Unter anderem wurden Anlagen in Schleiden, Gemünd, Kall, Marmagen sowie die Kläranlage Urft-Nettersheim überflutet
Die Käranlage Urft-Nettersheim wurde von der Urft unter Wasser gesetzt. Bild: Alexander Esch/WVER
Nordeifel – Das gewaltige Hochwasser, das in der Nordeifel massive Schäden verursacht hat, ist auch an vielen Kläranlagen des Wasserverbandes Eifel-Rur (WVER) nicht spurlos vorübergegangen. Besonders betroffen waren die Kläranlagen in der Eifel. So wurden die Anlagen in Schleiden, Gemünd, Urft-Nettersheim, Kall, Marmagen, Mulartshütte und Roetgen überflutet. In Eschweiler überschwemmte die benachbarte Inde die dortige Kläranlage vollständig. Das an der westlichen Landesgrenze verlaufende Gewässer, die Wurm, uferte auf die Kläranlage Frelenberg aus. Auch eine Vielzahl von Regenüberlaufbecken und Pumpwerken wurde unter Wasser gesetzt. Die Reinigung des Abwassers ist auf den vorgenannten Anlagen weitgehend zum Erliegen gekommen. Auch Kläranlagen des WVER vom Hochwasser betroffen weiterlesen →
Von Reiner ZüllDrei Mitbürger verloren ihr Leben – 20 Einsatzfahrzeuge versanken vor dem Feuerwehrgerätehaus im Hochwasser – Zwei 5-Zentner-Weltkriegsbomben freigespült – Bürgermeister Hermann-Josef Esser ist sich sicher, es wird Jahre dauern, um alle Schäden zu beseitigen – Bauministerin Scharrenbach sprach den Menschen vor Ort Trost zu
Als das Wasser im Morgengrauen langsam ablief, wurde das Maß der Beschädigungen an den Autos der Feuerwehrleute deutlich. Foto: Reiner Züll
Kall – Drei tote Kaller Mitbürger, viele Verletzte, hunderte überflutete Häuser oder Wohnungen und tonnenweise zerstörter Hausrat an den Straßenrändern zeugen fünf Tage nach dem folgenschweren Hochwasser noch immer von der Wucht des Unwetters, das am Mittwochabend über Teile der Gemeinde Kall hereingebrochen war. Begleitet wurde das Geschehen vom Ausfall der Strom- und Wasserversorgung sowie des Telefon- und Handynetzes. Ehe das Kabelfernsehen in den betroffenen Regionen des Kreises wieder funktioniere, würden noch mehrere Tage vergehen, hieß es am Sonntag bei der Vodafone GmbH in Köln. Große Teile der Infrastruktur seien durch das Unwetter zerstört worden. Die Flutkatastrophe in Kall – Eine Bilanz weiterlesen →
Laut Auskunft der Bezirksregierung Köln ist die Steinbachtalsperre sicher. Symbolbild: epa
Anwohner können nach Aufhebung der Betretungsverbote zurück in die Ortsteile
Kreis Euskirchen – Zu einer erneuten Begutachtung der Standsicherheit des Dammes der Steinbachtalsperre ist heute Morgen eine Expertenrunde zusammengekommen. Der Wasserstand in der Talsperre konnte in den letzten beiden Tagen über den Grundablass der Talsperre und unter Einsatz zusätzlicher Pumpenleistungen soweit abgesenkt werden, dass die Experten nun von einer stabilisierten Lage des Dammes ausgehen. „Ein Dammbruch ist jetzt nicht mehr zu befürchten“, so die Bezirksregierung Köln. Die Talsperre werde in den nächsten Tagen abgefischt und dann vollständig entleert. Entwarnung an der Steinbachtalsperre weiterlesen →
Zusätzliche Spenden können kaum noch verwaltet und gelagert werden – Auch in der Burg Satzvey sind die Lager gefüllt, Sachspenden können jetzt von Bedürftigen abgeholt werden
Auch die Lager der Burg Satzvey sind gut gefüllt. Hilfsbedürftige können dort zahlreiche Spenden abholen. Bild: Burg Satzvey
Kreis Euskirchen – Die Kommunen im Kreis Euskirchen sind derzeit dankbar für die große Hilfsbereitschaft und die vielen Sachspenden aus der Bevölkerung, bitten aber darum, von weiteren Sach-, Kleider- und Lebensmittelspenden derzeit abzusehen. Nach Rückmeldung der Städte und Gemeinden im Kreis, seien die kommunalen Anlaufstellen bereits ausreichend mit Sachspenden versorgt. „Der Bedarf ist gedeckt. Es besteht vielerorts das Problem, dass zusätzliche Spenden nicht verwaltet und gelagert werden können“, heißt es aus dem Kreishaus. Sach-, Kleider- und Lebensmittelspenden sind jetzt ausreichend vorhanden weiterlesen →
Die Netzbetreiber sind gerade mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Einsatz, um das Stromnetz wieder flächendeckend herzustellen. Symbolbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Update für den Südkreis
