Schlagwort-Archiv: Kall

Rufbereitschaft: Fünf Kommunen in einem Boot

Die Gemeinden Kall, Blankenheim, Hellenthal, Nettersheim und dieStadt Schleiden teilen sich im Wochen-Rhythmus die Rufbereitschaft der Ordnungsämter – Bürgermeister Esser: „Ein Vorteil für alle Beteiligten“

Harald Heinen (links) und Pascal Dreßen sind in der Gemeinde Kall für Sicherheit und Ordnung zuständig. Sie begrüßen den Beitritt der Gemeinde Nettersheim zur interkommunalen Rufbereitschaft. Foto: Reiner Züll
Harald Heinen (links) und Pascal Dreßen sind in der Gemeinde Kall für Sicherheit und Ordnung zuständig. Sie begrüßen den Beitritt der Gemeinde Nettersheim zur interkommunalen Rufbereitschaft. Foto: Reiner Züll

Kall – „In diesem Tätigkeitsbereich bietet sich eine interkommunale Zusammenarbeit ganz besonders an, denn sie ist von Vorteil für alle Beteiligten“, freut sich Kalls Bürgermeister Hermann-Josef Esser über die erweiterte Kooperation bezüglich der Rufbereitschaft der kommunalen Ordnungsämter außerhalb der normalen Geschäftszeit im Südkreis Euskirchen. Rufbereitschaft: Fünf Kommunen in einem Boot weiterlesen

Berufsausbildung in der Eifel: Zukunftssicherer Wiederaufbau

Berufskolleg Eifel und Thomas-Eßer-Berufskolleg stehen vor einem Modernisierungsschub – Nach Flutschäden ist der Präsenzunterricht gesichert – Anmeldephase für neues Schuljahr angelaufen

Zukunft gesichert: Bei einem Rundgang im Euskirchener Thomas-Eßer-Berufskolleg informierten Landrat Markus Ramers (rechts) sowie die Schulleitungen über den aktuellen Sachstand in den beiden Schulen nach der Flut-Katastrophe. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung
Zukunft gesichert: Bei einem Rundgang im Euskirchener Thomas-Eßer-Berufskolleg informierten Landrat Markus Ramers (rechts) sowie die Schulleitungen über den aktuellen Sachstand in den beiden Schulen nach der Flut-Katastrophe. Foto: W. Andres / Kreisverwaltung

Kreis Euskirchen – Das Thomas-Eßer-Berufskolleg (TEB) in Euskirchen und das Berufskolleg Eifel (BKE) in Kall sehen sich für die Zukunft gut gerüstet, wie die Verantwortlichen jetzt bei einem Pressetermin im Thomas-Eßer-Berufskolleg mitteilten. Beide Einrichtungen wurden zwar schwer von der Flut getroffen und geschädigt, haben aber mittlerweile durch Engagement und Improvisationstalent die Weichen für einen weitgehend normalen Schulalltag gestellt. Aktuell läuft die Anmeldephase für das neue Schuljahr. Berufsausbildung in der Eifel: Zukunftssicherer Wiederaufbau weiterlesen

„Das schönste Weihnachtsfest, das ich je erlebt habe“

Monika Zahn wohnt seit Weihnachten in einem der zehn Tiny Houses, die die Gemeinde Kall für Flutopfer errichtet hat – Vier Wohnheime konnten noch vor den Weihnachtstagen an Flutopfer übergeben werden

Monika Zahn freut sich über ihr neues Zuhause in einem der zehn Tiny Houses, die die Gemeinde Kall für Flutopfer errichten ließ. Bürgermeister Hermann-Josef Esser (rechts) und Projektleiter Christoph Graf (links) statteten ihr jetzt einen Besuch ab. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Monika Zahn freut sich über ihr neues Zuhause in einem der zehn Tiny Houses, die die Gemeinde Kall für Flutopfer errichten ließ. Bürgermeister Hermann-Josef Esser (rechts) und Projektleiter Christoph Graf (links) statteten ihr jetzt einen Besuch ab. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Monika Zahn aus Urft hatte es während der Flutnacht vom 14. auf den 15. Juli schwer erwischt. „Da denkt man, man wohnt auf einem Berg, und dann kommt das Wasser von allen Seiten angeschossen“, berichtete sie jetzt bei einem Gespräch mit Hermann-Josef Esser, Bürgermeister der Gemeinde Kall, auf dem ehemaligen Grillplatz „Auf dem Fels“ in Kall. Denn dort hat sie seit Weihnachten ein neues Zuhause in einem der zehn Tiny-Houses gefunden, die für schwer betroffene Flutopfer an drei Plätzen im Gemeindegebiet errichtet wurden. „Das schönste Weihnachtsfest, das ich je erlebt habe“ weiterlesen

