Euro für Kaller Flutopfer

Ehemaliger Beigeordneter der Gemeinde Kall, Alfred Schmidt, heute Bürgermeister der Gemeinde im Kreis Soest, hat sein einstiges Wirkungsfeld nicht vergessen

Bürgermeister Alfred Schmidt, hier mit dem Gospelchor "Spirit of Music" sorgte mit dafür, dass über 80.000 Euro an Spendengelder an die Gemeinde Kall gingen. Bild: Spirit of Music
Bürgermeister Alfred Schmidt, hier mit dem Gospelchor „Spirit of Music“, sorgte mit dafür, dass über 80.000 Euro an Spendengeldern an die Gemeinde Kall gingen. Bild: Spirit of Music

Kall/Anröchte – Als man in der gut 250 Kilometer von Kall entfernten Gemeinde Anröchte von der Flutkatstrophe in der Nordeifel und an der Ahr hörte, wollten viele Menschen sofort helfen. Sämtliche Anröchter Vereine veranstalteten daraufhin eine Benefizveranstaltung auf dem Bürgerhausvorplatz. Bei Live-Musik unter anderem mit dem Gospelchor „Spirit of Music“ versammelten sich dort Hunderte von Bürgern und spendeten für die Flutopfer. Dabei kamen am Ende 80.600 Euro zusammen. Eine Riesensumme, vor allem, wenn man bedenkt, dass in der Gemeinde Anröchte mit rund 10.500 Menschen noch etwas weniger Menschen als in Kall leben. Menschen aus Anröchte spenden 80.600 Euro für Kaller Flutopfer weiterlesen

Nachfrage an Sachspenden lässt deutlich nach

Neuer Ablauf für Ausgabe: In Kall soll „Kaller wirkstatt“ die Verteilung der Güter übernehmen – Gespräche mit „Tafel“ als weitere Ausgabemöglichkeit laufen

Wochenlang hatte Bauhofleiter André Kaudel (2.v.l.) mit seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern den Eingang und die Ausgabe der Hilfsgüter koordiniert. Jetzt wird die „wirkstatt“ die Ausgabe übernehmen. Foto: Reiner Züll
Wochenlang hatte Bauhofleiter André Kaudel (2.v.l.) mit seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern den Eingang und die Ausgabe der Hilfsgüter koordiniert. Jetzt wird die „wirkstatt“ die Ausgabe übernehmen. Foto: Reiner Züll

Kall – Schon seit einiger Zeit melden Hilfsorganisatoren, dass genügend Sachspenden vorhanden seien und nun eher Geldspenden benötigt werden, um die Folgen der Flutkatastrophe abzumildern. Nun lässt die Nachfrage nach Sachspenden spürbar nach. In Kall werden zudem die Lagerhallen für die bisherige Ausgabe bei Möbel Brucker und dem Bauhof Kall wieder dringend für ihre ursprünglichen Zwecke benötigt, so dass die Gemeindeverwaltung neue Lösungen gefunden hat. Ab dem 4. September übernimmt die „Kaller wirkstatt“ die Ausgabe. Mit der Kaller „Tafel“ laufen zudem Gespräche über eine weitere Ausgabemöglichkeit. Die Ausgabestellen werden kontinuierlich mit Material aus einem Zwischenlager der Gemeinde versorgt, das sich selbst nicht zur direkten Ausgabe eignet. Nachfrage an Sachspenden lässt deutlich nach weiterlesen

Dringend Blutspender gesucht

Nordeifelwerkstätten stellen dem DRK ihre Räumlichkeiten in Kall zur Verfügung – „Dringender Bedarf an Blut, auch weil viele Termine durch die Flutkatastrophe ausgefallen sind“

Um die Blutspende im von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Kall zu ermöglichen, stellen die Nordeifelwerkstätten ihre Räumlichkeiten am Siemensring zur Verfügung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Um die Blutspende im von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Kall zu ermöglichen, stellen die Nordeifelwerkstätten ihre Räumlichkeiten am Siemensring zur Verfügung. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Die Folgen der Hochwasserkatastrophe in der Eifel sind vielfältig. Darunter fällt auch der Bedarf an Blutkonserven, wie Thomas Heinen vom DRK Euskirchen berichtet: „Viele Lokalitäten, an denen Blutspende-Termine stattfanden, sind zerstört. Dadurch sind einige Termine ausgefallen.“ In Kall sind deshalb die Nordeifelwerkstätten (NEW), der Dienstleister für Menschen mit Behinderung mit mehreren Standorten im Kreis Euskirchen, eingesprungen. Für die Blutspende am Sonntag, 29. August, von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr stellen die NEW ihre Werkshalle am Siemensring 36 in Kall zur Verfügung. Dringend Blutspender gesucht weiterlesen

