Erste Aufräum- und Sicherungsarbeiten nach Hochwasser abgeschlossen – Wohlfahrtsverband will schnellstmöglich wieder alle Dienste für die Menschen der Region anbieten
Die beiden Caritasvorstände Martin Jost und Maria Surges-Brilon inmitten des von der Flut zerstörten Sozialladens „Kinderkram“. Der Verband hat die Aufräum-und Sicherungsarbeiten weitgehend abgeschlossen, in den kommenden Wochen und Monaten stehen Renovierungsarbeiten, die Wiederherstellung des vollständigen Regelbetriebs und die Hilfen für Flutopfer im Fokus der Arbeit. Foto: Carsten Düppengießer
Euskirchen – Nachdem die Caritas Euskirchen – wie viele andere Menschen und Institutionen auch – in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli hart von den Wassermassen der Flutkatastrophe getroffen wurde, standen in den vergangenen zwei Wochen Aufräum- und Sicherungsarbeiten an den betroffenen Einrichtungen im Fokus. „Wir sind dabei von einer Welle der Hilfsbereitschaft getragen worden. Mitarbeiter, Angehörige, Klienten, Geflüchtete und viele Freiwillige unterschiedlicher Organisationen haben uns hier tatkräftig unterstützt“, erklärt Caritasvorstand Martin Jost: „Auch viele Kollegen des Diözesan Caritasverband Köln und Mitarbeitende der Caritas Düsseldorf haben uns bei den Arbeiten geholfen.“ Caritas Euskirchen blickt nach vorn weiterlesen →
Angebot auch für Betroffene aus Nachbarkommunen – Gespräche aufsuchend oder im Kloster Steinfeld
Ein zwölfköpfiges Kriseninterventionsteam (hier mit Bürgermeister Hermann-Josef Esser, hintere Reihe, 2.v.r.) hat Quartier im Kloster Steinfeld bezogen, um den Menschen in Kall und aus den Nachbarkommunen zur Seite zu stehen. Foto: Alice Gempfer/Gemeinde Kall
Kall-Steinfeld – Ein zwölfköpfiges Kriseninterventionsteam hat am Samstag Quartier im Kloster Steinfeld bezogen, um den Menschen in Kall und aus den Nachbarkommunen zur Seite zu stehen. „Unsere Notfallseelsorger sind alle speziell ausgebildet, um bei der Bewältigung traumatischer Erlebnisse zu unterstützen“, berichtet Einsatzleiter Albi Roebke. Erklärtes Ziel sei es, dass „aus normalen Reaktionen auf unnormale Erlebnisse keine Psychotraumata entstehen“. Das Team, das anhand seiner violetten Westen und Jacken erkennbar ist, bietet Unterstützung unabhängig vom Glauben oder der Weltanschauung der Hilfesuchenden, die Beratung ist kostenfrei und absolut vertraulich. Die Koordination der Hilfseinsätze erfolgt über die Kaller Rathaus-Hotline 0151/ 548 378 15, ab Montag können sich dort auch hilfesuchende Menschen melden. Zwölfköpfiges Notfallseelsorge-Team steht ab Montag in Kall zur Verfügung weiterlesen →
Schwimmen darf man im Rursee nur an ausgewiesenen Badestränden. Archivbild: epa
Eifel – Der Wasserverband Eifel-Rur hebt die Warnung zum Befahren des Rursees mit Wassersportfahrzeugen wieder auf. Das Treibgut, das durch das Hochwasser in die Talsperre gelangt sei, habe sich größtenteils in den Uferböschungen abgelagert. Das Baden im Rursee sei nur an eigens dafür ausgewiesenen Badestellen erlaubt, nämlich dem Badestrand Eschauel und der Neuen Mitte Woffelsbach. Die Überwachung der Gewässergüte dort liege in der Zuständigkeit der Gesundheitsämter. Der Wasserverband bittet Badewillige, sich entsprechend dort zu informieren, ob ein Baden gefahrlos möglich sei. Wassersport wieder möglich weiterlesen →
Kreistag in Euskirchen hat per Dringlichkeitsentscheidung über die Verteilung entschieden
Landrat Makus Ramers betont, dass noch mehr finanzielle Hilfe für die Kommunen erfolgen muss. Archivbild: W. Andres / Kreisverwaltung
Kreis Euskirchen – Das Land NRW hat dem Kreis Euskirchen 15 Mio. Euro Soforthilfe gewährt. Mit diesem Geld sollen erste Instandsetzungsmaßnahmen der kommunalen Infrastruktur, Aufräum- und Reinigungsarbeiten sowie Arbeiten im Zusammenhang mit der Gefahrenabwehr und Schadensbeseitigung finanziert werden. Soforthilfe: 15 Mio. Euro für Städte und Gemeinden weiterlesen →
Beim Hochwasser wurden vier Fahrzeuge der Hellenthaler Feuerwehr beschädigt – Das LF 8/6 wird zukünftig in Rescheid seinen Dienst absolvieren
Christian Morsek, Ralf Platen, Claus Uebe (alle Feuerwehr Meerbusch), Bürgermeister der Stadt Meerbusch Christian Bommers, Bürgermeister der Gemeinde Hellenthal Rudolf Westerburg, Wehrführer der Gemeinde Hellenthal Daniel Pützer, Werner Groß und Sebastian Dietrich als stellv. Wehrführer der Gemeinde Hellenthal bei der Übergabe des Löschfahrzeugs. Bild: Gemeinde Hellenthal