Krippe aus Kall wird im Vatikan ausgestellt

Krippenbaumeister Ferdi Saßmann, hier mit Ehefrau Martha, ließ dem Vatikan im Oktober zahlreiche Detailaufnahmen der Krippe zukommen, die nun auf dem Petersplatz in Rom zu sehen ist. Foto: Reiner Züll
Krippenbaumeister Ferdi Saßmann, hier mit Ehefrau Martha, ließ dem Vatikan im Oktober zahlreiche Detailaufnahmen der Krippe zukommen, die nun auf dem Petersplatz in Rom zu sehen ist. Foto: Reiner Züll

Von Reiner Züll Krippenbaumeister Ferdi Saßmann präsentiert bis zum 9. Januar in Rom auf der globalen Ausstellung 100 presepi in vaticano“ unter den Kolonnaden vor dem Petersdom eines seiner Kunstwerke

Kall – Er hat in ganz Europa einen großen Namen als Krippenbauer, und er erlebt jetzt vor Weihnachten den absoluten Höhepunkt seiner 20-jährigen Tätigkeit in diesem Metier. „Mehr geht nicht“, konstatiert Krippenbaumeister Ferdi Saßmann aus Kall-Straßbüsch, dessen Qualitäten als Krippenbauer sich nun auch bis in den Vatikan nach Rom rundgesprochen haben. Noch bis zum 9. Januar ist eine von Saßmann gebaute Diorama-Krippe unter den Kolonnaden vor der päpstlichen Residenz am Petersplatz in Rom ausgestellt. Krippe aus Kall wird im Vatikan ausgestellt weiterlesen

Helfer aus Niedersachsen wurden zu Freunden in Kall

Feuerwehrleute aus Bredenbeck verbrachten tausende Arbeitsstunden in der schwer von der Flut betroffenen Eifelkommune und stellten sattelzugweise Hilfsgüter zur Verfügung

Freunde geworden sind Kaller und Feuerwehrleute aus Bredenbeck: Bürgermeister Hermann-Josef Esser (v.l.) mit Jacqueline von Willesen und Michael Hirt von der Freiwilligen Feuerwehr Bredenbeck sowie André Kaudel, Leiter Bauhof Kall. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Freunde geworden sind Kaller und Feuerwehrleute aus Bredenbeck: Bürgermeister Hermann-Josef Esser (v.l.) mit Jacqueline von Willisen und Michael Hirt von der Freiwilligen Feuerwehr Bredenbeck sowie André Kaudel, Leiter Bauhof Kall. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall/Bredenbeck – Es gab viele herausragende Helfertaten nach der Flutkatastrophe in der Eifel und dem Ahrtal, so dass es fast unfair erscheint, einzelne herauszuheben. Aber wenn eine Freiwillige Feuerwehr aus Niedersachsen immer wieder nach Kall kommt und selbst kurz vor Weihnachten noch mit Waschmaschine, Keksen und von Kinderfeuerwehr und Kindergarten selbst gebastelten Weihnachtskarten im Gepäck in der schwer von der Katastrophe betroffenen Eifelkommune aufwartet, ist das etwas Besonderes. Doch trotz mehrfacher sechsstündiger Fahrt vom niedersächsischen Bredenbeck mit ganzen Sattelzügen voller Hilfsgüter und bis zu 14 Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die von Keller auspumpen über Estrich ausstemmen, bis Baggerarbeiten tausende Stunden in Kall geholfen haben, sagt Michael Hirt, Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Bredenbeck, nur lächelnd: „Das machen wir gern.“ Helfer aus Niedersachsen wurden zu Freunden in Kall weiterlesen