Bibliothek Kall muss noch geschlossen bleiben

Auch die Rückgabe entliehener Medien ist nicht möglich, Säumnisgebühren fallen nicht an

Aufgrund erheblicher Hochwasserschäden am Haus der Begegnung ist die Kaller Gemeindebibliothek derzeit geschlossen. Foto: Gemeinde Kall/Alice Gempfer
Aufgrund erheblicher Hochwasserschäden am Haus der Begegnung ist die Kaller Gemeindebibliothek derzeit geschlossen. Foto: Gemeinde Kall/Alice Gempfer

Kall – Durch die Flutkatastrophe sind in Kall zahlreiche Gebäude nicht oder nur eingeschränkt benutzbar. Darunter fallen auch das Rathaus und das Haus der Begegnung (HDB) samt Gemeindebibliothek.  Die Bibliothek muss daher bis auf weiteres geschlossen bleiben. Auch Telefon und Internet im HDB stehen momentan nicht zur Verfügung. Bibliothek Kall muss noch geschlossen bleiben weiterlesen

Hilfsbereitschaft für Flutgeschädigte ungebrochen

In den Spendenlagerndes Bauhofes Gemeinde Kall und bei Möbel Brucker kommen Lieferungen aus ganz Deutschland an – Bauhofleiter André Kaudel: „Wir sind jedem Helfer dankbar“ – Eine Familie aus Vechta, deren Haus vor Jahren abgebrannt war, ging im Baumarkt aus eigener Tasche auf große Einkaufstour für die Kaller Flutopfer 

Bauhofleiter André Kaudel (2.v.l.) koordiniert mit seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern den Eingang und die Ausgabe der Hilfsgüter. Foto: Reiner Züll
Bauhofleiter André Kaudel (2.v.l.) koordiniert mit seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern den Eingang und die Ausgabe der Hilfsgüter. Foto: Reiner Züll

Kall – Sie hatten die vierstündige 340 Kilometer weite Reise von Vechta nach Kall gern in Kauf genommen, nur um den Opfern der schweren Flut am 14. Juli zu helfen: Der Transporter, mit dem Jürgen Dirkes und dessen Sohn Florian am 2. August den Bauhof der Gemeinde ansteuerten war voll beladen mit Hilfsgütern, die die Familie aus dem hohen Norden aus eigener Tasche bezahlt hatten. Hilfsbereitschaft für Flutgeschädigte ungebrochen weiterlesen

Zwölfköpfiges Notfallseelsorge-Team steht ab Montag in Kall zur Verfügung

Angebot auch für Betroffene aus Nachbarkommunen – Gespräche aufsuchend oder im Kloster Steinfeld 

Ein zwölfköpfiges Kriseninterventionsteam (hier mit Bürgermeister Hermann-Josef Esser, hintere Reihe, 2.v.r.) hat Quartier im Kloster Steinfeld bezogen, um den Menschen in Kall und aus den Nachbarkommunen zur Seite zu stehen. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall
Ein zwölfköpfiges Kriseninterventionsteam (hier mit Bürgermeister Hermann-Josef Esser, hintere Reihe, 2.v.r.) hat Quartier im Kloster Steinfeld bezogen, um den Menschen in Kall und aus den Nachbarkommunen zur Seite zu stehen. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall

Kall-Steinfeld – Ein zwölfköpfiges Kriseninterventionsteam hat am Samstag Quartier im Kloster Steinfeld bezogen, um den Menschen in Kall und aus den Nachbarkommunen zur Seite zu stehen. „Unsere Notfallseelsorger sind alle speziell ausgebildet, um bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse zu unterstützen“, berichtet Einsatzleiter Albi Roebke. Erklärtes Ziel sei es, dass „aus normalen Reaktionen auf unnormale Erlebnisse keine Psychotraumata entstehen“. Das Team, das anhand seiner violetten Westen und Jacken erkennbar ist, bietet Unterstützung unabhängig vom Glauben oder der Weltanschauung der Hilfesuchenden, die Beratung ist kostenfrei und absolut vertraulich. Die Koordination der Hilfseinsätze erfolgt über die Kaller Rathaus-Hotline 0151/ 548 378 15, ab Montag können sich dort auch hilfesuchende Menschen melden. Zwölfköpfiges Notfallseelsorge-Team steht ab Montag in Kall zur Verfügung weiterlesen

Hilfe für Kaller Feuerwehr kam sogar aus Bayern

Von Reiner Züll Auch eine Wehr aus München brachte Uniformen, Stiefel und Helme nach Kall – Einsatz-Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) leistete seelische Hilfe

