Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Euskirchen ruft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Pflanzen auf

Kreis Euskirchen – Bärlauch bedeckt derzeit in vielen lichten Laubwäldern den Boden und verströmt einen für viele unwiderstehlichen Geruch nach Knoblauch. Mancher Wanderer sammelt die Pflanzen für die heimische Küche, um Salat, Dips, Kräuterbutter oder Rührei zu würzen. Allerdings sind einige Bärlauchbestände mitunter schon stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises Euskirchen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Pflanzen aufruft. Bärlauch: Es gilt die Handstraußregel weiterlesen
Archiv der Kategorie: Natur
Wo die Osterglocken noch wild wachsen
Im Naturschutzgebiet Oleftal blühen jetzt die Gelben Narzissen – 40. Narzissenfest startet am 24. April

Hellenthal-Hollerath – In dem grenzübergreifenden Naturschutzgebiet Oleftal blüht momentan das größte deutsche Vorkommen der Gelben Narzisse. Die stark bedrohte Pflanze, die aufgrund ihrer Blütezeit auch Osterglocke genannt wird, kann hier in dem offenen Tal auf Borstgrasrasen geschützt gedeihen. Aber selbst hier, wo die Pflanze heute wieder in großer Zahl wächst, war die Art schon einmal in den 1950er Jahren aufgrund einer Fichtenaufforstung im Tal stark im Rückgang. Nachdem der Lebensraum aber 1979 durch die Loki-Schmidt-Stiftung gekauft wurde und 1988 die Fichten durch die NRW-Stiftung entfernt wurden, konnte sich der Bestand wieder erholen. Wo die Osterglocken noch wild wachsen weiterlesen
Über 1000 Bäume und Sträucher für den Hochwasserschutz gepflanzt

Bad Münstereifel – Helferinnen und Helfer von RWE sowie Freiwillige der Nippeser Bürgerwehr aus Köln haben jetzt über 1000 Bäume und Wildsträucher in der Nähe des Holzapfelweihers im Schleidtal gepflanzt. Hier fließen mehrere kleine Bäche und Wasserläufe zum Schleidbach zusammen, der in die Erft mündet. „Der Wald spielt beim Hochwasserschutz eine wichtige Rolle. Tümpel und Teiche halten Wasser zurück und auch der Waldboden kann enorm viel Wasser aufnehmen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Über 1000 Bäume und Sträucher für den Hochwasserschutz gepflanzt weiterlesen
Größtes Kuhschellenvorkommen in NRW lockt mit blauer Blütenpracht
Auf dem „Hundsrück“ im Gillesbachtal zwischen Marmagen und Wahlen hat die Blütezeit begonnen – Pflanzen zeigen starke Behaarung an Blüten, Spross und Blättern

Nettersheim-Marmagen – Die Gewöhnliche Kuhschelle, auch Gewöhnliche Küchenschelle oder Pulsatilla vulgaris genannt, erhielt ihren Namen aufgrund ihrer Blütenform, die halbgeschlossen an eine Kuhglocke erinnert. Wissenschaftlich betrachtet zählt sie zu den Hahnenfußgewächsen. Sie gilt als bundesweit gefährdete Art, die sich auf sehr mageren und trockenen Böden wohlfühlt. Diese Bedingungen werden auf dem Kalkmagerrasen des Hundsrück erfüllt, der als Naturschutzgebiet von der NRW-Stiftung gepflegt wird. Größtes Kuhschellenvorkommen in NRW lockt mit blauer Blütenpracht weiterlesen
72 Schwalbennester an einem Haus
NABU-Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ auch im Jahr 2021 erfolgreich – Bewohner von 22 Häusern wurden im Kreisgebiet Euskirchen für ihr Engagement ausgezeichnet

Schwalbenkundiger Auszeichner Norbert Pützer vom NABU Euskirchen (links) zeichnete den 95-jährigen Jakob Raths aus Nettersheim-Holzmühlheim als den ältesten Schwalbenfreund in NRW mit Urkunde und Plakette aus. Bild: Alwin Neuer
Kreis Euskirchen – Im Jahr 2010 startete der NABU in NRW die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“. Die Auszeichnung mit einer Plakette am betreffenden Haus dokumentiert dann für alle sichtbar, dass hier Menschen leben, die gerne etwas für Schwalben tun. Trotz Corona-Pandemie ist im Jahr 2021 auch wieder eine erfreulich hohe Zahl an Auszeichnungen zustande gekommen, die von engagierten Mitgliedern des Forums Ornithologie des NABU-Euskirchen vergeben wurden. Ein Haus wies als Rekord 72 Schwalbennester auf. „Die schwalbenfreundlichen Hausbewohner nahmen die Mitglieder des Forums herzlich auf. Der Erfahrungsaustausch wurde von allen als sehr bereichernd empfunden“, heißt es in einer Pressemitteilung des NABU. Das Team des Ornithologischen Forums wolle auch im Jahr 2022 die Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ fortsetzen. 72 Schwalbennester an einem Haus weiterlesen
Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ lädt zur Exkursion ein
Das Gebäude soll ab Mai seinen Betrieb aufnehmen – Einrichtung verfügt über 14 Zweibettzimmer sowie einem Seminar- und Aufenthaltsraum