Lichterzug für die Flutopfer

30 illuminierte Traktoren und Lastwagen fuhren von Steinfeld über Urft und Sötenich zum Zielort an der Kaller BürgerhalleBürgermeister Hermann-Josef Esser: „Wir möchten den leidgeprüften Menschen in den Flutgebieten der Gemeinde Kall am vierten Adventswochenende ein wenig Freude und Hoffnung schenken“ – Feuerwehr verteilte Schokonikoläuse an Kinder

Ein Lichterzug mit Fahrzeugen der Fluthelfer stellte sich für eine Fahrt von Steinfeld über Urft und Sötenich zum Zielort nach Kall auf. Foto: Reiner Züll
Ein Lichterzug mit Fahrzeugen der Fluthelfer stellte sich für eine Fahrt von Steinfeld über Urft und Sötenich zum Zielort nach Kall auf. Foto: Reiner Züll

Kall – Ein Lichterzug mit 30 illuminierten Traktoren und Lastwagen startete am Abend vor dem vierten Adventssonntag in Steinfeld, um sich in langsamer Fahrt über Urft und Sötenich zum Zielort an der Kaller Bürgerhalle zu bewegen. Es war ein weiteres Zeichen der großen Solidarität für die Flutopfer der Katastrophennacht im Juli. Die Gemeindeverwaltung Kall als Veranstalter kümmerte sich um die Genehmigung und die Versicherung des Umzuges. Hermann-Josef Esser, Bürgermeister Kall: „Wir möchten den leidgeprüften Menschen in den Flutgebieten der Gemeinde Kall am vierten Adventswochenende ein wenig Freude und Hoffnung schenken“. Lichterzug für die Flutopfer weiterlesen

Weihnachtsbaumverkauf bei den NEW in Kall und Kuchenheim

Frisch geschlagene Nordmanntannen aus der Eifel, Süßes für Naschkatzen und kleine Geschenke für Weihnachten

Seit 2019 werden auch am Standort der NEW in Kall frische Weihnachtsbäume angeboten. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Seit 2019 werden auch am Standort der NEW in Kall frische Weihnachtsbäume angeboten. Archivbild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall/Kuchenheim – Auch in diesem Jahr gibt es wieder die Möglichkeit, einen frisch geschlagenen Baum aus der Eifel bei den Nordeifelwerkstätten (NEW) zu kaufen. Am Samstag, 11. Dezember, ist es wieder so weit: Dann findet von 8.30 bis 13 Uhr am Siemensring 36 im Kaller Gewerbegebiet der traditionelle Weihnachtsbaumverkauf im Rahmen eines kleinen Weihnachtsmarktes statt. Weihnachtsbaumverkauf bei den NEW in Kall und Kuchenheim weiterlesen

Gedenken und Danken im Juli 2022

„Ein Jahr danach“ – Die Gemeinde Kall veranstaltet am 15. und 16. Juli 2022 ein großes Fest für die Opfer und die Helfer der Flutkatastrophein diesem Sommer – Gottesdienst und Live-Musik

Mit einem zweitätigen Fest soll im Juli nächsten Jahres der großen Flut gedacht werden, die in diesem Sommer in der Gemeinde Kall schwere Schäden anrichtete und den Tod dreier Mitbürger forderte. Bürgermeister Hermann-Josef Esser (rechts bei der Besichtigung der Flutschäden mit NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach) leitet nun einen Arbeitskreis, der das Fest organisiert. Foto: Reiner Züll
Mit einem zweitätigen Fest soll im Juli nächsten Jahres der großen Flut gedacht werden, die in diesem Sommer in der Gemeinde Kall schwere Schäden anrichtete und den Tod dreier Mitbürger forderte. Bürgermeister Hermann-Josef Esser (rechts bei der Besichtigung der Flutschäden mit NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach) leitet nun einen Arbeitskreis, der das Fest organisiert. Foto: Reiner Züll