Hellenthal – Mit so schneller Hilfe hatten die Verantwortlichen der Gemeinde Hellenthal nicht gerechnet. Bei dem Hochwassereinsatz am 14. und 15. Juli wurden insgesamt vier Feuerwehrfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Hellenthal beschädigt. Davon ein Fahrzeug so schwer, dass es nicht mehr einsatzfähig ist und als wirtschaftlicher Totalschaden abgeschrieben werden muss. Die anderen Fahrzeuge können mittlerweile wieder eingesetzt werden, müssen jedoch in der nächsten Zeit nochmals zur kompletten Behebung der Schäden in die Werkstatt gebracht werden. Der Totalausfall des nicht mehr einsatzfähigen Fahrzeuges führte auch dazu, dass die durch die Feuerwehr einzuhaltenden Hilfsfristen nicht mehr eingehalten werden konnten. Stadt Meerbusch übergab den Hellenthalern funktionsfähiges Löschfahrzeug weiterlesen →
Der Mann aus dem Nachbarkreis hat „laufend“ fast drei Millionen Euro zusammengetragen
Ortstermin mit Spendenübergabe am städtischen Kindergarten in Sinzenich (v.l.): Bürgermeister Ulf Hürtgen, Peter Borsdorff, Kindergarten-Leiterin Anja Hoscheid, Tippgeberin Sabine Vesper und Simona Gall, Teamleiterin für Kindergartenangelegenheiten bei der Stadt Zülpich. Foto: Torsten Beulen/Stadt Zülpich
Zülpich – „Machen“, so lautet die Devise von Peter Borsdorff. Seit mehr als 25 Jahren engagiert er sich mit seiner Hilfsaktion „Running for Kids“ für Kinder in der Region, die beispielsweise von Krankheit und Armut betroffen sind. Vor allem im Dürener Raum ist der Mann mit der Sammelbüchse bekannt wie ein bunter Hund. Es findet kaum eine Laufveranstaltung statt, bei der Borsdorff nicht laufend Spenden sammelt. Peter Borsdorff half dem überfluteten Kindergarten „Springmäuse“ weiterlesen →
Auch Baudenkmäler, Museen und Naturschutzeinrichtungen überflutet und schwer beschädigt
Eifel – Mit großer Betroffenheit reagieren die NRW-Stiftung und ihr Förderverein auf die Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten. Neben zahllosen Wohnhäusern seien auch viele von der NRW-Stiftung geförderte Projekte wie Baudenkmäler, Museen und Naturschutzeinrichtungen überflutet und schwer beschädigt worden. Um diese Schäden zu beheben, lege die NRW-Stiftung ein Hilfsprogramm mit einem Volumen von einer Million Euro auf, um unbürokratisch den ehrenamtlichen Projektpartnern helfen zu können. NRW-Stiftung sagt Hilfe von einer Millionen Euro nach Flutkatastrophe zu weiterlesen →
RLV mahnt kurz- und langfristige Hilfen für betroffene Betriebe an – Landwirtschaft warnt seit Jahren vor massiver Flächenversiegelung
Starkregen hat unter anderem auch das Getreide auf den Feldern niedergedrückt. Foto: Degenhard Neisse/RLV
Eifel – Seit vielen Tagen gehören Landwirte in NRW und Rheinland-Pfalz zu den unermüdlichen Helfern, die den Menschen in den Überflutungsgebieten zur Seite stehen, Straßen räumen, Müll abfahren, Keller auspumpen und vieles mehr. Dabei leiden sie vielfach selbst unter der Flutkatastrophe, hatten bislang aber noch gar nicht die Zeit, das Ausmaß der Schäden auf ihren Höfen und Feldern in Augenschein zu nehmen. Schlimmer noch: Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) rechnet damit, dass bei vielen Landwirten – genau wie bei anderen oder noch viel schlimmer Betroffenen – kein ausreichender Versicherungsschutz vorhanden ist. Landwirte helfen den Flutopfern, aber wer hilft den Landwirten? weiterlesen →
Die Trinkwassersituation hat sich weiter verbessert. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Kreis Euskirchen hat eine Übersicht über die aktuelle Trinkwasserqualität im Kreis Euskirchen erstellt. In Kall und Schleiden hat sich die Lage weiter verbessert. Der Einfachheit halber können Sie die Übersicht hier direkt einsehen: Trinkwassersituation 27_07
Die Ferienfreizeit ist kostenfrei – Eltern oder Betreuer dürfen die Kinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren begleiten
In den Feriencamps des DRK sollen die Kinder aus den Flutkatastrophengebieten wieder Kraft tanken. Symbolbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Kreis Euskirchen – Im Schulterschluss mit seinen Gliederungen organisiert der DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern kurzfristig Feriencamps für Kinder aus den Hochwassergebieten. Ab 1. bis Ende August schenkt das DRK für jeweils eine Woche Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren Ferienzeit, um Kraft zu tanken. Für bis zu 500 Kinder im Alter von 8 bis 14 Jahren sind für jeweils eine Woche Feriencamps im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Start ist am kommenden Sonntag, 1. August. Die Camps werden bis Ende August bis Ferienende in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen veranstaltet. Elternteil oder Betreuer dürfen die Kids begleiten. „Bei der Auswahl der Camps waren sowohl Tauglichkeit für Kinder- und Jugendliche, die Attraktivität als Ferienort und auch die Sicherstellung von pädagogischer und psychosozialer Betreuung der Großen und Kleinen maßgeblich“, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK. DRK Mecklenburg-Vorpommern organisiert Feriencamps für flutgeschädigte Kinder weiterlesen →
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