Kreis Euskirchen – Der Kreis Euskirchen teilt mit, dass die Lage in den Überschwemmungsgebieten im Kreis Euskirchen angespannt bleibt. Die Netzbetreiber seien mit allen verfügbaren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, um möglichst schnell eine Wiederversorgung der betroffenen Gebiete zu ermöglichen. Durch die enormen Schäden und das vielerorts immer noch stehende Wasser sei die Inbetriebnahme von Umspannanlagen und Ortsnetzstationen schwierig. Aktuelle Info zur Stromversorgung im Kreisgebiet weiterlesen →
Polizei kontrolliert Zufahrtstraßen – Aber Achtung, nicht jeder, der Fotos macht, ist ein Schaulustiger
Immer mehr Katastrophentouristen fallen in den Kreis Euskirchen ein. Die Polizei fragt in Kontrollen nach einem berechtigten Interesse für den Besuch. Fotomontage: epa
Kreis Euskirchen – Immer mehr Schaulustige aus den Ballungszentren machen sich derzeit auf den Weg in die Eifel, um sich mit Kind und Kegel die Katastrophengebiete aus der Nähe zu betrachten. Dabei stehen sie zuweilen den Rettungseinsatzkräften im Weg oder verstopfen mit ihren Fahrzeugen die wenigen noch intakten Zufahrtstraßen. Auch der Schleidener Bürgermeister Ingo Pfennings beklagt auf seinem Facebook-Account einen steigenden Zuwachs an „Trümmertouristen“ vor allem in Gemünd, die dort Fotos und Videoaufnahmen machten. Katastrophentouristen sind nicht willkommen weiterlesen →
Der Grundablass an der Steinbachtalsperre wurde freigeleget. Eventuell können die Menschen im Laufe des Sonntags zurück in ihre Ortschaften. Symbolbild: epa
Euskirchen – Der Grundablass an der Steinbachtalsperre wurde freigelegt. Bis zu sechs Kubikmeter Wasser pro Sekunde werden derzeit kontrolliert über den Ablauf aus der Talsperre abgelassen. Dadurch reduziert sich der Druck auf den Damm. „Eine Flutgefahr für die betroffenen Stadteile bzw. Dörfer besteht nicht“, heißt es aus dem Kreishaus. Das Wasser in den entsprechenden Bächen wie bspw. Steinbach werde steigen, aber nicht das verbreiterte Bachbett verlassen. Steinbachtalsperre: Wahrscheinlich im Laufe des Sonntags Rückkehr in Ortschaften möglich weiterlesen →
Kreis Euskirchen – Wie der Kreis Euskirchen soeben mitteilt, gibt es ab sofort eine Bürgerhotline für Fragen rund um die Hochwasserkatastophe, und zwar bis Samstag, 17. Juli, 18 Uhr, durchgehend erreichbar, ab Sonntag, 18. Juli, 8 bis 18 Uhr, unter Telefon: 0 22 51/1 58 88.
Weiterhin ist eine Personenauskunftsstelle für vermisste Personen eingerichtet worden. Sie ist bis Samstag, 17. Juli, 18 Uhr, durchgehend erreichbar, ab Sonntag, 18. Juli, von 8 bis18 Uhr. Und zwar unter der Telefonnummer: 0 22 51/1 5 11 11 Bürgerhotline und Personenauskunftstelle freigeschaltet weiterlesen →
Der Kreis Euskirchen hat derzeit nach wie vor Schwierigkeiten mit der Internetverbindung. Daher veröffentlichen wir hier die aktuelle Lage aus dem Kreishaus:
So wie hier in Kall sieht es derzeit in vielen Kommunen des Kreises Euskirchen aus. Bild: privat
Die Autobahn 1 zwischen Wisskirchen und Mechernich ist gesperrt. Dort sind Pfeiler der Talbrücke Krebsbachtal unterspült worden. Zudem liegen mehrere Starkstromleitungen frei.
Strom, Telefon und Mobiltelefonnetz sind in weiten Teilen des Kreises Euskirchen ausgefallen.
Kommunikation: Stadt Euskirchen (Internet und Telefon) ist weitgehend eingeschränkt. Die Notrufnummer 112 ist nicht erreichbar und wird auf den Polizeinotruf 110 umgeleitet. In den Ortschaften werden zentrale Anlaufstellen eingerichtet. Die aktuelle Lage im Kreis Euskirchen weiterlesen →
Auch in der Gemeinde Kall ist derzeit landunter. Hier ein Blick auf den neuen Bahnhofsvorplatz. Bild: privat
Kreisverwaltung nimmt Menschen aus Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim auf – Steinbachtalsperre ein Meter unterhalb der Dammkrone – Zahl der Todefälle erhöht sich auf sechs
Kreis Euskirchen – Derzeit läuft eine Evakuierungsmaßnahme in Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim (Stadt Euskirchen). Da die Unterbringungsmöglichkeiten in der Peter-Weber-Halle (Kuchenheim) und in der Gesamtschule Weilerswist erschöpft sind, werden die Personen zunächst in der Kreisverwaltung Euskirchen untergebracht. An weiteren Unterbringungsmöglichkeiten wird mit Hochdruck gearbeitet. Lage in weiten Teilen des Kreises Euskirchen nach wie vor kritisch weiterlesen →
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