Kall – Unter dem Motto „Gedenken und Danken” steht ein zweitägiges Bürger-Fest, das die Gemeinde Kall im nächsten Jahr am Freitag, 15. Juli, und Samstag, 16. Juli, auf dem neuen Bahnhofsvorplatz veranstalten will. An diesem Freitag wird sich zum ersten Mal der Tag der schlimmen Flut jähren, die in diesem Jahr in der Gemeinde Kall große Schäden angerichtet und den Tod von drei Mitbürgern gefordert hat. Gedenken und Danken im Juli 2022 weiterlesen

Gemeinsam für Kaller Bevölkerung

Kreissparkasse Euskirchen und VR-Bank Nordeifel übernehmen weiter Verantwortung für Menschen in der flutgeschädigten Region und haben eine gemeinsame Übergangsgeschäftsstelle in einem Nebengebäude von Möbel Brucker eröffnet – „Der gleiche Service wie in den ursprünglichen Filialen“

Eröffneten die gemeinsame Filiale von Kreissparkasse Euskirchen und VR-Bank Nordeifel im Kaller Industriegebiet: Der Bürgermeister der Gemeinde Kall, Hermann-Josef Esser (v.l.), Andreas Brucker (Geschäftsführer Möbelhaus Brucker), Udo Becker (KSK-Vorstandsvorsitzender) und Mark Heiter (Vorstandsvorsitzender VR-Bank Nordeifel). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Eröffneten die gemeinsame Filiale von Kreissparkasse Euskirchen und VR-Bank Nordeifel im Kaller Industriegebiet: Der Bürgermeister der Gemeinde Kall, Hermann-Josef Esser (v.l.), Andreas Brucker (Geschäftsführer Möbelhaus Brucker), Udo Becker (KSK-Vorstandsvorsitzender) und Mark Heiter (Vorstandsvorsitzender VR-Bank Nordeifel). Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Gemeinsam für die Kaller Bürgerinnen und Bürger sorgen, das wollen VR-Bank Nordeifel und Kreissparkasse Euskirchen (KSK) jetzt mit einer gemeinsamen Übergangsgeschäftsstelle. „Angesichts der Flutkatastrophe muss man Wettbewerbsgedanken hintenanstellen und zusammen Verantwortung übernehmen“, so Mark Heiter, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Nordeifel und Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der KSK Euskirchen. Gemeinsam für Kaller Bevölkerung weiterlesen

Bürgermeister Esser: „Wir sind überwältigt von diesem Angebot!“

Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland stellt Flutopfern im Gemeindegebiet zehn „Tiny Houses“ zur Verfügung – Die volleingerichteten, 35 Quadratmeter großen Häuschen können wahrscheinlich noch vor Weihnachten auf Gemeindegebiet errichtet werden

Der Bürgermeister der Gemeinde Kall, Hermann-Josef Esser (links), und der geschäftsführende Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Aron Schuster, unterzeichneten gemeinsam einen Vertrag, mit dem die Gemeinde Kall zehn „Tiny Houses“ für Flutopfer anschaffen kann. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Der Bürgermeister der Gemeinde Kall, Hermann-Josef Esser (links), und der geschäftsführende Direktor der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Aron Schuster, unterzeichneten gemeinsam einen Vertrag, mit dem die Gemeinde Kall zehn „Tiny Houses“ für Flutopfer anschaffen kann. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Die Gemeinde Kall gehört mit zu den von der Flutkatastrophe am stärksten betroffenen Kommunen in NRW. Seit Wochen läuft die Verwaltung auf Hochtouren, um die noch immer große Not bei den Flutgeschädigten zu lindern. Jetzt gelang Bürgermeister Hermann-Josef Esser mit seinem Verwaltungsteam ein echter Glücksgriff. Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland wird mithilfe von Spendengeldern des Hilfsbündnisses, „Aktion Deutschland hilft“ die Gemeinde bei der Anschaffung von zehn „Tiny Houses“ mit einem Betrag von bis zu einer Millionen Euro unterstützen. „Tiny Houses“ sind kleine 35 Quadratmeter große Holzhäuser für ein bis vier Personen, komplett ausgestattet mit Küchenzeile, Schränken, Betten und Sitzgelegenheiten. Bürgermeister Esser: „Wir sind überwältigt von diesem Angebot!“ weiterlesen