Das Studiotheater Theatrino zeigt einen Film von Dietrich Schubert über den Maler Otto Pankok. Bild: Schubert
Studiotheater zeigt einen Film von Dietrich Schubert
Büllsheim – Otto Pankok (1893 bis1 966) war einer der bedeutendsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts. Sofort nach Hitlers Machtübernahme 1933 versuchte er, dem Schreckensregime mit seinen Bildern etwas entgegenzusetzen und geriet zunehmend ins Visier der Gestapo. Das NS-Regime diffamierte ihn als »entarteten« Künstler. Mehr als fünfzig seiner Werke wurden aus deutschen Museen entfernt und später vernichtet. Um den Nachstellungen der Gestapo zu entgehen und unbeobachtet arbeiten zu können, zog sich Otto Pankok immer öfter in die Abgeschiedenheit ländlicher Regionen zurück.
Bei einem Aufenthalt in Iversheim in der Eifel 1941 machte ihn der Schriftsteller Jakob Kneip auf ein beschädigtes, leer stehendes Haus im nahe gelegenen Ort Pesch aufmerksam. Mit Ehefrau Hulda und Tochter Eva kam Otto Pankok im September 1942 dort an.
Im Mittelpunkt des Films steht der bisher weitgehend unbekannte Lebensabschnitt 1942 bis 1946, den der vom NS-Regime bedrohte und unter Beobachtung der Gestapo stehende Künstler im Eifelort Pesch verbrachte. Eva Pankok, seine Tochter, und Zeitzeugen aus Pesch erinnern sich. Trotz aller Verbote malte Otto Pankok auch hier weiter und versteckte seine Bilder unter der Bühne eines Gasthauses. In dieser Zeit sind fast 500 Kohlezeichnungen entstanden, darunter viele Bilder des Zyklus »Jüdisches Schicksal«, eine einzigartige künstlerische Anklage gegen das NS-Regime. Nach dem Film steht Dietrich Schubert, der Regisseur des Films, für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung. (eB/epa)
Bitte Karten vorbestellen und an der Abendkasse bezahlen – theater@theatrino.be oder Tel. 080 642187; Jugendliche bis 16 Jahre zahlen 8,-€ / Erwachsene 12,- €. Theatrino öffnet um 19 Uhr. Das Theatrino finden Sie in 4761 Büllingen-Krinkelt, Wahlerscheider Str. 10. Weitere Infos unter www.theatrino.be
Szene aus dem Schubert-Film. Bild: Dietrich Schubert
üllingen – Das Studiotheater Theatrino in Büllingen zeigt am Samstag, 5. Juli, 19.30 Uhr, einen weiteren Film von Dietrich Schubert: „Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen oder: Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen“. Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen weiterlesen →
Studiotheater Theatrino zeigt Film von Dietrich Schubert
In Dietrich Schuberts Film derht sich alles um das Dorf Wollseifen. Bild: Schubert
Büllingen – Wollseifen war ein einsam inmitten hügeliger Landschaft gelegenes Dorf. Bis ins 19. Jahrhundert lebten die Menschen bescheiden von der Landwirtschaft. Nach dem Bau der Urfttalsperre Anfang des 20. Jahrhunderts kamen Touristen in die abgeschiedene Region und brachten dem Ort wirtschaftlichen Aufschwung. 1934, ein Jahr nach der Machtübernahme Hitlers, begannen in Sichtweite des Ortes die Bauarbeiten für die „NS-Ordensburg Vogelsang“, in der die Elite des Regimes ausgebildet werden sollte. Erinnerungen an Wollseifen weiterlesen →
Im Film von Dietrich Schubert dreht sich alles um das Lebensgefühl und den Wiederaufbau nach 1945
Büllingen – »Unsere Grenze gegen Belgien heißt ‚das Loch im Westen’. Auch aus unserer Gemeinde huldigen wieder viele dem Schmuggel« notierte Pfarrer Meurer in seiner Pfarrchronik, in der er den Alltag der Bewohner der Pfarrgemeinde Rescheid von 1946 bis 1953 beschreibt. Das Kriegsende stellte die Menschen vor unlösbar scheinende Probleme. Studiotheater Theatrino zeigt: Nachkriegsjahre in der Eifel weiterlesen →
Studiotheater „Theatrino“ zeigt einen weiteren Film von Dietrich Schubert
Büllingen – Er lebte in den Ostkantonen Belgiens, die nach dem Einmarsch deutscher Truppen im Mai 1940 mit dem Deutschen Reich zwangsvereinigt wurden. Wer sich nicht freiwillig zur Wehrmacht meldete, wurde – wie Mathi Schenk – als Zwangssoldat für Deutschland in den Krieg geschickt. Bei Ausbruch des Warschauer Aufstandes im August 1944 kam der 18-Jährige in die polnische Hauptstadt und wurde der berüchtigten SS-Brigade Dirlewanger zugeteilt. In den 63 Tagen erbitterter Kämpfe, die mehr als 200.000 Polen das Leben kosteten, musste er unvorstellbare Gräueltaten an der Warschauer Bevölkerung miterleben. Mathi Schenks letzte Reise nach Polen weiterlesen →