Schleiden-Vogelsang – Das Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ ist ein mitten im Nationalpark Eifel gelegener außerschulischer Lernort, der naturinteressierten Menschen Wissen und Erlebnis zur Natur und zum Naturschutz anbieten möchte. Das Gebäude ist Teil des historischen NS-Gebäudeensembles von Vogelsang. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude als Kaserne und das umgebende Land als Truppenübungsplatz genutzt, der 2006 in den kurz zuvor gegründeten Nationalpark Eifel integriert wurde. Die Gebäude wurden privatisiert. Naturschutz-Bildungshaus „Eifel-Ardennen-Region“ lädt zur Exkursion ein weiterlesen
Krötenwanderung beginnt, NABU mahnt Autofahrer zur Vorsicht
Alljährlich sterben zigtausend Tiere den Straßentod – Aber auch die engagierten Freiwilligen sind bei ihrer Arbeit in der Dämmerung gefährdet

Kreis Euskirchen – Wenn der Winter geht, kommen die Amphibien. Auf dem Weg vom Winterschlafplatz zu ihren Laichgewässern laufen Frösche, Kröten, Molche und Feuersalamander Gefahr, dem Straßenverkehr zum Opfer zu fallen. Die ersten lauen, feuchten Frühlingsabende und -nächte: Das ist die Zeit für die Amphibienwanderung. Zeit auch für die freiwilligen Helfer, die den Tieren alljährlich über die Straße helfen. Krötenwanderung beginnt, NABU mahnt Autofahrer zur Vorsicht weiterlesen
Kollektiv Wolkenborn startet ins erste Erntejahr 2022
Gründungsversammlung vollzogen: Romy Linden aus Zingscheid, André Lehner aus Marmagen und Claudia Träger aus Hecken wurden als Vorstandsmitglieder einstimmig gewählt

Hellenthal/Nettersheim – Nach anderthalb Jahren der intensiven Planung und Vorbereitung fand jetzt im Bürgerhaus Wolfert die Gründungsversammlung und 1. Generalversammlung der Kollektiv Wolkenborns eG statt, einer solidarischen Landwirtschaft. Die Versammlung inklusive der Wahlen von Aufsichtsrat und Vorstand wurde aufgrund der Corona-Pandemie im kleinen Rahmen abgehalten. Ganz besonders die Mitglieder des Kernteams, die seit Oktober 2020 die Gründung vorangetrieben haben, freuen sich sehr, dass dieser wichtige Schritt nun vollzogen wurde. „Das war ein hartes Stück Arbeit, heute können wir wohl verdient den ersten Erfolg feiern“, sagte Romy Linden, Initiatorin der ersten solidarischen Landwirtschaft in der Eifel. Kollektiv Wolkenborn startet ins erste Erntejahr 2022 weiterlesen
273 Nächte lang Schönheiten im Nationalpark Eifel aufgelauert
Ergebnisse langjähriger Forschung zu Nachtfaltern jetzt als Publikation erhältlich

Schleiden – Wenn es Nacht wird im Nationalpark Eifel und Ruhe einkehrt, dann beginnt die Zeit der Insekten, die im allgemeinen Sprachgebrauch oft verächtlich als Motten bezeichnet werden. Sie gelten als grau und wenig ansehnlich. Tatsächlich sind viele der nachtaktiven Schmetterlinge wunderschön. Der filigran gezeichnete Nagelfleck oder die elegante Langhornmotte gehören zu den Nachtfaltern und sind nur zwei von überraschend vielen im Nationalpark Eifel nachgewiesenen und teilweise sehr seltenen Nachtschmetterlingen. Zu diesen Arten wurde bisher nur wenig geforscht. „Die jetzt veröffentlichte, rund 300 Seiten starke Broschüre, ist die erste umfassende Erfassung dieser Tiergruppe im Nationalpark Eifel. Sie ist eine wichtige Grundlage, um die weitere Entwicklung der Natur im Nationalpark Eifel fachlich zu bewerten“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung von Wald und Holz NRW und dem Nationalparkforstamt Eifel. 273 Nächte lang Schönheiten im Nationalpark Eifel aufgelauert weiterlesen
Haare aus Eis
Seltenes Naturphänomen ist derzeit im Kreis Euskirchen zu beobachten

Kreis Euskirchen – Wer derzeit im Wald spazieren geht, der kann ein merkwürdiges Phänomen beobachten. An altem und morschem Totholz bilden sich feine Eisnadeln, die wie Haare aussehen. Dieses sogenannte Haareis entsteht aus dem im Holz enthaltenen Wasser. Laut Wikipedia soll bereits 1918 der Meteorologe Alfred Wegener Haareis auf nassem Totholz entdeckt und vermutet haben, dass ein „schimmelartiger Pilz“ dafür verantwortlich sei. Andere Wissenschaftler wollten von dieser haarigen These jedoch nichts wissen und behaupteten, dass ein rein physikalischer Prozess dem Geschehen zugrunde liegen müsse. Haare aus Eis weiterlesen