Kalls Löschzugführer Daniel Rütz (rechts) und Kleiderkammer-Chef René Jerratsch (2.v.l.) nahmen am Mittwoch die Schutzbekleidung von den drei Feuerwehr-Kollegen aus München entgegen. Foto: Reiner Züll
Kalls Löschzugführer Daniel Rütz (rechts) und Kleiderkammer-Chef René Jerratsch (2.v.l.) nahmen am Mittwoch die Schutzbekleidung von den drei Feuerwehr-Kollegen aus München entgegen. Foto: Reiner Züll

Kall – Die Feuerwehr Kall erlebt auch eine Woche nach der verheerenden Flut, die das Gerätehaus und das Inventar der Wehr teilweise zerstörte, weiterhin eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Wie berichtet, hatte die Firma Henkel aus Düsseldorf der Gemeindefeuerwehr Ersatz-Einsatzuniformen und ein Tanklöschfahrzeug zur Verfügung gestellt. Hilfe für Kaller Feuerwehr kam sogar aus Bayern weiterlesen

Kölner Sparkassenbus hält am Freitag vor Möbel Brucker

Kolleginnen und Kollegen der Kreissparkasse Euskirchen mit an Bord

Die Sparkasse KölnBonnn setzt seit Februar dieses Jahres zwei Mobile Filialen ein. Eine davon wird im Kreis Euskirchen nach dem Hochwasser bei der Bargeldversorgung helfen. Foto: Thomas Luther / Bildrechte: Sparkasse KölnBonn
Die Sparkasse KölnBonnn setzt seit Februar dieses Jahres zwei Mobile Filialen ein. Eine davon wird im Kreis Euskirchen nach dem Hochwasser bei der Bargeldversorgung helfen.
Foto: Thomas Luther / Bildrechte: Sparkasse KölnBonn

Kreis Euskirchen/Kall – Das ungeheure Ausmaß der Verwüstung nach den Hochwasserschäden auch im Rheinland lässt die Sparkassen der Region zusammenrücken. Institutsübergreifend ist ab morgen, 23. Juli, eine Mobile Filiale der Sparkasse KölnBonn unter anderem in Kall im Einsatz, um die Bargeldversorgung für die Anwohner zu erleichtern. „Die Vorstände der Sparkasse KölnBonn und der Kreissparkasse Euskirchen haben dies vereinbart“, heißt es in einer Pressemitteilung der Sparkasse KölnBonn. Die Mobile Filiale werde in Kall um 10.30 Uhr auf dem Parkplatz vor Möbel Brücker erwartet und soll dort bis 16 Uhr anzutreffen sein. Weitere Einsatzorte seien derzeit noch in Planung. Kölner Sparkassenbus hält am Freitag vor Möbel Brucker weiterlesen

Diakonie besucht Kirchengemeinde Kall im Katastrophengebiet

Gemeinsam stellen die evangelische Kirche und die Diakonie in einem ersten Schritt vier Millionen Euro für Betroffene der Flutkatastrophe bereit

 Thomas Oelkers (v.l.), Vorstand Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Hans Peter Bruckhoff, Superintendent des Kirchenkreis Aachen, Malte Duisberg, Geschäftsführer EVA Evangelisches Alten- und Pflegeheim, Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland und Martin Kessler, Direktor Diakonie Katastrophenhilfe, trafen sich heute in Kall, um die ersten Trockengeräte für die Aufräumarbeiten zu überreichen. Bild: Hermann Bredehorst/Diakonie Katastrophenhilfe
Thomas Oelkers (v.l.), Vorstand Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Hans Peter Bruckhoff, Superintendent des Kirchenkreis Aachen, Malte Duisberg, Geschäftsführer EVA Evangelisches Alten- und Pflegeheim, Ulrich Lilie, Präsident Diakonie Deutschland, und Martin Kessler, Direktor Diakonie Katastrophenhilfe, trafen sich heute in Kall, um die ersten Trockengeräte für die Aufräumarbeiten zu überreichen. Bild: Hermann Bredehorst/Diakonie Katastrophenhilfe

Kall – Heute haben Diakoniepräsident Ulrich Lilie, der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, und der Vorstand des Diakonischen Werkes Rheinland-Westfalen-Lippe (Diakonie RWL) die von der Flutkatastrophe stark betroffene Evangelische Kirche in Kall besucht. Mit im Gepäck hatten sie Trockengeräte für die Aufräumarbeiten. In den kommenden Tagen verteilt die Diakonie RWL rund 100 solcher Geräte in Regionen, in denen die Aufräumarbeiten begonnen haben. Diakonie besucht Kirchengemeinde Kall im Katastrophengebiet weiterlesen