Theatrino zeigt einen weiteren Film von Dietrich Schubert und erinnert an den Wahnsinn des Krieges
Der Film von Dietrich Schubert erinnert an die unvorstellbaren Zerstörungen, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte. Bild: Schubert
Büllingen – Das Theatrino in Büllingen/Rocherath zeigt am Samstag, 15. Juni, den Film „Kriegsjahre in der Eifel“ von Dietrich Schubert. Beginn ist um 19.30 Uhr. Kriegsjahre in der Eifel weiterlesen →
Das Theatrino zeigt den Dietrich Schubert-Film: „Ein blindes Pferd darf man nicht belügen.“ Bild: Schubert
Büllingen – Früher wurden Erfahrungen durch Erzählen weitergegeben. Die Geschichten stützten sich auf Beobachtungen, Erfahrungen des eigenen Alltags und auf die Erzählungen der Vorfahren. Geschichte wurde durch Geschichten von einer Generation zur nächsten vermittelt. Der Film versucht an diese Tradition, die seit Einführung des Fernsehens immer weiter zurückgegangen ist, anzuknüpfen. „Ein blindes Pferd darf man nicht belügen“ weiterlesen →
Theatrino in Rocherath zeigt Film von Dietrich Schubert
Der Rocherather Paul Drösch bei den Dreharbeiten. Bild: Dietrich Schubert
Büllingen – „In der Familie gab es Auseinandersetzungen. Zwischen Mann und Frau, zwischen Bruder und Schwester gab es Auseinandersetzungen. Mein Schwager und mein Schwiegervater waren prodeutsch, mein Mann und ich waren probelgisch eingestellt. Aber wir wohnten unter einem Dach“, erzählt Maria Rauw-Drösch aus Rocherath im Film von den Konflikten, die auf Grund der mehrfachen Grenzverschiebungen im 20. Jahrhundert immer wieder ausbrachen. Die Menschen, die hier in Ostbelgien leben, sprechen Deutsch, feiern ihre Gottesdienste in deutscher Sprache, sind aber belgische Staatsbürger. Film über die deutschsprachige Minderheit in Belgien weiterlesen →
Initiator Dietrich Schubert besuchte mit den Autoren Franz Albert Heinen und Dieter Lenzen, die von ihnen lokalisierten Plätze und fertigte Bilder mit einer Großformatkamera an – Massengrab mit polnischen und sowjetischen Zwangsarbeitern
Mit einer kleinen Infotafel auf dem Parkplatz an der Landstraße 17 zwischen Berk und Neuhaus wird auf das frühere Zwangsarbeiterlager aufmerksam gemacht. Initiator Dietrich Schubert (v.r.), Dahlems Bürgermeister Jan Lembach und Manfred Braun, Ortsbürgermeister von Berk (von rechts) an der neuen Tafel. Bild: Gemeinde Dahlem
Dahlem-Berk – Zwischen dem Ort Berk und dem Kreisverkehr Neuhaus an der Landesstraße 17 in der Gemeinde Dahlem hatten die Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg vor über 80 Jahren ein Arbeitslager eingerichtet. Nachdem dort zunächst Arbeitskolonnen für die Errichtung des Westwalls untergebracht waren, wurde die Anlage ab 1941 als Zwangsarbeitslager geführt. Polnische und sowjetische Zwangsarbeiter wurden menschenunwürdig untergebracht und kamen hier auch zu Tode, was unter anderem ein später entdecktes Massengrab oberhalb des Lagers dokumentiert. Nach dem Krieg wurden die Baracken noch einige Jahre als Unterkunft für Kriegsflüchtlinge genutzt, bevor das Lager in den 1950er Jahren vollständig abgerissen wurde. Neue Infotafel erinnert an das einstige Zwangsarbeiterlager bei Berk weiterlesen →
Film des Kronenburger Filmemachers Dietrich Schubert geht „Nicht verzeichneten Fluchtbewegungen“ nach – Aufführung im „Kino in der Scheune“ Nettersheim
Über die Flucht von Juden aus Nazi-Deutschland nach Belgien berichtet ein Film von Dietrich Schubert. Symbolbild: Felix Nußbaum
Hellenthal – „Nicht verzeichnete Fluchtbewegungen – Wie die Juden in der West-Eifel in die Freiheit kamen“ lautet der Titel eines Films des Kronenburger Filmemachers Dietrich Schubert, der Sonntag, 26. Juli, ab 20 Uhr im „Kino in der Scheune“, Alte Scheune am Nettersheimer Hof,
Bahnhofsstr. 11
53947 Nettersheim,aufgeführt werden soll. Wie Juden in der Eifel in die Freiheit kamen weiterlesen →
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